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Nachrichten

Langsam gesprochene Nachrichten - 26.12.2010

Trainieren Sie Ihr Hörverstehen mit authentischen Materialien. Nutzen Sie die Nachrichten der Deutschen Welle von Sonntag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.

ABIDJAN: Wegen der Unruhen in der Elfenbeinküste sind bereits tausende Menschen aus dem westafrikanischen Land geflüchtet. Nach Angaben des Flüchtlingshilfswerks der Vereinten Nationen (UNHCR) fanden 14.000 Bewohner Zuflucht in Liberia. Dort erhöhe die wachsende Zahl der Neuankömmlinge die humanitäre Not, weil trotz aller Bemühungen von Behörden und Hilfsorganisationen die Lebensmittel knapp würden. Im Zuge des Machtkampfes zwischen dem selbsternannten Präsidenten der Elfenbeinküste, Gbagbo, und dem Sieger der Präsidentschaftswahl von Ende November, Ouattara, wurden schon rund 200 Menschen getötet. Gbagbos Regierung warnte unterdessen die Westafrikanische Wirtschaftsgemeinschaft (ECOWAS) vor einer Militärintervention in der Elfenbeinküste. Diese hatte die Organisation bei einem Gipfeltreffen in Nigeria angedroht.

BERLIN: Bundesaußenminister Westerwelle hat den Iran aufgefordert, noch an Weihnachten ein Treffen der beiden dort inhaftierten deutschen Journalisten mit ihren Angehörigen zu ermöglichen. Er hoffe, dass die Begegnung zustande komme, sagte Westerwelle der Zeitung "Bild am Sonntag". Derzeit halten sich zwei Angehörige der beiden Journalisten in der iranischen Hauptstadt Teheran auf, um die Inhaftierten zu besuchen. Die beiden Reporter der "Bild am Sonntag" sind seit Oktober im Gefängnis. Sie wollten den Sohn der Iranerin Sakineh Mohammad Aschtiani interviewen, die wegen Ehebruchs zum Tod durch Steinigung verurteilt wurde. Ihr Fall sorgt international für Aufsehen.

GAZA-STADT: Bei einem Schusswechsel mit israelischen Soldaten sind im Gazastreifen zwei Mitglieder der radikalen Palästinenser-Organisation Islamischer Dschihad erschossen worden. Die beiden Männer seien östlich der Stadt Chan Junes getötet worden, berichteten Augenzeugen.

MOSKAU: Kurz vor Beginn der Urteilsverkündigung gegen den früheren russischen Ölunternehmer Chodorkowski hat der deutsche Botschafter in Moskau, Brandenburg, den Prozess als rechtsstaatliche Prüfung für Russland bezeichnet. Deutschland und viele andere Länder verfolgten den Prozess gegen Chodorkowski sehr genau. Dem ehemaligen Chef des inzwischen zerschlagenen russischen Ölkonzerns Yukos wird vorgeworfen, Millionen Tonnen Öl abgezweigt und illegal weiterverkauft zu haben. Chodorkowski hat die Vorwürfe stets als politisch motiviert zurückgewiesen.

BERLIN: Arbeitgeberpräsident Hundt geht für 2011 von einer Fortsetzung des wirtschaftlichen Aufschwungs in Deutschland aus. Der private Konsum werde steigen. Die Dynamik der Auslandsnachfrage werde jedoch etwas zurückgehen. Er rechne deshalb damit, dass die deutsche Wirtschaft im kommenden Jahr um gut zwei Prozent wachsen werde, sagte Hundt der Nachrichtenagentur dpa. Der Arbeitgeberpräsident zeigte sich damit etwas zurückhaltender als Regierung und Konjunkturforscher. Sie erwarten für 2011 ein Wirtschaftswachstum von etwa 3,5 Prozent.

BERLIN: Arbeitsministerin von der Leyen hält eine Erhöhung bei den Harz-IV-Sätzen für Langzeitarbeitslose für unwahrscheinlich. Feilschen werde sie mit der SPD nicht. Das Bundesverfassungsgericht habe bei den Hilfen für Hartz-IV-Empfänger klare Berechnungen verlangt, und diese hätten Union und FDP vorgelegt, sagte von der Leyen der "Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung".

DRESDEN: In der anlaufenden Tarifauseinandersetzung im öffentlichen Dienst droht der Deutsche Beamtenbund mit Warnstreiks beim Winterdienst. Der Chef des Bundes, Heesen, forderte die Arbeitgeber auf, im Februar mit den Gewerkschaften über ihre Forderung von fünf Prozent mehr Lohn für die rund 800.000 Beschäftigten der Länder zu verhandeln. Anderenfalls müssten im Februar die Straßenwärter auch bei winterlicher Witterung in Warnstreiks treten, sagte er der "Sächsischen Zeitung".

DAS WETTER IN DEUTSCHLAND: Im Norden stark bewölkt mit Schneeschauern, nach Süden hin kaum Niederschlag und teils heiter. Es herrscht weiter Dauerfrost mit Tageshöchstwerten zwischen minus 12 und maximal null Grad.

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