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Nachrichten

Langsam gesprochene Nachrichten – 24.01.2011

Trainieren Sie Ihr Hörverstehen mit authentischen Materialien. Nutzen Sie die Nachrichten der Deutschen Welle von Montag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.

TUNIS: In der tunesischen Hauptstadt ist es bei neuen Protesten gegen die Übergangsregierung zu Auseinandersetzungen zwischen Polizisten und Demonstranten gekommen. Dabei setzte die Polizei Tränengas ein, um eine Menschenmenge vor dem Amtssitz von Ministerpräsident Ghannouchi zu vertreiben. Zuvor waren Demonstranten auf das Gelände des Regierungskomplexes vorgedrungen und hatten Fensterscheiben des Finanzministeriums zerstört. Die Proteste richten sich gegen den Verbleib von Vertrauten des gestürzten Staatschefs Ben Ali in dem Übergangskabinett.lassen.

BERLIN: Die SPD hat ihre Kritik an Bundesverteidigungsminister zu Guttenberg (CSU) wegen der Vorfälle auf dem Segelschulschiff "Gorch Fock" erneuert. Im Ersten Deutschen Fernsehen sagte SPD-Fraktionschef Steinmeier, Guttenberg habe von der Opposition im Bundestag Zurückhaltung bei der Forderung nach Konsequenzen gefordert. Der Minister selbst aber habe den Kapitän des Schiffes ohne Aufklärung entlassen, nachdem eine "große Boulevardzeitung" dies gefordert habe. Die Art und Weise, wie Guttenberg mit dem Parlament umgehe, sei "unverantwortlich", sagte Steinmeier. Auf der "Gorch Fock" war im vergangenen November eine Offiziersanwärterin aus der Takelage des Schiffes auf das Deck gestürzt und tödlich verletzt worden.

BERLIN: Im Kampf gegen die Krise des Euro drängt die EU-Kommission die Bundesregierung zu raschem Handeln. EU- Währungskommissar Rehn bekräftigte die Forderung nach einer sofortigen Verstärkung des Rettungsfonds für klamme Euro-Staaten. Die Beruhigung der Märkte in den letzten Wochen sei kein Grund, sich zurückzulehnen, sagte der EU-Währungskommisar der Tageszeitung "Die Welt". Die Bundesregierung hatte dagegen vor "Schnellschüssen" gewarnt. Am Dienstag kommt EU-Kommissionspräsident Barroso nach Berlin.

DOHA: Der arabische Nachrichtensender Al-Dschasira hat im Stil der Internet-Enthüllungsplattform Wikileaks eine angebliche Sammlung von Geheimdokumenten zu den Nahost-Friedensverhandlungen veröffentlicht. Daraus gehe unter anderem hervor, dass die Palästinenser unter Präsident Abbas zu weitreichenden Zugeständnissen in Bezug auf die Stadt Jerusalem bereit seien.

TEHERAN: Im Iran sind nach Berichten des Staatsfernsehens zwei Mitglieder der oppositionellen Volksmudschahedin hingerichtet worden. Sie waren im Zusammenhang mit den Anti-Regierungs-Protesten im Sommer 2009 festgenommen worden. Die Männer hätten einem von Großbritannien gelenkten Netzwerk angehört, das nach der Wiederwahl von Präsident Ahmadinedschad für Unruhe im Land habe sorgen sollen, hieß es weiter.

LISSABON: Bei der Präsidentenwahl in Portugal ist der konservative Amtsinhaber Cavaco Silva wiedergewählt worden. Nach amtlichen Angaben erhielt der 71-Jährige bereits im ersten Wahlgang rund 53 Prozent der Stimmen. Damit ist keine Stichwahl notwendig. Der sozialistische Herausforderer Alegre kam auf lediglich knapp 20 Prozent. Die Wahlbeteiligung lag bei 47 Prozent und war damit so niedrig wie noch nie bei einer Präsidentschaftswahl in Portugal seit dem Ende der Diktatur 1974.

DUBLIN: In Irland ist die Regierungskoalition von Premierminister Cowen geplatzt. Die Grünen beschlossen, das Bündnis mit Cowens konservativer Fianna-Fail-Partei zu verlassen. Damit hat der Regierungschef im Parlament keine Mehrheit mehr, einen Rücktritt lehnt er aber vorerst ab. - Die Grünen haben zwar die Regierung verlassen, wollen aber die Verabschiedung der Sparbeschlüsse aus der Opposition heraus unterstützen. - Diese sind eine Bedingung des Rettungspakets von Internationalem Währungsfonds und Europäischer Union in Höhe von 85 Milliarden Euro für das hochverschuldete Irland.

MANILA: Auf den Philippinen haben mutmaßliche kommunistische Rebellen bei einem Angriff fünf Polizisten getötet. Die Aufständischen hätten in der Stadt Rizal im Norden des Landes erst einen Sprengsatz gezündet und dann auf einen Polizeiwagen gefeuert, teilten die Behörden mit.

DAS WETTER IN DEUTSCHLAND: Vom Erzgebirge bis nach Ostbayern leichter Schneefall, sonst regnerisch. Höchstwerte null bis plus sechs Grad.

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