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Nachrichten

Langsam gesprochene Nachrichten - 28.12.2010

Trainieren Sie Ihr Hörverstehen mit authentischen Materialien. Nutzen Sie die Nachrichten der Deutschen Welle von Dienstag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.

TEHERAN: Die iranischen Behörden haben Hoffnungen auf eine baldige Freilassung zweier deutscher Journalisten gedämpft. Das Außenministerium in Teheran bestätigte, dass sich die beiden mit ihren Angehörigen in der Provinzhauptstadt Täbris im Nordwesten des Landes getroffen hätten. Die Zusammenkunft sei aber nur aus humanitären Gründen ermöglicht worden. Die beiden Reporter der "Bild am Sonntag" waren am 10. Oktober bei dem Versuch verhaftet worden, den Sohn der inhaftierten Iranerin Sakineh Mohammadi-Aschtiani zu interviewen. Diese ist wegen Ehebruchs zum Tode verurteilt worden.

TEHERAN: Im Iran ist ein mutmaßlicher Spion des israelischen Geheimdienstes Mossad gehenkt worden. Die Todesstrafe sei im Ewin-Gefängnis in Teheran vollstreckt worden, meldete die Nachrichtenagentur Irna unter Berufung auf die Generalstaatsanwaltschaft in der iranischen Hauptstadt. Der Verurteilte, ein Iraner, habe Kontakt mit einer israelischen Botschaft unterhalten und sich in der Türkei, in Thailand und den Niederlanden mit Verbindungsleuten getroffen. Dabei seien Informationen über iranische Militärstützpunkte, Manöver und Rüstungsgüter weitergegeben worden.

ABIDJAN: Drei westafrikanische Staaten haben einen Vermittlungsversuch zur Lösung der Krise in der Elfenbeinküste gestartet. Die Staatschefs von Benin, Sierra Leone und den Kapverdischen Inseln wollen den bisherigen Präsidenten, Gbagbo, bei einem Besuch in Abidjan auffordern, die Macht an seinen Kontrahenten Ouattara abzugeben. Die drei Politiker handeln dabei im Auftrag der westafrikanischen Staatengemeinschaft. Die internationale Gemeinschaft sieht in Ouattara den rechtmäßigen Sieger der Präsidentschaftswahl von Ende November.

NÜRNBERG: Durch die ab Mai 2011 geltende Freizügigkeit für Arbeitnehmer aus Osteuropa droht nach Einschätzung des Chefs der Nürnberger Bundesagentur für Arbeit, Weise, keine große Gefahr für den gesamtdeutschen Arbeitsmarkt. Negative Auswirkungen seien nur für die angrenzenden neuen Bundesländer zu befürchten. Große Bedenken äußerte Weise jedoch bei der Dienstleistungsfreizügigkeit. Dort müsse über gesetzliche Regelungen gegen mögliches Lohn-Dumping nachgedacht werden. Von Mai an gilt die volle Arbeitnehmerfreizügigkeit für Bürger aus Polen, Tschechien, Slowakei, Ungarn, Slowenien, Estland, Lettland und Litauen. Fachleute rechnen mit jährlich bis zu 140.000 Einwanderern.

TOKIO: Japans Regierung will Pläne für die Zuteilung von Verschmutzungsrechten verschieben. Der Emissionshandel, mit dem der Ausstoß von klimaschädlichem Kohlendioxid reduziert werden soll, müsse genauer erforscht werden, erklärte der Minister für nationale Strategie, Gemba, zur Begründung. Tokio gibt damit offenbar dem Druck der eigenen Wirtschaft nach. Japanische Unternehmen hatten zuvor vor einem Verlust von Arbeitsplätzen gewarnt, sollte das Land wie geplant ab 2013 Europa folgen und einen Handelsplatz für Verschmutzungsrechte aufbauen.

WASHINGTON: Die erneute Verurteilung des früheren russischen Ölmagnaten und Regierungskritikers Chodorkowski ist im Westen auf Kritik gestoßen. Ein Sprecher von US-Präsident Obama sagte, das Urteil zeige einen Missbrauch der Justiz. Außenminister Westerwelle sprach von einem Rückschritt bei der Modernisierung Russlands. Die Menschenrechtsorganisation Amnesty International erklärte, der Richterspruch zeige, wie weit Russland noch von einem Rechtsstaat entfernt sei.

PORT-AU-PRINCE: In Haiti steigt die Zahl der Cholera-Opfer weiter an. Seit Ausbruch der Krankheit im Oktober starben bereits mehr als 2700 Menschen, fast 130.000 wurden infiziert, wie das haitianische Gesundheitsministerium mitteilte. Gesundheitsexperten gehen aber davon aus, das die tatsächliche Zahl der Toten und an Cholera Erkrankten viel größer ist. Sie rechnen in den kommenden zwölf Monaten mit bis zu 400.000 Neuinfektionen.

ISLAMABAD: Wegen eines klaffenden Haushaltslochs hat der Internationale Währungsfonds Pakistan einen Aufschub zur Kreditrückzahlung gewährt. Um der Regierung weitere Zeit für Steuerreformen zu geben, stellt der IWF seine Forderung um neun Monate bis einschließlich September 2011 zurück. 2008 hatte der Internationale Währungsfonds mit Pakistan ein Hilfspaket über elf Milliarden Dollar geschnürt.

DAS WETTER IN DEUTSCHLAND: Im Westen und Südwesten werden die Wolken dichter, gebietsweise fällt Schnee oder gefrierender Regen. Auch im Osten wolkig, aber meist trocken. Höchstwerte minus neun bis minus ein Grad, nur im Süden null bis plus drei Grad.

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