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Nachrichten

Langsam gesprochene Nachrichten – 18.01.2011

Trainieren Sie Ihr Hörverstehen mit authentischen Materialien. Nutzen Sie die Nachrichten der Deutschen Welle von Dienstag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.

TUNIS: Nach dem Sturz des tunesischen Präsidenten Ben Ali hat die neue Übergangsregierung ihre Arbeit aufgenommen. An ihr ist erstmals seit der Unabhängigkeit des Landes im Jahr 1956 die Opposition beteiligt. Drei prominente frühere Regimekritiker übernehmen Ministerposten. Allerdings werden die Schlüsselministerien von Weggefährten Ben Alis besetzt. Aus diesem Grund sind für den Tagesverlauf erneut Protestkundgebungen geplant. Ministerpräsident Ghannouchi will Neuwahlen voraussichtlich erst in sechs Monaten ansetzen, statt wie in der Verfassung vorgesehen binnen 60 Tagen. Das hatten viele Oppositionelle gefordert, um mehr Zeit zur Vorbereitung zu haben. Bei den tagelangen Massenprotesten, die zur Flucht Ben Alis führten, gab es nach jüngsten Angaben 78 Tote und knapp 100 Verletzte.

BAGDAD: Bei einem Selbstmordanschlag auf Polizei-Rekruten in der irakischen Stadt Tikrit sind mindestens 42 Menschen getötet worden. Mehr als 100 Menschen erlitten Verletzungen, als sich ein Attentäter mit einem Sprengstoffgürtel unter den wartenden Rekruten in die Luft sprengte. Ein örtlicher Behördenvertreter vermutete El-Kaida-Terroristen hinter der Tat. Nach dem Rückzug der US-Kampftruppen aus den irakischen Städten haben Extremisten vor allem einheimische Polizisten und Soldaten ins Visier genommen, um die Lage zu destabilisieren.

BERLIN: Die in der Botschaft Kroatiens in Deutschland entdeckte Handgranate ist nach neuen Angaben der Polizei funktionstüchtig gewesen. In dem am Montag in der Botschaft eingegangenen Paket habe sich auch ein Schreiben befunden. Dessen Inhalt werde noch geprüft. Die Hintergründe des versuchten Anschlags sind unklar.

FRANKFURT AM MAIN: Erstmals hat in Deutschland ein Prozess im Zusammenhang mit dem Völkermord im ostafrikanischen Ruanda begonnen. Vor dem Oberlandesgericht Frankfurt muss sich ein 53-jähriger Ruander verantworten. Er gehört der Volksgruppe der Hutu an. Ihm wird zur Last gelegt, im April 1994 als Bürgermeister einer Gemeinde im Norden Ruandas drei Massaker an Angehörigen der Volksgruppe der Tutsi angeordnet oder koordiniert zu haben. Dabei seien mindestens 3730 Menschen ermordet worden, heißt es in der Anklageschrift.

BERLIN: Der saarländische Ministerpräsident Peter Müller will nach Presseinformationen am kommenden Samstag seinen Rückzug aus der Politik bekanntgeben. Die "Frankfurter Allgemeine Zeitung" berichtet unter Berufung auf Koalitionskreise, Müller wolle seine Entscheidung auf einer Klausurtagung von CDU-Landesvorstand und Landtagsfraktion bekanntgeben. Es werde erwartet, dass Müller als Nachfolgerin Sozialministerin Kramp-Karrenbauer vorschlage.

BRÜSSEL: Die EU-Finanzminister beraten an diesem Dienstag über weitere Schritte zur Bekämpfung der Schuldenkrise in Staaten wie Griechenland und Portugal. Am Montag hatten die Ressortchefs der 17 Euro-Länder vereinbart, die gemeinsame Währung rasch mit einem umfassenden Maßnahmenpaket abzusichern. Damit sollen die nervösen Finanzmärkte beruhigt werden. Zu dem Paket gehört, den bis 2013 befristeten Rettungsfonds für wackelnde Mitgliedstaaten schlagkräftiger zu machen. Während die Europäische Zentralbank und Belgien den Rettungsschirm von 750 Milliarden Euro aufstocken wollen, treten Deutschland und andere Staaten auf die Bremse.

PEKING: Kurz vor dem USA-Besuch des chinesischen Präsidenten Hu haben amerikanische und chinesische Unternehmen Geschäfte in einem Volumen von 600 Millionen Dollar vereinbart. Die Regierung in Peking teilte mit, die Verträge seien in Houston unterzeichnet worden. An diesem Dienstag trifft Chinas Staats- und Parteichef Hu zu einem Staatsbesuch in Washington ein.

PRETORIA: Bei Überschwemmungen sind in Südafrika mindestens 40 Menschen ums Leben gekommen. Nach Angaben der Regierung in Pretoria mussten mehr als 6.000 Menschen ihre Häuser verlassen. In zahlreichen Gemeinden in sieben der neun südafrikanischen Provinzen gilt der Ausnahmezustand.

DAS WETTER IN DEUTSCHLAND: Oft stark bewölkt oder neblig-trüb. Im Norden gebietsweise etwas Regen. Höchstwerte zwischen drei Grad im Nordosten und zwölf Grad am Oberrhein.

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