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Nachrichten

Langsam gesprochene Nachrichten - 27.02.2011

Trainieren Sie Ihr Hörverstehen mit authentischen Materialien. Nutzen Sie die Nachrichten der Deutschen Welle von Sonntag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.

NEW YORK: Der Sicherheitsrat der Vereinten Nationen hat einstimmig Strafmaßnahmen gegen Libyens Machthaber Gaddafi und seinen Clan beschlossen. Die Sanktionen umfassen ein Waffenembargo, Reiseverbote und Kontensperrungen. Nach den Versuchen einer gewaltsamen Niederschlagung der regierungsfeindlichen Proteste in Libyen stellte das höchste UN-Gremium zudem die Weichen für einen möglichen Prozess am Internationalen Strafgerichtshof in Den Haag. Der Führung in Tripolis warf der Sicherheitsrat systematische Verstöße gegen die Menschenrechte vor. In den befreiten Teilen Libyens beginnt die Opposition, sich zu formieren. Mustafa Abdul Adschleil, ehemals Justizminister des Gaddafi-Regimes, kündigte die Bildung einer Übergangsregierung an, deren Mitglieder aus allen Teilen des Landes kommen sollen. Bengasi solle Regierungssitz sein, bis Tripolis befreit sei, sagte Abdul Adschleil.

TUNIS: In der tunesischen Hauptstadt haben sich Sicherheitskräfte und tausende zumeist jugendliche Demonstranten heftige Straßenschlachten geliefert. Mindestens drei Menschen wurden dabei getötet, fast zweihundert wurden festgenommen. In Tunis gingen Polizei und Nationalgarde mit Tränengas und Schlagstöcken gegen die Menge vor, die plündernd und randalierend durch das Stadtzentrum zog. In den zentralen Einkaufsstraßen räumten die Protestierenden Sportgeschäfte, Mobilfunkläden und Elektronikgeschäfte aus. Die Übergangsregierung hat einige Reformen und Wahlen angekündigt, doch geht das den Demonstranten nicht weit genug. Sie fordern eine Verbesserung ihrer sozialen Lage, die von Armut, Arbeitslosigkeit und steigenden Lebenshaltungskosten geprägt ist.

DOHA: Bundespräsident Wulff ist zum Auftakt seines Besuchs im Golfstaat Katar mit Emir Al-Thani zusammengetroffen. Zentrales Thema der Unterredungen sollte der Umbruch in der arabischen Welt sein. Am Vortag hatte Wulff in Kuwait die Haltung der Europäischen Union gerügt und von ihr mehr Mut bei der Unterstützung demokratischer Bewegungen zum Beispiel in Nordafrika und im Nahen Osten verlangt. --- Am Montag will sich der Bundespräsident im Fernsehsender Al-Dschasira an die Jugend in den arabischen Staaten wenden.

BERLIN: Die sozialdemokratische Opposition hat nach der Plagiatsaffäre ihre Zweifel an der Führungsfähigkeit von Verteidigungsminister Guttenberg (CSU) bekräftigt und fürchtet Auswirkungen auf die Reform der Bundeswehr. SPD-Chef Gabriel nannte Guttenberg in der "Bild am Sonntag" einen "Minister auf Abruf". Im Kabinett sei er nach dem Eklat um seine Doktorarbeit beim Umbau der Streitkräfte "auf das Mitleid des Finanzministers und der Kanzlerin angewiesen." Guttenberg sei ein "Risiko für die Bundeswehr". Der rheinland-pfälzische Ministerpräsident Beck forderte eine Verschiebung der Reform um ein Jahr, da auch die Frage des freiwilligen Wehrdienstes völlig ungeklärt sei. --- Das Nachrichtenmagazin "Der Spiegel" berichtet, Experten im Kanzleramt hätten von Guttenberg Nachbesserungen verlangt, sowohl bei den strategischen Zielsetzungen als auch bei den Kosten.

CAPE CANEVERAL: Die US-Raumfähre "Discovery" hat zum letzten Mal an die Internationale Raumstation angedockt. Für deren Besatzung bringt das älteste Space-Shuttle Versorgungsgüter und einen Roboter für experimentelle Zwecke mit. Mit den letzten Flügen ihrer Schwester-Fähren "Endeavour" und "Atlantis" endet im Sommer das 30-jährige Shuttle-Programm der US-Raumfahrtbehörde NASA.

ZUR FUSSBALL-BUNDESLIGA: Auch Bayern München hat Tabellenführer Dortmund nicht stoppen können. Die Bayern unterlagen dem BVB zu Hause mit 1:3 und liegen nun bereits 16 Punkte zurück. Hannover siegte auf St. Pauli mit 1:0 und zog an München vorbei auf den dritten Platz. --- Außerdem spielten am Samstag: Hoffenheim - Mainz 1:2; Kaiserslautern - Hamburg 1:1; Köln - Freiburg 1:0 und Schalke - Nürnberg 1:1.

DAS WETTER IN DEUTSCHLAND: Meist viele Wolken und gebietsweise Regen, in höheren Lagen Schnee. Maximal null bis acht Grad Celsius. --- Nur nordöstlich der Elbe zunächst noch trocken und Sonnenschein.

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