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Nachrichten

Langsam gesprochene Nachrichten – 19.02.2011

Trainieren Sie Ihr Hörverstehen mit authentischen Materialien. Nutzen Sie die Nachrichten der Deutschen Welle von Samstag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.

TRIPOLIS: Bei den Protesten gegen den libyschen Staatschef al-Gaddafi sollen nach Informationen von Human Rights Watch mindestens 84 Regierungskritiker getötet worden sein. Die Menschenrechtsorganisation beruft sich auf Angaben von Kliniken und Augenzeugen. Sie forderte die Führung in Tripolis auf, sowohl Angriffe von Sicherheitskräften auf Demonstranten als auch gewalttätige Übergriffe von bewaffneten Regierungsanhängern zu unterbinden. - Bei Zusammenstößen zwischen Gegnern und Anhängern der Regierung in Jemens Hauptstadt Sanaa wurde ein Student erschossen. In Bahrain lehnte die Opposition ein Gesprächsangebot von Kronprinz al-Chalifa ab. Die wichtigste schiitische Oppositionsbewegung El Wefak erklärte, vor einem Dialog müssten sich zunächst das Militär zurückziehen und eine Übergangsregierung gebildet werden. Am Freitag hatten Sicherheitskräfte in der Hauptstadt Manama das Feuer auf vorwiegend schiitische Demonstranten eröffnet. Dabei erlitten nach unterschiedlichen Angaben bis zu 95 Menschen Verletzungen.

BERLIN: Nach dem folgenschweren Angriff auf deutsche Soldaten in Afghanistan hat Verteidigungsminister zu Guttenberg davor gewarnt, die Zusammenarbeit mit der afghanischen Armee in Frage zu stellen. Wer dies tue, spiele dem Gegner in die Hände, sagte der CSU-Minister in Berlin. Allerdings berge dieses Miteinander auch Risiken. Am Freitag hatte ein afghanischer Soldat, der zur Sicherung eines deutschen Außenpostens in der Provinz Baghlan eingesetzt war, drei Bundeswehrsoldaten erschossen und sechs verwundet. Zwei von ihnen sind in einem kritischen Zustand. Der Angreifer wurde ebenfalls erschossen. Der Stützpunkt in Baghlan gehört zu den gefährlichsten der Bundeswehr am Hindukusch. 500 deutsche Soldaten sind dort stationiert.

BERLIN: Deutschland will den demokratischen Umbruch in Ägypten mit einem umfangreichen Paket unterstützen. Außenminister Westerwelle sagte der "Berliner Zeitung", das Wichtigste sei Hilfe bei der wirtschaftlichen Entwicklung. Die Bundesregierung will sich nach seinen Worten für eine internationale Zukunftskonferenz für Ägypten einsetzen. Außerdem will Berlin Unterstützung beim Aufbau der Zivilgesellschaft, bei der Schaffung einer unabhängigen Justiz und bei der Bildung anbieten. Angedacht seien auch Austauschprogramme für junge Menschen. Westerwelle, der in Kürze nach Kairo fliegt, betonte zugleich, es handele sich nur um Angebote für das nordafrikanische Land. Letztlich müssten die Ägypter selbst entscheiden, was aus ihrer Sicht sinnvoll sei.

LA PAZ: Mit einem Generalstreik haben die bolivianischen Gewerkschaften das südamerikanische Land weitgehend lahmgelegt. Der Protest richtete sich gegen steigende Lebensmittel- und Energiepreise. In den größeren Städten verkehrten kaum Autos, und die Krankenhäuser behandelten nur Notfälle. Auch viele Schulen blieben geschlossen. Bolivien ist eines der ärmsten Länder Lateinamerikas.

MOGADISCHU: Somalische Piraten haben im Indischen Ozean eine Jacht mit vier US-Bürgern an Bord gekapert. Das teilte die Vertretung Somalias bei den Vereinten Nationen in New York mit. Die Jacht gehört einem amerikanischen Rentnerpaar, das auf Weltreise ist. Wie weiter berichtet wurde, befand sich das Schiff zum Zeitpunkt des Überfalls rund 450 Kilometer vor der Küste Omans.

KÖLN: Mit dem Lied "Taken By A Stranger" wird Lena Meyer-Landrut im Mai für Deutschland beim Eurovision Song Contest in Düsseldorf antreten. Beim Finale des Vorentscheids in Köln wählten die Fernsehzuschauer den Elektropop-Song aus sechs Liedern aus. Lena hatte den Wettbewerb im Mai vorigen Jahres in Oslo mit dem Lied "Satellite" gewonnen.

ZUM SPORT: Der 1. FC Nürnberg bleibt in der Fußball-Bundesliga auf Erfolgskurs. Die Nürnberger besiegten Eintracht Frankfurt verdient mit 3:0. Die Frankfurter sind in der Rückrunde weiter ohne Erfolg und haben in diesem Jahr auch noch kein Tor erzielt.

DAS WETTER IN DEUTSCHLAND: In der Westhälfte aufgelockert und meist trocken. Sonst wolkig oder trüb mit etwas Regen. Höchstwerte minus drei bis plus neun Grad. Am Vormittag meldeten: Hamburg: -1 Grad, bedeckt; Berlin: -3 Grad, wolkig; Dresden: -3 Grad, leichter Schneefall; Köln/Bonn: +3 Grad, leichter Nebel; Frankfurt am Main: +2 Grad, Regen und München: +1 Grad, leichter Regen.

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