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Nachrichten

Langsam gesprochene Nachrichten – 27.01.2011

Trainieren Sie Ihr Hörverstehen mit authentischen Materialien. Nutzen Sie die Nachrichten der Deutschen Welle von Donnerstag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.

BERLIN: Bundestagspräsident Lammert hat die Verantwortung Deutschlands für die Opfer des Nationalsozialismus unterstrichen. Die Millionen ermordeten Juden, Sinti und Roma, Behinderten sowie politisch und religiös Verfolgten mahnten, alle Formen der Diskriminierung weiter zu ächten. Mit dem niederländischen Holocaust-Überlebenden Weisz war erstmals ein Mitglied der Sinti und Roma als Gastredner geladen. In einer sehr persönlichen Ansprache schilderte er den Leidensweg seiner Familie unter den Nationalsozialisten. Seit 1996 wird in Deutschland am 27. Januar an die Opfer des Nationalsozialismus erinnert. An diesem Tag hatten sowjetische Soldaten im Jahr 1945 das Vernichtungslager Auschwitz befreit. - Bundespräsident Wulff nimmt in Auschwitz an der Gedenkveranstaltung zum 66. Jahrestag der Befreiung des Lagers teil.

KAIRO: Inmitten anhaltender Proteste gegen die Führung in Ägypten hat der Reformpolitiker und Friedensnobelpreisträger El Baradei die Rückkehr in seine Heimat ankündigen lassen. Der in Wien lebende frühere Chef der Internationalen Atomenergiebehörde wird nach Angaben seines Bruders in Kürze im Land erwartet. Baradei gilt als möglicher Herausforderer von Staatschef Mubarak bei der Präsidentenwahl im Herbst dieses Jahres. Trotz massiver Drohungen der ägyptischen Führung gehen die Menschen in Kairo, Suez und anderen Städten weiter auf die Straße. Sie protestieren gegen Korruption und Unterdrückung. Internet-Aktivisten riefen für den bevorstehenden Freitag zu neuen Aktionen auf. Bislang kamen mindestens sechs Menschen ums Leben.

TUNIS: Nach tagelangen Protesten und zähen Verhandlungen steht die umstrittene tunesische Übergangsregierung nach eigenen Angaben vor ihrer Umbildung. Ministerpräsident Ghannouchi ist danach bereit, das Außen-, Innen- und Verteidigungsressort neu zu besetzen, die derzeit noch von alten Gefolgsleuten des gestürzten Präsidenten Ben Ali geleitet werden. Heftig umstritten sind mögliche weitere Änderungen. Wie aus Tunis verlautet, verlangt die mächtige Einheitsgewerkschaft UGTT den Rückzug von mindestens zwei weiteren Ministern der früheren Regierungspartei. Deshalb hat sie zu neuerlichen Streiks und Demonstrationen in der Stadt Sidi Bouzid aufgerufen.

SANAA: Auch in der jemenitischen Hauptstadt hat die politische Opposition ihre Proteste gegen die jahrzehntelange Amtszeit von Präsident Saleh und für bessere Lebensbedingungen fortgesetzt. Tausende versammelten sich begleitet von Sicherheitskräften erneut an der Universität und an anderen Orten in Sanaa. Von Zusammenstößen wurde nichts bekannt. Präsident Saleh gilt als einer der wichtigsten Verbündeten der Vereinigten Staaten bei der Bekämpfung des internationalen Terror-Netzwerkes El Kaida.

CANBERRA: Die australische Regierung plant eine Sondersteuer von bis zu einem Prozent des Jahreseinkommens für den Wiederaufbau nach den schweren Überschwemmungen im Osten und Süden des Landes. Nach Angaben von Ministerpräsidentin Gillard sollen damit höhere Einkommen zeitweise belastet werden. Die Regierung erhofft sich Einnahmen von umgerechnet 1,3 Milliarden Euro. Erste Schätzungen beziffern die vom Hochwasser verursachten Gesamtkosten auf rund 4 Milliarden Euro.

HAVANNA: Die kubanische Polizei hat den prominenten Oppositionellen Fariñas erneut festgenommen. Der Sacharow-Preisträger werde nach einer Razzia derzeit mit 15 weiteren Gegnern der kubanischen Führung auf einer Polizeiwache in der zentralkubanischen Stadt Santa Clara festgehalten, teilten Familie und Menschenrechts-Organisationen mit. Fariñas hatte wiederholt mit langen Hungerstreiks sein Leben aufs Spiel gesetzt, um politische Veränderungen im kommunistischen Kuba zu erzwingen.

BERLIN: Den rund 20 Millionen deutschen Rentnern winken einem Zeitungsbericht zufolge mindestens drei Rentenerhöhungen in Folge. In diesem und den kommenden beiden Jahren dürften die Steigerungen bei jeweils rund einem Prozent liegen, berichtete die "Bild"-Zeitung vorab. Sie berief sich auf Schätzungen des Bundeswirtschaftsministeriums zur Lohnentwicklung, die die Hauptgrundlage für die Rentenanpassung im jeweils darauffolgenden Jahr ist.

DAS WETTER IN DEUTSCHLAND: Mal Sonne, mal dichtere Wolkenfelder. Dabei meist trocken. Höchstwerte zwischen minus drei und plus vier Grad.

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