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Nachrichten

Langsam gesprochene Nachrichten – 24.02.2011

Trainieren Sie Ihr Hörverstehen mit authentischen Materialien. Nutzen Sie die Nachrichten der Deutschen Welle von Donnerstag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.

TRIPOLIS: In Libyen versucht Staatschef Gaddafi verzweifelt seine Machtposition zu retten. Regimetreue Truppen sollen die Stadt Sawija südwestlich der Hauptstadt Tripolis angegriffen haben. Das meldet der Nachrichtensender Al-Arabija unter Berufung auf Augenzeugen. Im staatlichen Fernsehen wurden die Regimegegner aufgefordert, ihre Waffen niederzulegen. Zugleich wurde ein Aufruf ausgestrahlt, Anführer des Widerstands bei den Behörden gegen Zahlung einer Belohnung zu denunzieren. US-Präsident Obama verurteilte die von al-Gaddafi befohlene bewaffnete Niederschlagung der Proteste als "skandalös und abscheulich". Die USA arbeiteten mit ihren Partnern daran, die Regierung von Machthaber Gaddafi zur Rechenschaft zu ziehen. UN-Generalsekretär Ban kündigte an, er wolle dafür sorgen, dass die Verantwortlichen vor ein internationales Gericht gestellt würden.

BERLIN: In Libyen halten sich nach Schätzungen der Bundesregierung noch 160 deutsche Staatsbürger auf, von denen zahlreiche ausreisen wollen. Eine Sprecherin des Auswärtigen Amtes teilte mit, man arbeite mit Hochdruck daran, sie mit Flugzeugen, Schiffen oder auf dem Landweg aus Libyen herauszubringen. Am Mittwoch hatten zwei deutsche Flugzeuge rund 120 Bundesbürger und andere Europäer von Tripolis aus ausgeflogen. - Tausende Chinesen und Bürger anderer Staaten wurden von zwei griechischen Fähren aus der libyschen Hafenstadt Bengasi evakuiert.

KAIRO: Außenminister Westerwelle hat Ägypten großzügige deutsche Hilfe auf dem weiteren Weg zur Demokratie zugesichert. Deutschland wolle dabei helfen, dass die demokratische Revolution wirklich erfolgreich für alle Menschen in Ägypten werde, sagte Westerwelle bei seinem ersten Besuch in Kairo nach dem Sturz von Präsident Mubarak. Der ägyptische Außenminister Abul Gheit bezeichnete den Demokratisierungsprozess in seinem Land als unumkehrbar.

BERLIN: Bundesinnenminister de Maizière hat sich gegen die Aufnahme von Flüchtlingen aus Nordafrika in die Europäische Union ausgesprochen. Die in den vergangenen Wochen nach Europa aufgebrochenen Flüchtlinge seien zumeist junge Menschen gewesen, die ihr wirtschaftliches Glück suchen würden, sagte de Maizière im Zweiten Deutschen Fernsehen. Dies aber sei nicht besonders schutzwürdig. - Die EU-Innenminister beraten an diesem Donnerstag über den Umgang mit Flüchtlingen im Mittelmeerraum vor dem Hintergrund der politischen Umwälzungen in Nordafrika.

BERLIN: Verteidigungsminister zu Guttenberg hat im Bundestag für die von der Regierung geplante Aussetzung der Wehrpflicht zum 1. Juli geworben. Die Verpflichtung zum Grundwehrdienst sei sicherheitspolitisch nicht mehr begründbar, sagte der CSU-Politiker bei der ersten Lesung des Gesetzes. - SPD-Chef Gabriel sprach sich für eine Verschiebung der Bundeswehrreform aus. Sie sei schlecht vorbereitet und stehe unter unnötigem Zeitdruck. Mit Blick auf die Plagiatsaffäre um Guttenbergs Doktorarbeit forderte Gabriel Bundeskanzlerin Merkel auf, den Minister zu entlassen. Am Mittwoch hatte die Universität Bayreuth Guttenberg den Doktortitel aberkannt. Dieser hat gravierende Fehler in der Dissertation eingeräumt, lehnt einen Rücktritt aber ab.

TEL AVIV: Nach einem Raketenangriff auf die israelische Stadt Beerscheva hat Israels Luftwaffe in der Nacht zahlreiche Ziele im Gazastreifen bombardiert. Eine israelische Militärsprecherin bestätigte, als Reaktion auf den Raketenbeschuss seien die umfassendsten Angriffe in dem Palästinensergebiet seit dem Gaza-Krieg vor gut zwei Jahren geflogen worden.

CHRISTCHURCH: Zwei Tage nach dem schweren Erdbeben auf der Südinsel Neuseelands haben die Einsatzkräfte kaum noch Hoffnung, weitere Überlebende unter den Trümmern zu finden. Die Zahl der tot geborgenen Opfer erhöhte sich nach Angaben der Polizei inzwischen auf 98. Mehr als 220 Menschen werden noch vermisst. Allein im zerstörten Gebäude eines Fernsehsenders in der Stadt Christchurch vermuten die Behörden zwischen 60 und 120 weitere Tote.

DAS WETTER IN DEUTSCHLAND: Im Osten und Südosten teilweise heiter oder sonnig. Sonst nach Westen hin wolkiger und vom Münsterland bis zum Südwesten etwas Schnee oder Regen. Tagestemperaturen zwischen minus vier Grad Celsius im Oderbruch und plus sechs Grad am Niederrhein.

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