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Nachrichten

Langsam gesprochene Nachrichten - 18.12.2010

Trainieren Sie Ihr Hörverstehen mit authentischen Materialien. Nutzen Sie die Nachrichten der Deutschen Welle von Samstag - als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.

KUNDUS: Zum Auftakt ihres Truppenbesuchs in Nordafghanistan hat Bundeskanzlerin Merkel der Toten des Einsatzes gedacht. Begleitet von Verteidigungsminister zu Guttenberg und dem Generalinspekteur der Bundeswehr, Wieker, besuchte sie den Ehrenhain im deutschen Feldlager in Kundus. Vor Bundeswehrsoldaten sagte sie danach, in Afghanistan herrschten "nicht nur kriegsähnliche Zustände". Die deutschen Soldaten seien in Kämpfe verwickelt, wie man sie im Krieg habe. Es ist Merkels dritter Besuch in Afghanistan nach 2007 und 2009. Ihr Blitzbesuch wird vom Tod eines jungen Soldaten überschattet, der kurz zuvor an einer Schusswunde starb. Die Bundeswehr sprach von einem wahrscheinlichen Unfall. Es habe in dem Außenposten in der Provinz Baghlan keine Gefechtssituation gegeben. Mit dem jüngsten Opfer kamen im Einsatz am Hindukusch bisher 45 deutsche Soldaten das Leben.

SEOUL: Südkorea hält trotz nordkoreanischer Drohungen an einem für die kommenden Tage geplanten Artillerie-Manöver mit scharfer Munition in den umstrittenen Gewässern im Gelben Meer vor der Insel Yeonpyeong fest. Die Streitkräfte seien vorbereitet, auf jedwede Provokation zu reagieren, erklärte der südkoreanische Generalstab. Die Führung in Pjöngjang drohte mit massiven Militärschlägen, falls der Süden an der Militärübung festhalte. China und Russland riefen beide Seiten auf, alles zu unterlassen, was die Spannungen erhöhen könnte. Dagegen erklärten die USA, Südkorea habe ein Recht auf das Manöver.

ISLAMABAD: Chinas Ministerpräsident Wen Jiabao weilt zu einem dreitägigen Besuch im Nachbarland Pakistan. Die Regierung in Islamabad erhofft sich von dem ersten Besuch eines chinesischen Regierungschefs seit fünf Jahren einen Anschub für seine angeschlagene Wirtschaft. Insgesamt sollen Verträge mit einem Volumen von 14 Milliarden Dollar unterzeichnet werden.

CARACAS: In Venezuela hat das Parlament Staatschef Chávez umfassende Sondervollmachten eingeräumt. Die Abgeordneten erteilten dem linksgerichteten Präsidenten das Recht, für die Dauer von 18 Monaten Dekrete mit Gesetzeskraft zu erlassen und damit weitgehend am Parlament vorbei zu regieren. Chàvez hatte erklärt, er benötige die Vollmachten, um Finanzhilfen für die Opfer der jüngsten Überschwemmungen und Erdrutsche schneller auf den Weg bringen zu können. Die Opposition sprach von einem Vorwand, dessen einziges Ziel Chávez Machterhalt sei.

WASHINGTON: Der Internationale Währungsfonds (IWF) hat Griechenland einen weiteren Sofortkredit in Höhe von 2,5 Milliarden Euro gewährt. Der stellvertretende IWF-Direktor Portugal sagte in Washington, das in einer schweren Schuldenkrise steckende Griechenland habe eindruckvolle Korrekturen an seinen öffentlichen Finanzen vorgenommen. Es sei auf dem Weg, den Vorgaben des im Mai gebilligten Rettungsprogramms zu entsprechen.

BERLIN: Die Arbeitgeber rechnen für das nächste Jahr mit einer anhaltend guten Konjunktur. Der Präsident der Bundesvereinigung deutscher Arbeitgeberverbände, Hundt, geht davon aus, dass das Wirtschaftswachstum bei deutlich über zwei Prozent liegen wird. Ende 2011 werde man wahrscheinlich wieder das Niveau vor der Wirtschaftskrise erreichen, sagte Hundt dem "Hamburger Abendblatt". Damit ist sein Verband optimistischer als die Bundesregierung. Sie geht von einem Wachstum von 1,8 Prozent im kommenden Jahr aus.

GELSENKIRCHEN: Zum Abschluss des Kulturhauptstadt-Jahres Ruhr.2010 ist in Gelsenkirchen eine 18 Meter hohe Herkules-Statue eingeweiht worden. Bei einem Festakt setzten Scheinwerfer die 23 Tonnen schwere Monumentalfigur in Szene. Der Aluminium-Koloss des Düsseldorfer Künstlers Markus Lüpertz steht auf dem 80 Meter hohen Turm der ehemaligen Zeche Nordstern. Die Statue ist neben dem Hermannsdenkmal im Teutoburger Wald und der Bavaria in München eine der größten öffentlichen Skulpturen in Deutschland. Vorbild ist der antike griechische Sagenheld Herakles, den die Römer Herkules nannten. Lüpertz sieht in der Sagengestalt einen "Problemlöser" und deswegen eine "gute Symbolfigur für das Ruhrgebiet".

DAS WETTER IN DEUTSCHLAND: Im Norden neblig-trüb. In den Mittelgebirgen wolkig mit Schneeschauern. Sonst örtlich Auflockerungen. Höchstwerte minus neun bis minus zwei Grad.

Hier finden Sie Wörter und Begriffe der Nachrichtensprache erklärt.

Audio und Video zum Thema