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Nachrichten

Langsam gesprochene Nachrichten – 20.01.2011

Trainieren Sie Ihr Hörverstehen mit authentischen Materialien. Nutzen Sie die Nachrichten der Deutschen Welle von Donnerstag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.

TUNIS: In Tunesien sind alle noch amtierenden Minister des alten Regimes aus der RCD, der Partei des gestürzten Präsidenten Ben Ali, ausgetreten. Das meldete das tunesische Staatsfernsehen. Zuvor hatten bereits Übergangspräsident Mebazza und Ministerpräsident Ghannouchi die RCD verlassen. Mebazza sicherte in einer Fernsehansprache am Mittwoch einen "völligen Bruch mit der Vergangenheit" zu. Der langjährige Gefolgsmann Ben Alis kündigte zudem eine Trennung von Staat und Partei an. Damit meinte er die Regierungspartei RCD, die bei Opposition und Demonstranten als Symbol der Korruption und der Unterdrückung in Tunesien gilt. Sie fordern daher die Auflösung der Partei.

WASHINGTON: China ist nach den Worten seines Handelsministers Chen bereit, das Ungleichgewicht im Handel mit den USA durch Verhandlungen abzubauen. Der Kurs der Währung Yuan sei allerdings nicht die Ursache für dieses Ungleichgewicht, erklärte Chen in Washington. Er gehört zur Delegation des chinesischen Präsidenten Hu bei dessen USA-Besuch. Hu und US-Präsident Obama hatten zuvor auch große Differenzen in der Frage der Menschenrechte eingeräumt. Zur Überraschung seiner Gastgeber gestand Hu auf einer Pressekonferenz ein, dass China hier noch "eine Menge" tun müsse. Er betonte aber auch, dass er Obamas Definition universeller Menschenrechte nicht teile.

BERLIN: Bundeswirtschaftsminister Brüderle (FDP) hat die Steuersenkungen zu Beginn des vergangenen Jahres für das Wirtschaftswachstum von 3,6 Prozent verantwortlich gemacht. Die Steuerentlastung von 24 Milliarden Euro habe "gewirkt", sagte er in einer Regierungserklärung im Bundestag. Diese Summe umfasse ein Prozent des Bruttosozialproduktes und sei damit "konjunkturrelevant". Dagegen warf SPD-Fraktionschef Steinmeier der Bundesregierung "Selbstzufriedenheit" vor. Der derzeitige Aufschwung in Deutschland sei maßgeblich Folge einer mutigen Reformpolitik zur Mitte des Jahrzehnts, also in Regierungen mit sozialdemokratischer Beteiligung.

BERLIN: Nach dem tödlichen Sturz einer Offizieranwärterin im vergangenen November auf der "Gorch Fock", dem Segelschulschiff der deutschen Marine, werfen Kameraden den Ausbildern massiven Druck bis hin zur Nötigung vor. Es seien Eingaben von Besatzungsmitgliedern gemacht worden, aus denen hervorgehe, dass etwas im Argen liege, sagte ein Sprecher des Wehrbeauftragten Königshaus. Nach dem Vorfall kam es demnach zu Spannungen zwischen der Crew und der Schiffsführung, die daraufhin vier der Offiziersanwärter der Meuterei beschuldigte. Die Marine nahm inzwischen Ermittlungen auf. - Am 7. November 2010 war eine Kadettin bei einer Übung aus der Takelage auf das Deck gestürzt und wenig später in einem Krankenhaus gestorben.

PORT-AU-PRINCE: Nach der Rückkehr des früheren Diktators Duvalier nach Haiti möchte auch Ex-Präsident Aristide in sein Heimatland zurück. Die Menschen in Haiti sehnten sich insbesondere wegen der Herausforderungen nach dem verheerenden Erdbeben nach seiner Anwesenheit, heißt es in einer im Internet veröffentlichten Stellungnahme Aristides. Er lebt seit Jahren im Exil in Südafrika. Aristide war der erste gewählte Präsident Haitis, musste das Land aber 2004 nach Korruptionsvorwürfen und Unruhen verlassen. Duvalier und Aristide wollen offenbar von der derzeitigen politischen Krise in dem Karibikstaat profitieren.

MELBOURNE: Bei den verheerenden Überschwemmungen in Australien ist erstmals auch im südlichen Bundesstaat New South Wales ein Mensch ums Leben gekommen. Die Polizei fand die Leiche eines dreijährigen Jungen. Mit dieser Entdeckung stieg die Zahl der landesweiten Todesopfer der Überflutungen auf 33. Im Bundesstaat Queensland im Nordosten Australiens werden zudem noch zwölf Menschen vermisst.

DAS WETTER IN DEUTSCHLAND: Meist stark bewölkt, im Nordwesten auch Auflockerungen. Nach Osten und Süden hin gebietsweise leichter Schneefall. Höchstwerte zwischen minus zwei und plus fünf Grad. Am Morgen meldeten bei meist bedecktem Himmel: Hamburg: 0 Grad; Berlin: 2 Grad; Dresden und Köln/Bonn: 0 Grad; Frankfurt am Main: 2 Grad und München: minus 1 Grad.

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