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Nachrichten

Langsam gesprochene Nachrichten – 23.01.2011

Trainieren Sie Ihr Hörverstehen mit authentischen Materialien. Nutzen Sie die Nachrichten der Deutschen Welle von Sonntag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.

BERLIN: Nach den Vorfällen auf dem Segelschulschiff "Gorch Fock" und dem Tod eines Soldaten in Afghanistan hat Verteidigungsminister Karl-Theodor zu Guttenberg eine Untersuchung von Regelverstößen in der Bundeswehr angeordnet. Der CSU-Politiker sagte der "Bild am Sonntag", er habe den Generalinspekteur beauftragt, eine Überprüfung in allen Teilstreitkräften vorzunehmen. Als Konsequenz aus dem Tod einer Offiziersanwärterin auf der "Gorch Fock" hat Guttenberg inzwischen den Kommandanten des Schiffes abgesetzt und die Rückkehr des Dreimasters nach Deutschland angeordnet. Die junge Frau, deren Mutter Strafanzeige wegen fahrlässiger Tötung erstattet hat, war aus der Takelage in 30 Metern Höhe abgestürzt. Nach dem Unglück soll es auf der "Gorch Fock" Auseinandersetzungen zwischen Mannschaft und Schiffsführung gegeben haben.

LISSABON: In Portugal hat die Präsidentenwahl begonnen. Den Umfragen zufolge steht der 71-jährige Amtsinhaber Aníbal Cavaco Silva vor einem klaren Sieg. Der Rechtsliberale ist seit 2006 Staatschef des von der Finanz- und Wirtschaftskrise stark getroffenen Landes. Als wichtigster Konkurrent Cavaco Silvas gilt der Sozialist Manuel Alegre, einer der renommiertesten portugiesischen Dichter. Er wird von der Sozialistischen Partei von Ministerpräsident José Sócrates unterstützt. - Insgesamt bewerben sich sechs Kandidaten um die Stimmen der knapp 9,7 Millionen Wahlberechtigten. Der portugiesische Präsident hat eher repräsentative Funktionen, wird aber als moralische Autorität geschätzt.

KABUL: Bei einem Bombenanschlag im Osten Afghanistans sind ein Soldat und ein Sanitäter aus Polen getötet worden. Der Sprengsatz sei in der Provinz Ghasni unter einem gepanzerten Fahrzeug explodiert, teilte die polnische Armee mit. In der südlichen Provinz Helmand starb ein Polizeichef durch eine Bombenexplosion, neun Polizisten erlitten Verletzungen. - Im Stammesgebiet Nord-Waziristan im Nordwesten Pakistans wurden mindestens sechs mutmaßliche Aufständische bei US-Drohnenangriffen getötet.

ISLAMABAD: Bei einem schweren Verkehrsunfall im Süden Pakistans sind mindestens 32 Passagiere eines Reisebusses verbrannt, darunter auch viele Kinder. Laut Polizei in der betroffenen Provinz Sindh prallte der Bus mit überhöhter Geschwindigkeit auf einen am Straßenrand geparkten Tanklastwagen und ging sofort in Flammen auf. Nur zehn Insassen hätten sich retten können. - Das Unglück ereignete sich in der Nähe der Stadt Nooriabad.

AMMAN: Für den Fall einer Wiederaufnahme der direkten Friedensgespräche mit Israel hat Frankreich den Palästinensern die Ausrichtung einer internationalen Geberkonferenz in Aussicht gestellt. Die französische Außenministerin Michèle Alliot-Marie mahnte nach einem Treffen mit Palästinenserpräsident Mahmud Abbas in Jordaniens Hauptstadt Amman zur Eile. Was heute möglich sei, werde in einigen Monaten vielleicht nicht mehr funktionieren, betonte sie. Der Frieden sei unabdingbar in dieser Region. Alliot-Marie bekräftigte die drei Prinzipien der französischen Nahost-Politik: Die Schaffung eines eigenen Palästinenserstaates, die Garantie der Sicherheit Israels und Jerusalem als Hauptstadt beider Staaten, in der es für alle freien Zugang zu den heiligen Stätten gebe.

MEXIKO-STADT: Im Nordosten Mexikos haben Soldaten zehn mutmaßliche Mitglieder eines Drogenkartells bei einem Feuergefecht getötet. Die Streitkräfte waren bei einer Patrouille im Bundesstaat Tamaulipas an der Grenze zu den USA auf ein Waffen- und Trainingslager des Kartells gestoßen. Die mexikanische Regierung hatte erst im November tausende Soldaten und Polizisten nach Tamaulipas und in den angrenzenden Bundesstaat Nuevo León geschickt, um den dortigen Drogenkrieg einzudämmen. In dem Gebiet kämpfen mindestens drei Kartelle um die Kontrolle der Drogenschmuggel-Routen in die USA. - Bei der Explosion einer Autobombe in der zentralmexikanischen Provinz Hidalgo starben vier Polizisten. Hidalgo gilt als wichtiger Drogen-Umschlagplatz.

ZUM FUSSBALL: Dortmund ist auf dem Weg Richtung Titel von Stuttgart gebremst worden. Die Westfalen kamen nicht über ein 1:1 gegen die Schwaben hinaus, sie führen aber weiter die Tabelle der 1. Liga souverän mit 13 Zählern Vorsprung an. Köln konnte im Abstiegskampf durch ein 3:0 gegen Bremen wichtige Punkte sammeln. Die übrigen Ergebnisse: München - Kaiserslautern 5 : 1 Hannover - Schalke 0 : 1 Mainz - Wolfsburg 0 : 1 und Freiburg - Nürnberg 1 : 1.

ZUM HANDBALL: Die deutschen Handballer haben bei der Weltmeisterschaft in Schweden einen perfekten Einstand in die Hauptrunde gefeiert. Zum Auftakt der zweiten Turnierphase bezwang das deutsche Team Island mit 27:24. Nächster Gegner ist Ungarn. -- Die Mannschaft von Bundestrainer Heiner Brand muss bei der WM mindestens Platz sieben erreichen, um am Olympia-Qualifkationsturnier 2012 teilnehmen zu können.

DAS WETTER IN DEUTSCHLAND: Stark bewölkt mit Regen oder Schneefall. Nur im Süden teilweise heiter. Tageshöchstwerte zwischen minus drei Grad und plus fünf Grad. Am Morgen meldeten: Hamburg: 2 Grad, Nieselregen; Berlin: 0 Grad, stark bewölkt; Dresden: minus 1 Grad, Eisregen; Köln/Bonn: 1 Grad, dunstig; Frankfurt am Main: minus 2 Grad, Schneefall und München: minus 7 Grad, wolkig.

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