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Nachrichten

Langsam gesprochene Nachrichten – 26.01.2011

Trainieren Sie Ihr Hörverstehen mit authentischen Materialien. Nutzen Sie die Nachrichten der Deutschen Welle von Mittwoch – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.

BERLIN: Der Verteidigungsausschuss des Bundestages befragt Minister zu Guttenberg zu den jüngst bekanntgewordenen Affären bei der Bundeswehr. Wesentlich geht es dabei um die Frage, wann der Verteidigungsminister was gewusst hat und wie und wann er die Informationen weitergeleitet hat. Die Opposition wirft dem CSU-Politiker ein schlechtes Krisenmanagement und eine mangelhafte Informationspolitik vor. Guttenberg wies den Vorwurf der Vertuschung in den vergangenen Tagen bereits mehrfach zurück. Konkret geht es um den Tod eines Soldaten in Afghanistan durch die Kugel aus der Waffe eines Kameraden, um die Öffnung von Feldpostbriefen und um eventuelle Schikanen und den tödlichen Sturz einer Kadettin auf dem Segelschulschiff "Gorch Fock".

MOSKAU: Einen Tag nach der Duma hat auch der russische Föderationsrat dem neuen atomaren Abrüstungsvertrag mit den USA zugestimmt. Das von kremltreuen Kräften dominierte Oberhaus des Parlaments stimmte mit großer Mehrheit für die Ratifizierung des Vertrags zur Reduzierung strategischer Atomwaffen (START). Der US-Senat hatte sich bereits vor Weihnachten für das Abkommen ausgesprochen. Es verpflichtet Moskau und Washington, die Zahl ihrer nuklearen Sprengköpfe in den nächsten sieben Jahren von je 2200 auf 1550 zu reduzieren. Die Zahl der einsatzbereiten Trägersysteme soll auf je 700 mehr als halbiert werden.

WASHINGTON: Mit Haushaltseinsparungen und der Stärkung von Zukunftsbranchen will US-Präsident Obama sein Land aus der Krise führen. In einer Rede zur Lage der Nation kündigte Obama an, die Staatsausgaben für die nächsten fünf Jahre festzuschreiben sowie gezielt in Forschung, Bildung und ausgewählte Wirtschaftsbereiche zu investieren. So sollten bis 2035 rund 80 Prozent des Stroms aus sauberen Energiequellen stammen, wobei Obama hier auch die Kernkraft mit einschloss.

WASHINGTON: Angesichts der blutigen Proteste in Ägypten haben die USA Demonstranten und Staatsmacht gleichermaßen zum Verzicht auf Gewalt aufgerufen. Das Weiße Haus erklärte, die Regierung in Kairo müsse auf Proteste friedlich antworten, weil das Volk ein Recht auf freie Meinungsäußerung habe. Auch müssten politische, wirtschaftliche und soziale Reformen fortgesetzt werden.

KABUL: Nach massivem Streit mit den Abgeordneten hat der afghanische Präsident Karsai die konstituierende Sitzung des neuen Parlaments eröffnet. Gut vier Monate nach der Parlamentswahl kamen die 249 Volksvertreter in Kabul zum ersten Mal zusammen. Karsai wollte ursprünglich die Eröffnung um einen Monat verschieben, damit ein Sondertribunal Vorwürfen des Wahlbetrugs nachgehen kann. Die Abgeordneten hatten daraufhin gedroht, die Volksvertretung ohne den Staatschef zu eröffnen, obwohl er dafür laut Verfassung zuständig ist. Mit seinem Einlenken konnte Karsai eine Verfassungskrise in Afghanistan abwenden.

WIESBADEN: Die Importpreise sind im Dezember in Deutschland um 12 Prozent gegenüber dem Vorjahresmonat gestiegen. Dies sei die höchste Teuerungsrate seit Oktober 1981, teilte das Statistische Bundesamt in Wiesbaden mit. Im Jahresdurchschnitt 2010 stiegen die Einfuhrpreise um 7,8 Prozent gegenüber dem Vorjahr, wobei insbesondere die Preisentwicklung bei Energie, Rohstoffen und Nahrungsmitteln prägend war. - Trotz des hohen Anstiegs waren die Einfuhren aber immer noch günstiger als vor der Wirtschaftskrise. Die Preise beim Export deutscher Waren stiegen im vergangenen Jahr um 3,4 Prozent.

LOS ANGELES: Bernd Eichinger, Deutschlands berühmtester Filmproduzent, ist tot. Er starb im Alter von 61 Jahren in Los Angeles, wo er einen Herzinfarkt erlitt. Eichinger, der sich auch als Regisseur und Drehbuchautor einen Namen machte, produzierte in mehr als 30 Jahren rund 70 Filme. Der Durchbruch gelang ihm Anfang der 80er Jahre mit der Verfilmung des Bestsellers "Wir Kinder vom Bahnhof Zoo". Es folgten weitere Klassiker wie "Die unendliche Geschichte" und "Der Name der Rose".

DAS WETTER IN DEUTSCHLAND: Im Westen und Nordwesten zeitweise Auflockerungen und nur vereinzelt Schauer. Sonst stark bewölkt und zeitweise leichter Schneefall oder Schneeregen. Höchstwerte zwischen minus ein und plus fünf Grad.

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