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Nachrichten

Langsam gesprochene Nachrichten - 22.12.2010

Trainieren Sie Ihr Hörverstehen mit authentischen Materialien. Nutzen Sie die Nachrichten der Deutschen Welle von Mittwoch – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.

NEW YORK/ABIDJAN: UN-Generalsekretär Ban hat angesichts des Streits über den Ausgang der Präsidentenwahl in der Elfenbeinküste vor einem neuen Bürgerkrieg gewarnt. Schon jetzt gebe es Hinweise auf die Rekrutierung von Söldnern in Nachbarstaaten, sagte Ban in New York. Unterdessen schlug der abgewählte Präsident Gbagbo eine internationale Untersuchung des umstrittenen Wahlergebnisses vor. Die internationale Gemeinschaft hat den von der Wahlkommission zum Sieger erklärten Alassane Ouattara als Präsidenten der Elfenbeinküste anerkannt.

SEOUL: Zwei Tage nach einer Militärübung nahe der umstrittenen Seegrenze zu Nordkorea im Westen der Halbinsel hat der Süden mit seinem jährlichen Seemanöver an der Ostküste begonnen. Beteiligt sind sechs Kriegsschiffe sowie Hubschrauber. Ziel sei es, Reaktionen auf ein mögliches Eindringen nordkoreanischer U-Boote oder Patrouilleboote in südkoreanische Hoheitsgewässer zu proben, teilte die Armeeführung mit. Für Donnerstag kündigte Seoul ein weiteres Manöver unweit der Grenze zu Nordkorea an.

NEW YORK: Die UN-Vollversammlung hat dem Iran schwere und wiederholte Verletzungen der Menschenrechte vorgeworfen. In einer Resolution prangert das Gremium vor allem willkürliche Verhaftungen, Folter sowie entwürdigende Methoden wie Geißelung oder Amputationen an. Die Vereinten Nationen kritisieren zudem eine hohe und noch weiter steigende Zahl von Hinrichtungen - eine Strafe, die im Iran auch Minderjährigen drohen könne. Ebenso wird die Diskriminierung von Frauen als Kritikpunkt genannt.

FRANKFURT AM MAIN: Migranten in Deutschland sind nach einer Studie der Bertelsmann-Stiftung besser integriert als allgemein angenommen. Die "Frankfurter Rundschau" zitiert aus der Untersuchung. Danach wollen neun von zehn Befragten mit Migrationshintergrund beruflich weiterkommen. 41 Prozent der Männer mit Migrationshintergrund sehen Putzen, Kochen und Kindererziehung als gemeinsame Aufgabe von Paaren an. Auch wollten die meisten Befragten ihre Kinder am liebsten in der Kita oder in der Ganztagsschule betreuen lassen.

BRÜSSEL: Führende Abgeordnete des EU-Parlaments wollen das Verbot von herkömmlichen Glühbirnen in Europa zu Fall bringen. Der Vorsitzende des Industrie-Ausschusses, der CDU-Politiker Reul, forderte die EU-Kommission auf, das Glühbirnenverbot unverzüglich außer Kraft zu setzen. Brüssel müsse überprüfen, ob die als Alternative zur Glühbirne vorgesehene Energiesparlampe aufgrund der nachgewiesenen Gesundheitsgefahren überhaupt noch vertrieben werden dürfe. Das Umweltbundesamt hatte Anfang Dezember vor Gefahren durch das in Energiesparlampen verwandte Quecksilber gewarnt. Geht eine Energiesparlampe zu Bruch, so kann laut Erkenntnissen der Experten eine Quecksilberkonzentration im Raum freigesetzt werden, die den Richtwert von 0,35 Mikrogramm pro Kubikmeter um das Zwanzigfache überschreitet.

WASHNGTON: Der Internationale Währungsfonds IWF hat sein 2009 begonnenes Programm zum Verkauf von rund 400 Tonnen Gold - einem Achtel seiner Bestände - abgeschlossen. Alle Verkäufe seien zu Marktpreisen erfolgt, teilte der IWF in Washington mit. Mit den Erlösen soll die Kreditvergabekapazität für arme Länder erweitert werden. Gut 200 Tonnen hatten Indien, Mauritius und Sri Lanka dem Fonds abgekauft.

FRANKFURT AM MAIN: Die Situation am wichtigsten deutschen Flughafen in Frankfurt bleibt angespannt. Zwar wurden für diesen Mittwoch keine neuen Schneefälle angekündigt, doch müssen 3.500 gestrandete Passagiere zusätzlich zum normalen Passagieraufkommen untergebracht werden. Und dies bei einem noch immer chaotischen Flugplan, wie ein Sprecher des Airport-Betreibers Fraport erklärte. Die Lufthansa kündigte an, zu ihrem regulären Flugplan zurückzukehren. Am größten europäischen Flughafen London-Heathrow entspannt sich nach vier Tagen Chaos die Lage etwas. Der Airport will zwei Drittel der geplanten Flüge abwickeln. Mehrere tausend Menschen sitzen allerdings noch immer fest.

DAS WETTER IN DEUTSCHLAND: Wolkenreich. In der Westhälfte häufig Regen, im Norden Schneefall. Sonst bedeckt mit Auflockerungen und meist trocken. Höchstwerte minus drei bis plus acht Grad. Am Vormittag meldeten: Hamburg: -6 Grad, bedeckt; Berlin: -6 Grad, leichter Schneefall; Dresden: +1 Grad, dunstig; Köln/Bonn und Frankfurt am Main : +2 Grad, leichter Regen sowie München: +1 Grad, leichter Regen.

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