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Nachrichten

Langsam gesprochene Nachrichten – 21.02.2011

Trainieren Sie Ihr Hörverstehen mit authentischen Materialien. Nutzen Sie die Nachrichten der Deutschen Welle von Montag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.

HAMBURG: Nach zehn Jahren in der Opposition übernehmen die Sozialdemokraten in der Hansestadt wieder Regierungsverantwortung. Bei der vorgezogenen Bürgerschaftswahl erhielt die SPD nach dem vorläufigen Ergebnis 48,3 Prozent und damit die absolute Mehrheit. Erster Bürgermeister wird SPD-Spitzenkandidat Scholz. Die bislang regierende CDU um Bürgermeister Ahlhaus stürzte am Sonntag so stark ab wie nie zuvor bei einer Landtagswahl und verbuchte mit 21,9 Prozent ihr schlechtestes Ergebnis in der Geschichte des Stadtstaates. Die Grünen legten leicht auf 11,2 Prozent zu. Die Linke stagnierte bei 6,4 Prozent. Die FDP schaffte mit 6,6 Prozent erstmals nach sieben Jahren den Wiedereinzug ins Landesparlament.

BERLIN: Die Verhandlungsführer der schwarz-gelben Regierungskoalition haben sich nach wochenlangem Ringen mit der SPD auf einen Konsens zur Hartz-IV-Reform verständigt. Danach steigt das Arbeitslosengeld für Langzeitarbeitslose in zwei Stufen bis Anfang 2012 um insgesamt acht Euro plus einen an Inflation und Lohnentwicklung orientierten Aufschlag. In diesem Jahr wird der Regelsatz für die derzeit rund 4,7 Millionen erwachsenen Hartz-IV-Bezieher um fünf auf 364 Euro pro Monat angehoben, wie Sachsen-Anhalts Ministerpräsident Böhmer nach zehnstündigen Verhandlungen in Berlin mitteilte. Die Grünen waren zuvor aus den Gesprächen ausgestiegen. Zur Umsetzung des Bildungspakets für 2,3 Millionen arme Kinder bekommen die Kommunen bis 2013 zusätzlich 400 Millionen Euro jährlich, um damit Schulsozialarbeit oder Mittagessen in Horten zu finanzieren.

MÜNCHEN: Trotz Euro-Krise und steigenden Preisen bleibt die Stimmung in der deutschen Wirtschaft zuversichtlich. Die vom Münchner Institut für Wirtschaftsforschung (Ifo) befragten 7000 Unternehmen zeigten sich mit ihrer gegenwärtigen Geschäftslage zufrieden und beurteilten auch die Aussichten für die nächsten sechs Monate positiv. Der Ifo-Geschäftsklima-Index, das wichtigste deutsche Konjunkturbarometer, stieg auf 111,2 Punkte nach 110,3 Zählern im Januar.

KABUL: Bei einem Selbstmordanschlag in der nordafghanischen Provinz Kundus sind mindestens 28 Menschen getötet worden. Die Opferzahl könne aber weiter steigen, sagte der Polizeichef der Provinz. Der Gouverneur des betroffenen Bezirks sprach sogar von etwa 50 Toten. Dem Polizeichef zufolge sprengte sich der Attentäter vor einem Behördengebäude in die Luft. Vor dem Gebäude hätten Menschen Schlange gestanden, um ihre Ausweise abzuholen. In der Region hat die Bundeswehr das Oberkommando über die Soldaten der NATO-Truppe ISAF.

TRIPOLIS: Nach tagelangen blutigen Unruhen in Libyen hat Saif al Islam Gaddafi, Sohn des Staatschefs Muammar al-Gaddafi, Reformen versprochen. Der Präsidentensohn, der auch vor einem Bürgerkrieg warnte, wandte sich erstmals seit Ausbruch der Unruhen im Staatsfernsehen an die Bevölkerung. Augenzeugen hatten von "Massakern" an der Protestbewegung und bürgerkriegsähnlichen Zuständen gesprochen. Mehr als 200 Menschen sollen getötet worden sein. Nach einem Augenzeugenbericht haben die Unruhen in Libyen inzwischen eine neue Eskalationsstufe erreicht. In der Hauptstadt Tripolis stand einem Reuters-Reporter zufolge ein Regierungsgebäude in Flammen.

GENF: Eine internationale Koalition aus 24 Menschenrechtsgruppen hat von den Vereinten Nationen ein Eingreifen zum Schutz der Zivilbevölkerung in Libyen verlangt. In der in Genf veröffentlichten Resolution ist von schweren Kriegsverbrechen die Rede, die die Machthaber Libyens an ihrer eigenen Bevölkerung verübten.

STOCKHOLM: Die hundert größten Waffenhersteller der Welt haben 2009 Militärausrüstung im Gesamtwert von rund 300 Milliarden Euro verkauft. Trotz der anhaltenden Rezession sei der Umsatz im Waffengeschäft binnen eines Jahres um acht Prozent gestiegen, heißt es in einem veröffentlichten Bericht des schwedischen Friedensforschungsinstituts SIPRI. - Die meisten der 100 größten Rüstungsunternehmen haben ihren Sitz in den USA.

DAS WETTER IN DEUTSCHLAND: Im Norden öfter sonnig und trocken, sonst bewölkt mit etwas Regen oder Schneeregen. Höchstwerte minus fünf bis plus fünf Grad.

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