1. Inhalt
  2. Navigation
  3. Weitere Inhalte
  4. Metanavigation
  5. Suche
  6. Choose from 30 Languages

Nachrichten

Langsam gesprochene Nachrichten – 22.01.2011

Trainieren Sie Ihr Hörverstehen mit authentischen Materialien. Nutzen Sie die Nachrichten der Deutschen Welle von Samstag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.

BERLIN: Nach den Vorfällen auf dem Segelschulschiff "Gorch Fock" hat Verteidigungsminister zu Guttenberg (CSU) Konsequenzen gezogen und den Kommandanten des Schiffs abgesetzt. Außerdem ordnete er die sofortige Rückkehr des Dreimasters nach Deutschland an. Eine Kommission, darunter auch Bundestagsabgeordnete, werde untersuchen, ob die 'Gorch Fock' künftig noch als Ausbildungsschiff auf den Weltmeeren unterwegs sein sollte, kündigte der Minister in Medien an. Vorausgegangen waren Berichte über eine angebliche Meuterei nach dem Tod einer Soldatin auf dem Schiff. SPD-Fraktionschef Steinmeier forderte Guttenberg auf, etwaige Fehler persönlich zu tragen.

TIRANA: In Albanien eskaliert die politische Krise. Bei gewaltsamen Massenprotesten gegen die Regierung wurden mindestens drei Menschen getötet, etwa 55 wurden verletzt. Mehr als 20.000 Anhänger der sozialistischen Opposition hatten sich am Freitag im Zentrum von Tirana versammelt. Ministerpräsident Berisha beschuldigte die Opposition, sie wolle nach tunesischem Vorbild gewaltsam die Macht im Land übernehmen. Vertreter der EU, der USA und der Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa riefen die Bevölkerung zu Besonnenheit und Zurückhaltung auf.

BERLIN: Die Europäische Union will Tunesien bei den bevorstehenden Wahlen und beim Aufbau einer Demokratie unterstützen. Die EU-Außenbeauftragte Ashton sagte der Zeitung "Welt am Sonntag", derzeit werde an verschiedenen Maßnahmen gearbeitet, die dem Land beim Übergang helfen und die sozialen Probleme lindern sollten. Wichtig sei, dass es zu einem friedlichen Übergang zur Demokratie komme. Am Freitag hatte der umstrittene tunesische Ministerpräsident Ghannouchi klargestellt, dass er nur für die Phase des Übergangs zu demokratischen Strukturen als Regierungschef zur Verfügung stehe. Ghannouchi hatte schon der Regierung des gestürzten Präsidenten Ben Ali angehört.

ISTANBUL: Die fünf Vetomächte des Sicherheitsrats der Vereinten Nationen und Deutschland haben ihre Gespräche mit dem Iran über das umstrittene Nuklearprogramm des Landes fortgesetzt. Am Freitag war nach Angaben aus den Delegationen bis in die Nacht über mögliche Wege zu einer Entschärfung des Konflikts gesprochen worden. Zuvor hatte die Teheraner Delegation klargestellt, man werde auf keinen Fall Diskussionen über das Recht auf Urananreicherung zulassen. - Nach Erkenntnissen amerikanischer Wissenschaftler ist der Iran fähig, innerhalb eines Jahres genügend hoch angereichertes Uran für den Bau einer Atombombe zu produzieren.

PORT AU PRINCE: Wenige Tage nach seiner Rückkehr hat Haitis Ex-Diktator Jean-Claude Duvalier alias "Baby Doc" sein Bedauern über die Opfer seines Regimes in den 1970er Jahren zum Ausdruck gebracht. Er rief zu nationaler Versöhnung auf. Bei seiner ersten Pressekonferenz ließ er aber offen, was er mit seiner Heimkehr aus dem Exil inmitten der politischen Krise in Haiti bezweckt. Unter der Herrschaft Duvaliers waren bis zu 30.000 Menschen entführt, gefoltert und ermordet worden.

KUALA LUMPUR: Im Golf von Aden hat die Marine Malaysias mit Waffengewalt ein gekapertes Tankschiff aus der Gewalt von Seeräubern befreit. Sieben somalische Piraten seien gefasst worden, teilten die Behörden in Kuala Lumpur mit. Es werde erwogen, sie in Malaysia vor Gericht zu bringen. Marine-Soldaten hätten den Frachter gestürmt. Alle 23 Besatzungsmitglieder hatten sich schon bei der Kaperung in einen Schutzraum retten können. Dort setzten sie einen Notruf ab.

JUBA: Im Südsudan hat eine überwältigende Mehrheit für die Loslösung des Landesteils vom Norden gestimmt. Von den bisher ausgezählten Stimmzetteln hätten sich fast 99 Prozent der Wahlberechtigten für einen eigenen Staat ausgesprochen, teilte die für die Volksabstimmung verantwortliche Kommission mit. Mehr als 80 Prozent der abgegebenen Stimmen sind bisher ausgezählt. Rund vier Millionen Menschen hatten an sechs Tagen Gelegenheit, über die Zukunft der teilautonomen Region zu entscheiden.

DAS WETTER IN DEUTSCHLAND: Stark bewölkt mit nur wenigen Auflockerungen. Im Norden und Westen gelegentlich Regen oder Schnee. Temperaturen zwischen minus drei und plus fünf Grad Celsius. Am Vormittag meldeten: Hamburg: 1 Grad, Nebel; Berlin: minus 3 Grad, wolkig; Dresden: minus 2 Grad, dunstig; Köln/Bonn: 0 Grad, etwas Schnee; Frankfurt am Main: 0 Grad, wolkig und München: minus 4 Grad, nach Schneefall.

Die Redaktion empfiehlt