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Nachrichten

Langsam gesprochene Nachrichten - 20.12.2010

Trainieren Sie Ihr Hörverstehen mit authentischen Materialien. Nutzen Sie die Nachrichten der Deutschen Welle von Montag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.

SEOUL: Trotz massiver Drohungen Nordkoreas haben die Streitkräfte Südkoreas auf der grenznahen Insel Yonpyong eine rund einstündige Schießübung abgehalten. Eine direkte Reaktion Nordkoreas gab es bislang nicht. Die kommunistische Regierung in Pjöngjang hatte mit Militärschlägen gedroht, sollte Südkorea das Manöver abhalten. Vor einem Monat war die Insel Yonpyong während eines südkoreanischen Manövers von nordkoreanischer Artillerie beschossen worden. Vier Personen wurden getötet.

PJÖNGJANG: Nordkorea hat sich nach einem Bericht des US-Senders CNN bereiterklärt, wieder UN-Inspektionen seines Atomkomplexes zuzulassen. Dies hätten Vertreter des kommunistischen Landes dem US-Gouverneur Richardson mitgeteilt, der sich zu einem nicht-offiziellen Besuch in Pjöngjang aufhält. - Nordkorea hatte im April 2009 die Sechs-Länder-Gespräche über sein Atomprogramm abgebrochen und die UN-Inspekteure ausgewiesen.

MINSK: In der weißrussischen Hauptstadt haben Polizei und Geheimdienst im Zusammenhang mit Protesten gegen die Wiederwahl von Präsident Lukaschenko neben mehreren hundert Demonstranten auch oppositionelle Präsidentschaftskandidaten festgenommen. Nur zwei der neun Kandidaten seien noch auf freiem Fuß, meldete die Agentur AFP unter Berufung auf Mitarbeiter der Politiker. In anderen Berichten ist von mindestens vier Festnahmen die Rede. - Nach dem offiziellen Wahlergebnis wurde Lukaschenko mit 79,7 Prozent der Stimmen im Amt bestätigt. Die Opposition wirft dem autoritär regierenden Staatschef Wahlbetrug vor. An der Demonstration gegen den Präsidenten in Minsk beteiligten sich tausende Menschen.

LONDON: Die britische Polizei hat bei Razzien zwölf Terrorverdächtige festgenommen. Den Männern im Alter von 17 bis 28 Jahren werde vorgeworfen, an der Vorbereitung von Terroranschlägen beteiligt gewesen zu sein, teilte ein Polizeisprecher mit. Einzelheiten wurden noch nicht bekannt.

MEXIKO-STADT: Bei der Explosion einer Öl-Pipeline in Mexiko sind nach neuen Angaben mindestens 28 Menschen ums Leben gekommen und mehr als 50 verletzt worden. Über hundert Häuser in der Stadt San Martin Texmelucán seien zerstört oder schwer beschädigt worden, teilte die Regierung des Bundesstaates Puebla mit. Verursacht wurde das Unglück nach offiziellen Angaben vermutlich durch den Versuch von Öl-Dieben, die Pipeline anzuzapfen.

PRAG: Bayerns Ministerpräsident Seehofer ist im Rahmen seines Besuchs in Tschechien mit Regierungschef Necas zusammengetroffen. Seehofer will mit dem Besuch ein neues Kapitel in den bayerisch-tschechischen Beziehungen schreiben und die jahrzehntelange Eiszeit an der politischen Spitze überwinden. Das Verhältnis litt seit dem Ende des Zweiten Weltkriegs unter der Vertreibung von drei Millionen Sudetendeutschen, als deren Interessensvertretung sich die bayerische Landesregierung versteht. Seehofer war am Sonntag zum Auftakt des Besuchs mit dem tschechischen Außenminister Schwarzenberg zusammengetroffen. Es ist der erste offizielle Besuch eines bayerischen Ministerpräsidenten in Tschechien.

WIESBADEN: Die Schuldenlast von Bund, Ländern und Kommunen ist innerhalb eines dreiviertel Jahres um fast 100 Milliarden Euro gestiegen. Die öffentlichen Haushalte waren Ende September 2010 mit nahezu 1,8 Billionen Euro verschuldet. Das seien fast sechs Prozent mehr als Ende 2009 gewesen, teilte das Statistische Bundesamt in Wiesbaden auf der Basis vorläufiger Berechnungen mit. Damit trägt jeder Bundesbürger rein rechnerisch eine Schuldenlast von 21.882 Euro.

FRANKFURT AM MAIN: Schnee und Eis führen weiterhin zu chaotischen Zuständen im europäischen Luftverkehr. Tausende Passagiere mussten wegen gestrichener Verbindungen auch die Nacht zum Montag auf Flughäfen verbringen. Europas größter Flughafen, London-Heathrow, wurde nach anderthalbtägiger Schließung wieder geöffnet. Es müsse jedoch mit Flugausfällen und Verzögerungen gerechnet werden, hieß es. Auf dem Flughafen Frankfurt am Main wurden bereits knapp dreihundert der an diesem Montag geplanten 1300 Starts und Landungen abgesagt.

DAS WETTER IN DEUTSCHLAND: Im Süden und in der Mitte weiterhin Schnee und Regen, im Norden abziehender Schneefall, später Auflockerungen und trocken. Höchsttemperaturen zwischen minus sechs bis plus acht Grad Celsius.

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