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Nachrichten

Langsam gesprochene Nachrichten – 25.02.2011

Trainieren Sie Ihr Hörverstehen mit authentischen Materialien. Nutzen Sie die Nachrichten der Deutschen Welle von Freitag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.

TRIPOLIS: Die Lage in Libyen bleibt angespannt und unübersichtlich. Ausländische Söldner und bewaffnete Anhänger des libyschen Staatschefs al-Gaddafi gehen nach Augenzeugenberichten weiter gewaltsam gegen die Bevölkerung vor, vor allem in den Städten westlich der Hauptstadt Tripolis. Aus mehreren Orten wurden Tote und Verletzte gemeldet. So sollen beim Angriff auf eine Moschee in Al Sawija mehr als 20 Menschen getötet und Dutzende verletzt worden sein. Regierungsgegner und desertierte Armee-Mitglieder haben für diesen Freitag zu einem Marsch auf Tripolis aufgerufen, um Gaddafi zu vertreiben. Vor allem in den Städten im Osten des Landes hat das Regime die Macht vollständig verloren.

BUDAPEST: Angesichts des blutigen Vorgehens des Gaddafi-Regimes gegen die eigenen Landsleute, sucht die internationale Gemeinschaft zunehmend nach Möglichkeiten, dem Einhalt zu gebieten. NATO-Generalsekretär Rasmussen hat noch für diesen Freitag das höchste Entscheidungsgremium des Bündnisses zu einer Dringlichkeitssitzung einberufen, den Nordatlantikrat. Die NATO sei bereit, als Koordinator tätig zu werden, sagte Rasmussen im ungarischen Gödöllö bei Budapest. Die EU plant nach Angaben ihrer Außenbeauftragten Ashton ein Paket von Sanktionen. Reisebeschränkungen, Kontensperrungen und andere Maßnahmen würden geprüft, sagte Ashton. Außenminister Westerwelle erklärte, es komme bei Sanktionen gegen Gaddafi darauf an, jetzt zu handeln. Auch der UN-Sicherheitsrat und der UN-Menschenrechtsrat kommen zu Sondersitzungen über Libyen zusammen.

ISLAMABAD: Mutmaßliche Extremisten haben im Nordwesten Pakistans einen Nachschubkonvoi mit Treibstoff für die NATO-Einheiten in Afghanistan angegriffen und dabei mindestens vier Menschen getötet. Nach Angaben der Polizei stürmten mehr als ein Dutzend Angreifer einen Rastplatz nahe der Stadt Peshawar, auf dem der Konvoi geparkt war. Mindestens zehn Fahrzeuge seien bei dem Angriff in Flammen aufgegangen.

BERLIN: Die in zweimonatigen Verhandlungen zwischen Regierung und Opposition nachgebesserte Hartz-IV-Reform hat den Bundestag passiert. In namentlicher Abstimmung votierten Abgeordnete von CDU/CSU, FDP und SPD für das Vorhaben. Damit ist der Weg frei für die Schlussabstimmung im Bundesrat, ebenfalls an diesem Freitag. Auch hier gilt die Zustimmung als Sicher. Damit dürften rund 4,7 Millionen Hartz-IV-Empfänger rückwirkend zum Jahresbeginn fünf Euro mehr Geld erhalten, insgesamt 364 Euro. Anfang 2012 soll der Regelsatz weiter um drei Euro steigen. Zudem erhalten etwa 2,5 Millionen bedürftige Kinder Leistungen aus einem Bildungspaket.

BERLIN: Bahnreisende in Deutschland sind zum zweiten Mal in dieser Woche von Zugausfällen und Verspätungen betroffen. Die Gewerkschaft der Lokomotivführer hat ihre Mitglieder am Vormittag wieder zu mehrstündigen Warnstreiks aufgerufen. Regionale Schwerpunkte sind dieses Mal das Rhein-Main-Gebiet, Stuttgart und Hamburg. Aber auch in anderen Teilen Deutschlands kam es durch ausgefallene oder verspätete Züge im Fernverkehr zu massiven Behinderungen. Die Gewerkschaft will einheitliche Tarifstandards für die rund 26.000 Lokführer in der gesamten Bahnbranche durchsetzen.

WASHINGTON: Der europäische Luftfahrtkonzern EADS hat einen jahrelangen Bieterwettstreit mit dem US-Konkurrenten Boeing verloren. Dabei ging es um den lukrativen Auftrag der US-Luftwaffe zum Bau von insgesamt 179 Tankflugzeugen. Der Wert des Auftrags liegt bei rund 35 Milliarden Dollar. Das Verteidigungsministerium in Washington gab diese Entscheidung am Abend bekannt. Seit 2001 hatte es immer wieder juristische Streitereien um die Ausschreibung gegeben. Auch jetzt kann EADS die Entscheidung noch anfechten.

DAS WETTER IN DEUTSCHLAND: Im Westen und an den Alpen stark bewölkt und etwas Regen oder Schneeregen. Richtung Osten Auflockerungen und meist trocken. Höchstwerte minus vier bis plus zehn Grad.

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