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Nachrichten

Langsam gesprochene Nachrichten - 17.12.2010

Trainieren Sie Ihr Hörverstehen mit authentischen Materialien. Nutzen Sie die Nachrichten der Deutschen Welle von Freitag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.

BRÜSSEL: Bundeskanzlerin Merkel hat die EU-Staaten zu einer gemeinsamen Wirtschaftspolitik aufgefordert. Im Euroraum komme es nicht nur auf stabile Haushalte an, sagte Merkel vor den abschließenden Beratungen des EU-Gipfels. Nationale Vorhaben müssten stärker koordiniert werden. Am Donnerstag hatten sich die Regierungschefs auf eine Änderung des EU-Vertrags verständigt. Damit soll ab 2013 ein dauerhafter Rettungsschirm für überschuldete Staaten möglich werden. Am heutigen Freitag befassen sich die Teilnehmer des Gipfels unter anderem mit Außenpolitik. Die EU-Außenbeauftragte Ashton hat dazu einen Vorschlag für die Neugestaltung der Beziehungen zu den USA, Russland und China angekündigt. Außerdem soll die frühere jugoslawische Republik Montenegro den Status eines Beitrittskandidaten erhalten.

DUBLIN: Die Ratingagentur Moody's hat die Kreditwürdigkeit des hochverschuldeten Irland drastisch heruntergestuft. Trotz der Milliarden aus dem EU-Rettungsfonds bewertete Moody's das Land nur noch mit Baa1, fünf Stufen unter der bisherigen Note Aa2. Als Grund nannte die Agentur "wachsende Unsicherheiten" angesichts des Haushaltslage. Durch die Herabstufung dürften die Zinsen für neue Kredite am Kapitalmarkt weiter steigen. Zunächst kann Irland aber auf die 85 Milliarden Euro aus dem EU-Rettungsfonds zurückgreifen. In der vergangenen Woche hatte bereits die Ratingagentur Fitch Irlands Kreditwürdigkeit herabgestuft.

ATHEN: Die Streiks gegen die Sparpolitik in Griechenland dauern an. An diesem Freitag traten die Journalisten in einen zweitägigen Ausstand. Seit 06.00 Uhr Mitteleuropäischer Zeit gibt es in Radio und Fernsehen keine Nachrichten mehr. Die Sonntagszeitungen erschienen bereits in einer Notausgabe. Die Journalisten wollen damit auf die dramatische Lage der griechischen Medien unter der Finanzkrise aufmerksam machen. Außerdem wollen die Busfahrer und Zugführer für fünf Stunden die Arbeit niederlegen. Am Mittwoch hatte ein Generalstreik das öffentliche Leben in Griechenland fast komplett lahmgelegt.

WASHINGTON: Einen Tag nach dem US-Senat hat auch das Repräsentantenhaus den von Präsident Barack Obama mit den oppositionellen Republikanern ausgehandelten Steuerkompromiss gebilligt. Für die Vorlage stimmten 277 Abgeordnete, dagegen 148. Das Gesetz muss jetzt noch von Obama unterzeichnet werden, um in Kraft zu treten. Das Paket sieht eine Fortschreibung der zum Jahreswechsel auslaufenden Steuererleichterungen für alle Einkommensgruppen vor.

CANBERRA: Die australische Polizei hat ihre Ermittlungen gegen die Internet-Enthüllungsplattform Wikileaks eingestellt. Die Veröffentlichung von Depeschen der US-Diplomatie verstoße nicht gegen australisches Recht, sagte Premierministerin Gillard in Canberra. Australiens Justizminister McCellanland erklärte, die australische Justiz sei nicht zuständig. Wikileaks-Gründer Assange war am Donnerstag in London nach Zahlung einer Kaution unter Auflagen auf freien Fuß gesetzt worden.

BERLIN: Das Emirat Katar will seine Investitionen in die deutsche Wirtschaft aufstocken. Vor allem in die IT-Branche und in den Mittelstand werde sich sein Land einkaufen, sagte Wirtschafts- und Finanzminister Kamal der "Financial Times Deutschland". Derzeit liefen bereits Verhandlungen mit kleinen und mittleren Unternehmen. Kamal betonte, seine Regierung erwarte im Gegenzug ein Doppelbesteuerungsabkommen mit Deutschland sowie eine Ausweitung der Flugverbindungen. Die staatliche Qatar Holding verfügt Schätzungen zufolge über ein Anlagekapital von rund 100 Milliarden Euro.

BONN: Schnee und Eis haben auch am Freitagmorgen den Verkehr in Deutschland stark behindert. Ein in der Nacht verhängtes Fahrverbot für schwere Lastwagen wurde zwischenzeitig zwar wieder aufgehoben. Dennoch kam der Verkehr vielerorts nur schleppend wieder in Gang. Autofahrer steckten in kilometerlangen Staus fest. An den Flughäfen wurden hunderte Flüge abgesagt. Auch die Deutsche Bahn berichtete über Verspätungen und Zugausfälle.

DAS WETTER IN DEUTSCHLAND: Stark bewölkt und gebietsweise leichter Schneefall. Am Nachmittag sind zwischen Nordsee und Pfalz auch kräftige Schneeschauer möglich. Höchsttemperaturen zwischen minus sieben und plus zwei Grad.

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