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Nachrichten

Langsam gesprochene Nachrichten – 25.01.2011

Trainieren Sie Ihr Hörverstehen mit authentischen Materialien. Nutzen Sie die Nachrichten der Deutschen Welle von Dienstag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.

MOSKAU: Nach dem verheerenden Bombenanschlag auf dem Moskauer Airport Domodedowo hat Russlands Präsident Medwedew die Flughafenleitung verantwortlich gemacht. Es müsse "eindeutig Sicherheitslücken" gegeben haben, wurde Medwedew von der Nachrichtenagentur Interfax zitiert. Bei dem Anschlag am Montag waren mindestens 35 Menschen ums Leben gekommen. Weit über hundert wurden verletzt, darunter auch ein Deutscher. Die Explosion ereignete sich in der Ankunftshalle des Flughafens. Berichten zufolge sollen fünf bis sechs Kilogramm Sprengstoff detoniert sein. Die Behörden vermuten, dass es sich um einen Selbstmordanschlag militanter Islamisten handelte. Die Art entspreche der "üblichen" Vorgehensweise von Attentätern "aus dem Nordkaukasus", zitiert die russische Nachrichtenagentur RIA Nowosti aus Polizeikreisen.

BERLIN: Mitten in der Debatte um die Zustände auf der "Gorch Fock" und andere ungeklärte Vorkommnisse bei der Bundeswehr legt der Wehrbeauftragte des Bundestags, Königshaus, seinen Jahresbericht 2010 vor. Im Jahresbericht gibt der Wehrbeauftragte jeweils einen Überblick über Probleme, die er in den vergangenen Monaten bei Truppenbesuchen festgestellt hat und die ihm von Soldaten mitgeteilt wurden. Besondere Aufmerksamkeit ist dem FDP-Politiker gewiss, angesichts der von ihm ins Rollen gebrachten Affären um geöffnete Feldpost in Afghanistan, chaotische Zustände auf dem Segelschulschiff "Gorch Fock" und den Tod eines Bundeswehrsoldaten in Afghanistan bei Waffenspielen.

BERLIN: Bundeskanzlerin Merkel will die deutsche Entwicklungshilfe künftig stärker am Ziel ausrichten, den Empfängerländern wirtschaftliche Selbstständigkeit zu ermöglichen. Darauf sei in der Vergangenheit zu wenig Wert gelegt worden, sagte Merkel beim Neujahrsempfang für das Diplomatische Corps im Kanzleramt. Deutschland als wohlhabendes Industrieland habe in der Entwicklungspolitik eine besondere Verantwortung. Deshalb habe ihre Regierung selbst in der Wirtschaftskrise die Mittel für Entwicklungshilfe nicht gekürzt.

BERLIN: Bei ihren Verhandlungen über eine Neugestaltung der Bezüge von Langzeitarbeitlosen ist es Koalition und Opposition abermals nicht gelungen, eine Einigung zu erzielen. Ein Spitzengespräch mit Bundesarbeitsministerin von der Leyen wurde nach sechseinhalb Stunden vertagt. Fortschritte gibt es lediglich beim Bildungspaket, wie von der Leyen und die Verhandlungsführerin der Opposition, die SPD-Politikerin Schwesig, bestätigten. Es sei vereinbart worden, dass die Kommunen das Bildungspaket für bedürftige Kinder umsetzen sollen. Vor Ort seien die Bedürfnisse der Familien am besten bekannt. Umstritten bleibt vor allem die Höhe des Hartz-IV-Regelsatzes für Langzeitarbeitslose. Anfang Februar soll weiter verhandelt werden.

BEIRUT: Im Libanon ist es zu gewaltsamen Protesten gegen die mögliche Ernennung des Geschäftsmannes Mikati zum neuen Regierungschef gekommen. Dieser war von der pro-iranischen Schiiten-Bewegung Hisbollah vorgeschlagenen worden. Aus Protest dagegen blockierten Anhänger von Übergangsministerpräsident Hariri mehrere Straßen Beiruts und zündeten Autoreifen an. Auch in Tripoli und anderen Orten kam es zu Protestaktionen. Im Parlament kann Mikati voraussichtlich auf die Unterstützung von 65 der insgesamt 128 Abgeordneten bauen.

TUNIS: Die zweite Nacht in Folge haben Demonstranten in der tunesischen Hauptstadt einer nächtlichen Ausgangssperre getrotzt und gegen die Übergangsregierung protestiert. Hunderte Demonstranten blieben nach Inkrafttreten der Sperre vor dem Amtssitz von Ministerpräsident Ghannouchi versammelt. Die meisten Demonstranten sind aus ärmeren ländlichen Regionen zu den Protesten nach Tunis gekommen.

GENF: Trotz der anziehenden Wirtschaft bleibt die Arbeitslosigkeit laut einer Studie weltweit auf hohem Niveau. Auch in diesem Jahr sei nicht mit einer spürbaren Entspannung auf den Arbeitsmärkten zu rechnen, teilte die Internationale Arbeitsorganisation in Genf mit. Sie rechnet mit einer Arbeitslosenquote von 6,1 Prozent. Dies stehe in scharfem Kontrast zu Wirtschaftswachstum, Börsen, Welthandel und privatem Konsum.

DAS WETTER IN DEUTSCHLAND: Verbreitet Regen, der nach Südosten hin zunehmend in Schnee übergeht. Höchsttemperaturen zwischen null Grad am Alpenrand und sechs Grad am Niederrhein.

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