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Nachrichten

Langsam gesprochene Nachrichten – 21.01.2011

Trainieren Sie Ihr Hörverstehen mit authentischen Materialien. Nutzen Sie die Nachrichten der Deutschen Welle von Freitag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.

TUNIS: In Tunesien gilt ab heute eine dreitägige Staatstrauer für die Opfer des Volksaufstands. Bei den Unruhen, die vor einer Woche zum Sturz des Präsidenten Ben Ali führten, kamen nach Regierungsangaben 78 Menschen ums Leben. Die Vereinten Nationen sprechen von mehr als hundert Toten. Derweil wird das Land von einer Übergangsregierung um Ministerpräsident Ghannouchi regiert. Diese soll Neuwahlen organisieren. So wie die Schweiz will nun auch die EU das Vermögen des nach Saudi-Arabien geflüchteten Präsidenten Ben Ali sperren. Darauf verständigten sich nach Angaben von Diplomaten Vertreter von 27 Mitgliedstaaten am Donnerstag in Brüssel.

NOUAKCHOTT: Aus Angst vor gewaltsamen Unruhen wie in Tunesien hat der Präsident von Mauretanien, Abdel Aziz, eine Senkung der Preise für Grundnahrungsmittel um 30 Prozent angeordnet. In dem nordwestafrikanischen Land waren in der vergangenen Woche ebenfalls tausende Menschen aus Protest auf die Straße gegangen.

BERLIN: Die Bundesregierung sieht trotz vieler Mängel beim Wiederaufbau in Afghanistan auch Fortschritte. Entwicklungsminister Niebel (FDP) verwies in einer Regierungserklärung im Bundestag unter anderem auf die steigende Zahl von Schülern an den afghanischen Schulen, den Rückgang der Kindersterblichkeit und die wachsende Wirtschaft. Das Parlament berät an diesem Freitag auch über das neue Afghanistan-Mandat für die Bundeswehr. Der Einsatz soll um ein weiteres Jahr bis Februar 2012 verlängert werden.

BERLIN: Verteidigungsminister zu Guttenberg sieht in den jüngsten fragwürdigen Vorkommnissen bei der Bundeswehr kein generelles Versagen der Streitkräfte-Führung. Sollten sich die Vorwürfe bewahrheiten, so handele es sich aller Wahrscheinlichkeit nach um individuelles Fehlverhalten, sagte der CSU-Politiker der "Süddeutschen Zeitung". Das Segelschulschiff "Gorch Fock" liegt derzeit in Argentinien vor Anker, damit Marine-Ermittler den Fall einer angeblichen Meuterei nach dem Unfalltod einer Kadettin aufklären können. In vollem Gange sind nach Aussage Guttenbergs auch die Ermittlungen um das heimliche Öffnen von Feldpost aus Afghanistan und den Tod eines Bundeswehrsoldaten in Nordafghanistan. Die Staatsanwaltschaft untersucht, ob der Soldat beim Herumspielen mit geladenen Pistolen durch die Kugel eines Kameraden ums Leben kam.

ISTANBUL: In der Türkei hat eine neue Gesprächsrunde zum umstrittenen Atomprogramm des Iran begonnen. Die EU-Außenbeauftragte Ashton traf dazu den Teheraner Chefunterhändler Dschalili. Ashton vertritt Deutschland sowie die fünf Veto-Mächte im Weltsicherheitsrat USA, Russland, China, Frankreich und Großbritannien. Unter anderem soll die Islamische Republik die Anreicherung von Uran stoppen, die für den Bau einer Atombombe verwendet werden könnte.

HELSINKI: Wann Rumänien und Bulgarien in die grenzkontrollfreie Schengen-Zone aufgenommen werden, bleibt offen. Wie Deutschland und Frankreich befürwortet auch Finnland einen Aufschub des Beitritts, der ursprünglich für März geplant war. Europa-Ministerin Thors verwies in Helsinki darauf, beide Länder müssten zunächst konkrete Maßnahmen im Kampf gegen Korruption und Kriminalität ergreifen.

NEW YORK: Der US-Bundespolizei FBI ist nach eigenen Angaben der bisher größte Schlag gegen das organisierte Verbrechen gelungen. Bei zeitgleichen Razzien wurden in New York und umliegenden Bundesstaaten 127 mutmaßliche Mafiosi festgenommen, wie US-Justizminister Holder mitteilte. Alle "Fünf Familien" der Mafia in New York seien betroffen.

BERLIN: Bundeslandwirtschaftsministerin Aigner hat in Berlin die 76. Internationale "Grüne Woche" eröffnet. Nach dem jüngsten Dioxinskandal geht es für Bauern und Händler auch darum, das Vertrauen der Verbraucher zurückzugewinnen. Die Messe ist die weltweit größte Leistungsschau der Agrar- und Ernährungswirtschaft. Beteiligt sind mehr als 1.600 Aussteller aus über 50 Ländern.

DAS WETTER IN DEUTSCHLAND: Stark bewölkt, teils trüb, aber nur wenig Schnee, Schneeregen oder Regen. Höchstwerte minus drei bis plus vier Grad.

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