1. Inhalt
  2. Navigation
  3. Weitere Inhalte
  4. Metanavigation
  5. Suche
  6. Choose from 30 Languages

Nachrichten

Langsam gesprochene Nachrichten - 19.12.2010

Trainieren Sie Ihr Hörverstehen mit authentischen Materialien. Nutzen Sie die Nachrichten der Deutschen Welle von Sonntag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.

KUNDUS: Einen Tag nach dem Truppenbesuch von Bundeskanzlerin Merkel in Nordafghanistan haben in Kundus vier Angreifer ein Rekrutierungsbüro der Armee gestürmt. Nach Angaben der Behörden wurden in der nordafghanischen Stadt fünf Sicherheitskräfte getötet. Drei Angreifer wurden erschossen, der vierte hat sich in dem Büro verschanzt. - In der Hauptstadt Kabul attackierten zwei Selbstmordattentäter einen Bus der Armee. Das Verteidigungsministerium teilte mit, fünf Offiziere seien getötet und neun verwundet worden. Zu beiden Anschlägen bekannten sich die Taliban. - Merkel hatte die deutschen Soldaten am Samstag im Feldlager bei Kundus besucht. Dort hatte sie so deutlich wie nie zuvor von einem Kriegseinsatz der Bundeswehr gesprochen.

NEW YORK: Die Vereinten Nationen (UN) werden ihre Soldaten nicht aus der Elfenbeinküste abziehen. Die Truppen würden ihr Mandat trotz der Aufforderung des abgewählten Staatschefs Ggagbo zum Rückzug erfüllen, sagte ein UN-Sprecher in New York. Die UN haben seit Ende des Bürgerkrieges 2003 rund 10.000 Soldaten in dem westafrikanischen Land stationiert und werden von französischen Einheiten unterstützt. Der Konflikt zwischen Gbagbo und seinem Herausforderer Ouattara über den Ausgang der Präsidentenwahl von Ende November war in den vergangenen Tagen eskaliert. Beide beanspruchen den Sieg für sich. Frankreich, die USA und die EU haben Gbagbo zum Rücktritt aufgefordert und andernfalls mit Sanktionen gedroht.

MINSK: In der früheren Sowjetrepublik Weißrussland ist die Präsidentenwahl angelaufen. Etwa sieben Millionen Menschen haben die Wahl zwischen dem autoritär regierenden Amtsinhaber Lukaschenko und neun Herausforderern. Der seit 1994 herrschende Präsident erwartet eine Zustimmung von mehr als 70 Prozent. Für den 56-Jährigen wäre dies bereits die vierte Amtszeit. Er wird oft als "letzter Diktator Europas" kritisiert. Beobachter räumen seinen Konkurrenten keine Chance ein. Die zerstrittene Opposition klagte im Vorfeld über Einschüchterungen und Repressionen. Lukaschenko-Gegner befürchten zudem Wahlfälschungen.

MOSKAU: Die ethnischen Spannungen in Russland nach dem Tod eines Fußballfans bei einem Streit mit Kaukasiern verschärfen sich. Aus Furcht vor neuen Straßenschlachten nahm die Polizei am Samstag landesweit rund 2.400 Ultranationalisten und Migranten in Gewahrsam. Allein in Moskau wurden mindestens 1.300 Menschen festgenommen. Die Polizei beschlagnahmte viele Messer, Baseballschläger und zwei Luftpistolen. Sowohl Ultranationalisten als auch Kaukasier hatten im Internet zu neuen Kundgebungen in Moskau aufgerufen.

BERLIN: Außenminister Westerwelle hat an die Regierung in Teheran appelliert, den zwei im Iran inhaftierten deutschen Reportern zu Weihnachten ein Treffen mit ihren Angehörigen zu ermöglichen. In der "Bild am Sonntag" forderte der Vizekanzler die iranische Regierung dazu auf, vor dem Hintergrund des christlichen Weihnachtsfestes, das auch in der islamischen Welt respektiert werde, ein Zeichen der Menschlichkeit zu setzen. Auch Spitzenvertreter der katholischen und der evangelischen Kirche in Deutschland wandten sich an den Iran mit der Bitte, die beiden inhaftierten Journalisten freizulassen.

SEOUL: Südkorea hat seine von Nordkorea scharf kritisierte Militärübung verschoben. Das Manöver werde wegen schlechten Wetters nicht planmäßig beginnen, teilte das Verteidigungsministerium in Seoul mit. Eine Absage des Vorhabens sei aber nicht geplant. Nordkorea hatte am Freitag angekündigt, den Süden erneut unter Beschuss zu nehmen, sollte dieser an der geplanten Artillerie-Übung mit scharfer Munition im Grenzgebiet festhalten. Ein neuer Schlag werde härter ausfallen als der von Ende November, als beim nordkoreanischen Granatenbeschuss der Insel Yeonpyeong vier Südkoreaner getötet worden.

DAS WETTER IN DEUTSCHLAND: In der Mitte wolkig, zeitweise Schneefall. Im Südwesten Regen, in Alpennähe sowie zur Küste hin längere Zeit freundlich. Höchstwerte zwischen minus zehn und plus drei Grad.

Die Redaktion empfiehlt

Audio und Video zum Thema