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Nachrichten

Langsam gesprochene Nachrichten – 18.02.2011

Trainieren Sie Ihr Hörverstehen mit authentischen Materialien. Nutzen Sie die Nachrichten der Deutschen Welle von Freitag– als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.

BERLIN: Auch im Regierungslager wird von Verteidigungsminister zu Guttenberg eine persönliche Erklärung zu den immer neuen Plagiatsvorwürfen im Zusammenhang bei seiner Doktorarbeit erwartet. Unmittelbar nach seiner Rückkehr aus Afghanistan hatte Bundeskanzlerin Merkel ihn einbestellt und Erläuterungen verlangt. Politiker aus Union und FDP warnten vor einer Vorverurteilung, legten Guttenberg aber eine "Entschuldigung" nahe. Aus der Opposition hieß es, sollten sich die Vorwürfe bewahrheiten, könne Guttenberg wegen fehlenden Vertrauens nicht Minister bleiben. Der Verteidigungsminister wird beschuldigt, Passagen seiner Doktorarbeit abgeschrieben und dies nicht kenntlich gemacht zu haben. Im Internet sind inzwischen mehr als 80 Fundstellen aufgelistet.

MANAMA: Im arabischen Königreich Bahrain haben mehrere tausend Menschen an der Beisetzung von zwei bei den Oppositionsprotesten getöteten Demonstranten teilgenommen. Die Toten waren in Nationalflaggen gehüllt. Am Rande des Trauerzuges wurden wieder Rufe gegen die Regierung laut. -- In Libyens zweitgrößter Stadt Bengasi übernahm die Polizei nach nächtlichen Protesten wieder die Kontrolle über die Straßen. Nach Angaben von Menschenrechtlern sollen bei mehrtägigen Protesten gegen den autokratisch herrschenden Staatschef Gaddafi in verschiedenen Städten des Landes insgesamt 24 Menschen getötet worden sein.

KAIRO: Knapp eine Woche nach dem Rücktritt des ägyptischen Präsidenten Mubarak sind drei seiner früheren Minister festgenommen worden. Ihnen werde Veruntreuung öffentlicher Gelder vorgeworfen, teilten Justizkreise in Kairo mit. In Gewahrsam genommen wurden die Ex-Minister für Bau und für Tourismus, Maghrabi und Garana, sowie der bei vielen Ägyptern verhasste ehemalige Innenminister Adli. - Zudem wurde der Stahlindustrielle und Mubarak-Vertraute Ahmed Ess wegen Korruptionsverdachts festgenommen.

BERLIN: Der Präsident des Bundesnachrichtendienstes (BND), Uhrlau, hat eingeräumt, dass auch der deutsche Geheimdienst vom Umsturz in Tunesien überrascht worden ist. Nicht erwartet habe man auch, "wie schnell dieser umfassende Kontroll- und Repressionsapparat ins Rutschen geraten" sei, sagte Uhrlau der Zeitung "Die Welt". Die aktuelle Lage in Tunesien und Ägypten bewertet der BND-Präsident als "überaus fragil". Entscheidend werde jetzt sein, dass die großen Erwartungen der Bevölkerung im revolutionären Umschwung realistisch blieben. Schon jetzt treibe die Not viele Menschen in die Flucht nach Europa.

KABUL: Im Osten Afghanistans hat ein Selbstmordattentäter eine Autobombe gezündet und mindestens acht Menschen mit in den Tod gerissen. Nach Polizeiangaben wurden bei dem Anschlag in der Nähe eines Kontrollpunkts in der Provinzhauptstadt Chost etwa 30 Passanten verletzt. Mehrere Häuser und Geschäfte wurden durch die Wucht der Explosion zerstört. - Die Provinz Chost an der Grenze zu Pakistan gilt als eine Hochburg radikal-islamischer Extremisten.

WASHINGTON: Das umstrittene US-Gefangenenlager Guantanamo auf Kuba wird nach den Worten von Verteidigungsminister Gates wohl doch nicht geschlossen. Vor einem Parlamentsausschuss in Washington verwies Gates auf den Widerstand im Kongress gegen eine Verlegung mutmaßlicher Terroristen in US-Gefängnisse. Zudem seien nur wenige Staaten bereit, Freigelassene aus Guantanamo aufzunehmen. - Derzeit befinden sich in dem Lager noch 172 Gefangene. - Präsident Obama hatte bei seinem Amtsantritt die Schließung von Guantanamo innerhalb eines Jahres angekündigt.

TOKIO: Japan hat den Walfang in der Antarktis vorzeitig für beendet erklärt. Grund dafür seien die ständigen Angriffe und Aktionen von Tierschützern gegen die Fangflotte, teilte das Fischereiministerium in Tokio mit. Die Tierschutzgruppe "Sea Shepherd" hatte den Walfang in den vergangenen Wochen stark behindert. - Seit 1986 besteht ein internationales Walfangverbot. Japan nutzt jedoch eine Ausnahmeregelung, die Walfang zu wissenschaftlichen Zwecken erlaubt. Tatsächlich werden die erlegten Tiere aber verzehrt.

DAS WETTER IN DEUTSCHLAND: Im Westen einige Auflockerungen. Sonst meist stark bewölkt oder neblig-trüb. Tageshöchstwerte zwischen minus zwei und plus acht Grad. --- In Alpennähe und in den östlichen Mittelgebirgen Niederschläge, teils auch als Schnee.

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