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Nachrichten

Langsam gesprochene Nachrichten - 26.02.2011

Trainieren Sie Ihr Hörverstehen mit authentischen Materialien. Nutzen Sie die Nachrichten der Deutschen Welle von Samstag - als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.

WASHINGTON: Noch vor der Europäischen Union und den Vereinten Nationen haben die USA Strafmaßnahmen gegen die Führung in Libyen verhängt. Auf Anordnung von Präsident Obama soll das Vermögen der Führungsriege um Machthaber Gaddafi in den USA blockiert werden. Aus Washington hieß es weiter, die diplomatischen Beziehungen würden ebenso gekappt wie die militärische Zusammenarbeit. Die US-Botschaft in Tripolis wurde geschlossen. Der UN-Sicherheitsrat beriet über eine Resolution, die Gaddafi androht, die Gewalt gegen die Demokratiebewegung in dem nordafrikanischen Land als Verbrechen gegen die Menschlichkeit einzustufen. Auch ein Waffenembargo sowie ein Reiseverbot für Gaddafi und das Einfrieren seiner Guthaben sind im Gespräch.

TRIPOLIS: In Libyen festigen die Regierungsgegner offenbar ihre Kontrolle über den Osten des Landes. Nur in der Stadt Misrata soll es zuletzt noch bewaffnete Auseinandersetzungen zwischen Gegnern und Anhängern von Machthaber Gaddafi gegeben haben. Ansonsten ist die Lage unklar. Die Truppen des Staatschefs haben nach unbestätigten Angaben außer in der Hauptstadt Tripolis noch in den Städten Gadames, Sebha und Gaddafis Heimatstadt Sirte die Oberhand. Augenzeugen berichten, in Tripolis sei es derzeit weitgehend ruhig, nachdem es am Freitagabend gewaltsame Zusammenstöße gegeben habe.

KABUL: Bei einem Anschlag sind in der Provinz Chost im Osten Afghanistans mindestens neun Zivilisten getötet worden. Der am Straßenrand versteckte Sprengsatz explodierte, als die Menschen mit ihrem Fahrzeug die Stelle passierten. Nach Polizeiangaben sind die meisten Todesopfer Frauen und Kinder.

DUBLIN: Die Iren haben bei der Parlamentswahl ihre bisherige Regierung offenbar wie erwartet deutlich abgestraft. Die oppositionelle konservative Fine-Gael-Partei mit ihrem Spitzenkandidaten Kenny liegt nach ersten Prognosen mit mehr als 35 Prozent deutlich in Führung. Die als Koalitionspartner gehandelte sozialdemokratische Labour-Partei kommt demnach auf um die 20 Prozent, die bisher regierende Fianna-Fail-Partei des scheidenden Premierministers Cowen auf etwa 15 Prozent. - Mit ersten Auszählungsergebnissen der Abstimmung vom Freitag wird im Laufe des Tages gerechnet.

HAMBURG: DGB-Chef Sommer hält die Hartz-IV-Reform für verfassungswidrig und hat angekündigt, Gewerkschaftsmitgliedern bei Klagen Rechtsschutz zu gewähren. Man habe "große Zweifel", ob die neuen Regelsätze den Vorgaben des Bundesverfassungsgerichtes genügten, sagte Sommer dem "Hamburger Abendblatt". Er kritisierte, dass es bei der Zeitarbeit beim Prinzip "Gleicher Lohn für gleiche Arbeit" zu keiner Einigung gekommen ist. Die Bekämpfung von Lohndumping und Missbrauch von Leiharbeit müssten weiter auf der Tagesordnung stehen.

MAINZ: Europas größter Autobauer Volkswagen will in den kommenden sechs bis acht Jahren weltweit 50.000 neue Arbeitsplätze schaffen. Bis zu 6000 davon sollen in Deutschland entstehen, sagte VW-Chef Winterkorn im deutschen Fernsehen. Davon sollten alle inländischen Standorte profitieren. Der Konzern hatte zuvor seine Bilanz vorgelegt. Danach verachtfachte VW seinen Gewinn auf 7,2 Milliarden Euro. Außerdem verkauften die Wolfsburger 7,2 Millionen Fahrzeuge, so viel wie nie zuvor.

WELLINGTON: Vier Tage nach dem schweren Erdbeben in Neuseeland haben die Behörden der Stadt Christchurch die Hoffnung aufgegeben, noch Überlebende in den Trümmern eingestürzter Häuser zu finden. Die Zahl der geborgenen Toten stieg auf zuletzt 144. Vermisst werden noch immer mehr als 200 Menschen. Allein in den Resten einer Sprachenschule werden noch bis zu 120 weitere Leichen vermutet. Sicherheitsingenieure gehen davon aus, dass etwa zu ein Drittel der Gebäude im Stadtzentrum durch die Erdstöße so schwer beschädigt sind, dass sie abgerissen werden müssen. Experten schätzen die Schäden auf umgerechnet mehr als acht Milliarden Euro. Das Beben der Stärke 6,3 war eines der heftigsten in Neuseeland seit 80 Jahren gewesen.

PARIS: Der Film "The Social Network" über die Entstehung des Internet-Netzwerkes Facebook ist mit dem französischen Filmpreis "César" als bester ausländischer Film ausgezeichnet worden. Bester französischer Film wurde das Drama "Von Menschen und Göttern" des Regisseurs Xavier Beauvois. Er handelt von der Ermordung christlicher Mönche in einem algerischen Kloster. Einen Ehren-"César" erhielt der US-Regisseur Quentin Tarantino für sein Lebenswerk.

ZUR FUSSBALL-BUNDESLIGA: Der VfL Wolfsburg hat sich durch ein 2:1 gegen Borussia Mönchengladbach im Kampf gegen den Abstieg erst einmal etwas Luft verschafft. Es war der erste Sieg unter dem neuen Trainer Littbarski. --- An diesem Samstag empfängt unter anderem Verfolger Bayern München den Tabellenführer Borussia Dortmund.

DAS WETTER IN DEUTSCHLAND: In der Osthälfte freundlich mit viel Sonne, von Westen her im Tagesverlauf neuer Regen. Maximal minus ein bis plus elf Grad.

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