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Nachrichten

Langsam gesprochene Nachrichten - 25.12.2010

Trainieren Sie Ihr Hörverstehen mit authentischen Materialien. Nutzen Sie die Nachrichten der Deutschen Welle von Samstag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.

ISLAMABAD: Bei einem Selbstmordanschlag im pakistanischen Stammesgebiet an der Grenze zu Afghanistan sind mindestens 40 Menschen getötet und mehr als 70 verletzt worden. Die Attentäterin sprengte sich in der Stadt Khar im Bajaur-Distrikt an einer Essensausgabe des UN-Welternährungsprogramms in die Luft. Die Organisation setzte daraufhin ihre Lebensmittelhilfe für die Region aus. Wegen der Kämpfe zwischen Taliban und Pakistans Armee in den Stammesgebieten sind tausende Menschen auf der Flucht und auf Nahrungsmittelhilfe angewiesen. Unterdessen teilten Behördenvertreter mit, dass bei Angriffen der Streitkräfte auf Verstecke von Aufständischen ebenfalls mehr als 40 Menschen getötet worden seien.

ABUJA: Bei einer Serie von Bombenexplosionen sind in Nigeria mindestens elf Menschen getötet worden. Verübt wurden die Anschläge in der Stadt Jos in der Mitte des Landes, wo es starke Spannungen zwischen Christen und Muslimen gibt. Durch religiös motivierte Gewalt starben dort in diesem Jahr bereits mehr als 500 Menschen.

BERLIN: Bei einem Anschlag im Norden Afghanistans ist ein deutscher Entwicklungshelfer getötet worden. Wie das Bundesentwicklungsministerium mitteilte, war das Fahrzeug des Deutschen nahe der Stadt Khaschkargan unter Beschuss genommen worden. Der Mann war für die KWF Entwicklungsbank tätig und sollte den Bau einer Straße koordinieren. Entwicklungsminister Niebel sprach von einem feigen Anschlag, der sich gegen die Interessen der Bevölkerung richte. Die Tat zeige zudem, wie gefährlich der Wiederaufbau in Afghanistan gerade auch für die ausländischen Helfer sei.

ROM: Im Rahmen der Weihnachtsfeierlichkeiten wird Papst Benedikt XVI. an diesem Samstag den traditionellen Segen "Urbi et Orbi" - der Stadt und dem Erdkreis - spenden und in zahlreichen Sprachen Weihnachtsgrüße aussprechen. Zu der Zeremonie werden erneut tausende Gläubige auf dem Petersplatz in Rom erwartet. Am Freitagabend hatte der Papst mit mehr als 10.000 Menschen im Petersdom die Christmette gefeiert und zu einem friedlichen Zusammenleben der Völker, zur Achtung der Menschenwürde und zu einem umfassenden Lebensschutz aufgerufen. Auch in Bethlehem kamen tausende Menschen zur Christmette in der St.-Katharinenkirche zusammen. Dabei betete der lateinische Patriarch von Jerusalem, Fuad Twal, für eine Verständigung im Nahen Osten und den Dialog der Religionen.

MÜNCHEN: Die beiden großen Kirchen in Deutschland haben an Heiligabend zu Solidarität und Einsatz für den Frieden aufgerufen. Christen sollten sich mit dem gleichen Engagement gegen Krieg und Zerstörung der Schöpfung einsetzen wie gegen eine Einteilung in wertes und unwertes Leben, forderte der Münchner Kardinal Marx. Ähnlich äußerte sich der Ratsvorsitzende der Evangelischen Kirche in Deutschland, Präses Schneider. Er beklagte, dass die Welt immer wieder darauf setze, mit militärischer Gewalt den Krieg, das Unrecht und den Terror zu überwinden.

BERLIN: SPD-Fraktionschef Steinmeier hat der schwarz-gelben Regierungskoalition Bedingungen für eine Zustimmung seiner Partei zur Hartz-IV-Reform genannt. Die Bundesregierung müsse das Bildungspaket nachbessern, die Regelsätze endlich transparent berechnen und sich beim Mindestlohn bewegen, sagte Steinmeier der "Bild am Sonntag". Nur so könne schnell eine Einigung bei den Hilfen für Langzeitarbeitslose erreicht werden. Der SPD gehe es nicht um ein bisschen mitregieren, sondern darum, aus einem verkorksten Gesetz etwas zu machen, das den Hartz-IV-Empfängern helfe, fügte Steinmeier hinzu.

BERLIN: Am ersten Weihnachtsfeiertag hat sich das Wetter in Deutschland vielerorts kaum beruhigt. Der Norden des Landes wurde noch einmal mit einer 30 Zentimeter dicken Schneedecke überzogen. Auch in anderen Landesteilen sorgten Schnee und Eis für Verkehrsprobleme. In Nordrhein-Westfalen meldete die Polizei an Heiligabend fast 1.000 witterungsbedingte Unfälle. Entspannt hat sich die Lage im Schienenverkehr. Es gebe kaum noch Streckensperrungen wegen vereister Oberleitungen, sagte ein Bahn-Sprecher.

DAS WETTER IN DEUTSCHLAND: Im Nordwesten trocken mit etwas Sonnenschein. Von Sachsen bis zum Oberrhein Schneefall. Tageshöchstwerte minus acht bis minus ein Grad.

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