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Nachrichten

Langsam gesprochene Nachrichten – 19.01.2011

Trainieren Sie Ihr Hörverstehen mit authentischen Materialien. Nutzen Sie die Nachrichten der Deutschen Welle von Mittwoch – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.

BAGDAD: Der Irak wird erneut von einem schweren Bombenanschlag erschüttert. Ein Selbstmordattentäter steuerte in der Stadt Bakuba einen Krankenwagen mit Sprengstoff in ein Gebäude der Sicherheitskräfte. Bei der Explosion wurden nach amtlichen Angaben mindestens zwölf Menschen getötet und etwa 50 verletzt. Bakuba ist die Hauptstadt der Provinz Diyala, die bis 2008 als Hochburg der El-Kaida-Terroristen galt. - Derweil stieg die Zahl der Todesopfer des Selbstmordanschlags vom Dienstag in der Stadt Tikrit auf 65. Nach jüngsten Krankenhausangaben wurden 150 Menschen verletzt. Die Opfer sind vor allem Polizeianwärter.

KABUL: Bei einem Anschlag im Osten Afghanistans sind mindestens 13 Zivilisten getötet worden. Unter den Opfern seien Kinder und Frauen, teilte das Innenministerium in Kabul mit. Ihr Fahrzeug sei in der Provinz Paktia in eine Sprengfalle geraten.

WASHINGTON: US-Präsident Obama hat seinen chinesischen Kollegen Hu zu einem Abendessen im Weißen Haus empfangen. An dem Treffen nahmen auch Außenministerin Clinton und Obamas Sicherheitsberater Donilon teil. Hu wurde von zwei Beratern begleitet. Den viertägigen Staatsbesuch Hus will die US-Regierung dazu nutzen, die Beziehungen zu China zu verbessern. Beide Seiten würden mehr durch Zusammenarbeit als durch Konflikt gewinnen, sagte Clinton. Zwischen beiden Ländern gibt es Streit unter anderem um die chinesische Währung, den Handel, die Rüstung und die Menschenrechte.

NEW YORK: UN-Generalsekretär Ban Ki Moon hat die Tunesier aufgerufen, für freie und glaubwürdige Wahlen zu sorgen. Es müsse alles unternommen werden, um Frieden und Stabilität wiederherzustellen, sagte ein Sprecher Bans. Notwendig sei die Bildung einer Übergangsregierung, in der Mitbestimmung herrsche und die den Weg zu "rechtzeitigen und glaubwürdigen Wahlen" freimache. Am Dienstag war die neue Übergangsregierung in Tunesien nur einen Tag nach ihrer Bildung ins Wanken geraten. Die drei Gewerkschaftsvertreter im Kabinett erklärten ihren Rücktritt, ein Oppositionsführer setzte seine Mitarbeit aus.

BERLIN: Die Bundesregierung will sich auf europäischer Ebene dafür einsetzen, dass der gestürzte tunesische Staatschef Ben Ali und seine Vertrauten in EU-Ländern keinen Zugriff auf ihr Vermögen erhalten. Sie dürften in der Europäischen Union auch keine Zuflucht erhalten, sagte der Staatsminister im Auswärtigen Amt, Hoyer, dem Berliner "Tagesspiegel". Sollten Kontensperrungen oder Einreiseverbote erforderlich sein, würde Deutschland dies unterstützen.

PORT-AU-PRINCE: Die haitianische Justiz hat gegen den in seine Heimat zurückgekehrten Ex-Diktator Duvalier ein Ermittlungsverfahren wegen Korruption und Veruntreuung eingeleitet. Das teilte der leitende Staatsanwalt mit. Ein Untersuchungsrichter müsse nun entscheiden, ob ein Verfahren eröffnet werde. Duvalier alias "Baby Doc" war am Sonntag aus dem französischen Exil nach Haiti zurückgekehrt. Während seiner Herrschaft in Haiti soll der inzwischen 59-Jährige mehr als 100 Millionen Dollar Staatsgelder unterschlagen haben. Menschenrechtsorganisationen fordern zudem, Duvalier wegen Verbrechen gegen die Menschlichkeit während seiner Herrschaft in Haiti von 1971 bis 1986 vor Gericht zu stellen.

BERLIN: Die Bundesregierung erwartet im laufenden Jahr ein Wirtschaftswachstum von 2,3 Prozent. Das geht aus dem neuen Jahreswirtschaftsbericht hervor, den Ressortchef Brüderle an diesem Mittwoch offiziell vorstellt. Bislang hatte die Bundesregierung für 2011 einen Anstieg des Bruttoinlandsprodukts von 1,8 Prozent erwartet.

BERLIN: Das Bundeskabinett hat sich geschlossen hinter Verbraucherministerin Aigner (CSU) gestellt und ihren Aktionsplan gegen Dioxin in Futtermitteln gebilligt. Das verlautete aus Regierungskreisen. Das am Dienstag mit den Ländern vereinbarte 14-Punkte-Programm sieht unter anderem eine Dioxin-Meldepflicht für Labors, die Trennung von Futter- und Industrierohstoffen sowie einen Wettbewerb zwischen den Bundesländern um die besten Kontrollen vor.

DAS WETTER IN DEUTSCHLAND: Wechselnd bis stark bewölkt und gebietsweise Regen-, Schnee- und Graupelschauer. Höchstwerte zwischen zwei Grad auf Rügen und sieben Grad in Baden. Am Morgen meldeten: Hamburg: 4 Grad, dunstig; Berlin: 3 Grad, bedeckt; Dresden: 0 Grad, Schneefall; Köln/Bonn: 3 Grad, bedeckt; Frankfurt am Main: 4 Grad bedeckt und München: 3 Grad, leichter Regen.

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