1. Inhalt
  2. Navigation
  3. Weitere Inhalte
  4. Metanavigation
  5. Suche
  6. Choose from 30 Languages

Nachrichten

Langsam gesprochene Nachrichten - 27.12.2010

Trainieren Sie Ihr Hörverstehen mit authentischen Materialien. Nutzen Sie die Nachrichten der Deutschen Welle von Montag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.

MOSKAU: Der inhaftierte russische Regierungskritiker Chodorkowski ist auch in einem zweiten Gerichtsverfahren schuldig gesprochen worden. Das Strafmaß wird das Moskauer Bezirksgericht aber erst in einigen Tagen verkünden. Chodorkowski drohen bis zu 14 Jahre Haft. Dem Ex-Chef des mittlerweile zerschlagenen Ölkonzerns Yukos wurde vorgeworfen, 218 Millionen Tonnen Treibstoff illegal verkauft zu haben. Der 47-Jährige, der noch bis 2011 eine Haftstrafe wegen Geldwäsche absitzt, hat die Vorwürfe als politisch motiviert zurückgewiesen. Er will das Urteil anfechten und notfalls bis vor den Gerichtshof für Menschenrechte in Straßburg ziehen. Gleichfalls für schuldig befunden wurde auch Chodorkowskis früherer Geschäftspartner Lebedew.

JERUSALEM: Die Spannungen zwischen Israel und den Palästinensern haben sich massiv verschärft. Die radikal-islamische Hamas drohte Israel mit neuen Angriffen, falls sich die Lage an der Grenze zum Gazastreifen nicht beruhigen sollte. Am Sonntag hatten israelische Soldaten in der Region zwei Mitglieder des militärischen Arms des Islamischen Dschihad erschossen, als diese versuchten, einen Sprengsatz zu deponieren. Israels Außenminister Lieberman lehnte mit Blick auf die derzeitige Situation ein Friedensabkommen mit den Palästinensern kategorisch ab. Regierungschef Netanjahu ging auf Distanz und erklärte, dies sei Liebermans persönliche Position.

KANDAHAR: Ein Selbstmordattentäter hat in der südafghanischen Stadt Kandahar drei Polizisten mit in den Tod gerissen und rund 15 weitere verletzt. Er zündete seinen Sprengsatz vor einer Filiale der Kabul-Bank, von der zahlreiche afghanische Polizisten und Soldaten ihren Lohn abholen. Durch die Wucht der Detonation wurden auch Gebäude in der Nähe der Bank beschädigt. Kandahar, die Hauptstadt der gleichnamigen Provinz, ist Hochburg der radikalislamischen Taliban. Bei neuen US-Drohnenangriffen im pakistanischen Grenzgebiet zu Afghanistan wurden vier mutmaßliche Islamisten getötet.

SEOUL: Südkoreas Präsident Lee hat für den Fall einer erneuten Provokation durch Nordkorea mit unerbittlicher Vergeltung gedroht. In einer Radioansprache betonte Lee, dass er einen Krieg nicht fürchte. Beim kommunistischen Nachbarn handele es sich um das "aggressivste Regime der Welt". Für diese Woche kündigte Südkorea bereits neue Militärübungen an. Die Beziehungen zwischen den beiden Staaten sind seit dem Artilleriebeschuss der südkoreanischen Insel Yeonpyeong durch den Norden angespannt. Dabei waren vier Menschen getötet worden.

BERLIN: Der zum Jahresende auslaufende Deutschlandfonds für in Geldnot geratene Firmen ist von den Unternehmen nur zu etwa einem Viertel in Anspruch genommen worden. Von den 40 Milliarden Euro des Fonds für Kredite seien bislang nur etwas mehr als zehn Milliarden Euro als Darlehen zugesagt worden, meldet der Berliner "Tagesspiegel" unter Berufung auf die KfW-Bankengruppe. Bis zum Jahresende würde die Summe auf maximal 13 Milliarden Euro steigen. Viele der rund 6300 Unternehmen hätten ihre Anträge wegen der verbesserten Konjunktur zurückgezogen.

PASSAU: Das deutsche Stromnetz ist nach Angaben des Chefs der Bundesnetzagentur, Kurth, nicht für den Ausbau der erneuerbaren Energien gerüstet. Schon die viel bescheideneren Anforderungen bei Wind- und Solarstrom in der Vergangenheit machten den Bau von über 800 Kilometer Leitungen nötig. Gebaut seien davon erst 80 Kilometer, sagte Kurth der "Passauer Neuen Presse". Um die aktuellen Ziele der Bundesregierung zu erreichen, würden bis 2020 weitere 3600 Kilometer benötigt.

NEW YORK: Ein heftiger Schneesturm über der Ostküste der USA hat den Flug-, Bahn- und Straßenverkehr weitgehend lahmgelegt. Die drei Flughäfen in New York und der Airport in Boston stellten den Betrieb komplett ein. Auch der Zugverkehr zwischen beiden Städten kam fast vollständig zum Erliegen. In einigen Bundesstaaten fiel bis zu 50 Zentimeter Schnee. North Carolina, Virginia, Maryland und New Jersey riefen deshalb den Notstand aus. Die Hauptstadt des südöstlich gelegenen Bundesstaates South Carolina, Columbia, meldete den ersten nennenswerten Schnee seit Beginn der Wetteraufzeichnungen 1887.

DAS WETTER IN DEUTSCHLAND: Von der Nordsee bis nach Thüringen und Sachsen erneut aufkommende Schneeschauer. Im Norden und Südwesten meist trocken, im Südosten nachlassende Schneeschauer. Höchstwerte zwischen minus acht und minus zwei Grad.

Die Redaktion empfiehlt