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Nachrichten

Langsam gesprochene Nachrichten – 23.12.2010

Trainieren Sie Ihr Hörverstehen mit authentischen Materialien. Nutzen Sie die Nachrichten der Deutschen Welle von Donnerstag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.

WASHINGTON: Nach langer heftiger Debatte hat der US-Senat den neuen START-Abrüstungsvertrag mit Russland ratifiziert. Bis zuletzt hatten Präsident Obama und seine Demokraten sich um Verbündete unter den oppositonellen Republikanern bemüht, um die nötige Zwei-Drittel-Mehrheit zu bekommen. Die Entscheidung fiel mit 71 zu 26 Stimmen. 13 Republikaner stimmten mit den demokratischen Senatoren, vier mehr als erforderlich. Das START-Abkommen sieht vor, dass die USA und Russland die Zahl ihrer Atomsprengköpfe auf jeweils maximal 1.550 reduzieren. Außerdem soll ein System zur gegenseitigen Überwachung des Waffenarsenals eingerichtet werden. Nun muss noch das Parlament in Russland dem Vertrag zustimmen. Das Unterhaus kommt am Freitag in Moskau zusammen.

ATHEN: Begleitet von Streiks und Protesten hat das griechische Parlament den umstrittenen Haushalt für das kommende Jahr verabschiedet. Er sieht eine Erhöhung der Mehrwertsteuer und weitere massive Ausgabenkürzungen vor. Alle 156 Abgeordneten der regierenden Sozialisten stimmten für die Vorlage. Gleichwohl kritisierten erstmals mehrere von ihnen, das Konzept würge die Wirtschaft ab. Der Umsatz im Einzelhandel war in diesem Jahr bereits um 40 Prozent eingebrochen. Athen will mit dem drastischen Kurs das Haushaltsdefizit auf 7,4 Prozent des Bruttoinlandsprodukts senken.

BERLIN: Die Bundesregierung hat einen Zeitungsbericht zurückgewiesen, demzufolge sie sich zur Rettung des Euro für eine umfassende neue Institution neben der Europäischen Zentralbank (EZB) einsetzt. Das in der "Süddeutsche Zeitung" erwähnte Positionspapier entstamme lediglich Überlegungen auf Arbeitsebene im Bundesfinanzministerium. Es stelle in keiner Weise die Position der Bundesregierung dar. Die Zeitung hatte berichtet, der neue Fonds solle Euroländern Nothilfen gewähren und sie zugleich dazu zwingen, nach strengen Regeln zu wirtschaften.

SEOUL: Die südkoreanischen Streitkräfte haben 30 Kilometer von der schwerbefestigten Grenze zu Nordkorea entfernt ein weiteres Manöver abgehalten. Vertreter der Militärs sprachen von der wichtigsten Übung in diesem Jahr. Sie wurde als Reaktion auf den nordkoreanischen Artilleriebeschuss der Insel Yeonpyeong angesetzt, bei dem vor einem Monat vier Südkoreaner getötet worden waren.

BRÜSSEL: Die Europäische Union hat den international nicht anerkannten Präsidenten der Republik Elfenbeinküste, Gbagbo, nochmals zu einem "unverzüglichen" Machtverzicht aufgefordert. Der Sieg von Oppositionsführer Ouattara bei der Präsidentenwahl könne nicht in Frage gestellt werden, betonte die EU-Außenbeauftragte Ashton. Mehrere EU-Länder, darunter Deutschland und Frankreich, empfahlen ihren Staatsbürgern inzwischen, die Elfenbeinküste zu verlassen.

LOS ANGELES: Heftiger Regen und Erdrutsche haben schwere Verwüstungen im Süden Kaliforniens verursacht. Häuser und Fahrzeuge wurden unter Schlammlawinen begraben, Straßen überflutet. Betroffen sind auch Vororte von Los Angeles. Gouverneur Schwarzenegger rief in sechs Bezirken des US-Bundesstaates den Notstand aus.

DÜSSELDORF: Fast ein Jahr nach der Erdbeben-Katastrophe in Haiti liegt noch knapp ein Drittel der Hilfsmittel der Bundesregierung auf Eis. Das berichtet die in Düsseldorf erscheinende "Rheinische Post". So hatte das Entwicklungsministerium für Haiti Mittel in Höhe von insgesamt rund 37 Millionen Euro zur Verfügung gestellt. Rund 25 Millionen davon sind bereits bewilligt oder ausgezahlt. Für die noch verbleibenden rund 12 Millionen Euro gibt es bislang keine konkrete Verwendung. In Haiti gestalte es sich schwierig, geeignete Partner für die Umsetzung der Hilfsmaßnahmen zu finden, erklärte das Ministerium.

FUSSBALL: Im Achtelfinale des DFB-Pokals spielten: Stuttgart - München 3:6; Aachen - Frankfurt 5:3 im Elfmeterschießen; Köln - Duisburg 1:2 und Wolfsburg - Cottbus 1:3.

DAS WETTER IN DEUTSCHLAND: Stark bewölkt mit Schneefall und Regen. Im Südosten auch einige Auflockerungen. Tageshöchsttemperaturen um null Grad Celsius in der Nordhälfte und bis zu acht Grad südlich des Mains. Zuletzt meldeten: Hamburg: minus 1 Grad; Berlin: 0 Grad; Dresden: 3 Grad Köln/Bonn: minus 1 Grad; Frankfurt am Main: 2 Grad und München: 0 Grad.

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