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Nachrichten

Langsam gesprochene Nachrichten – 17.02.2011

Trainieren Sie Ihr Hörverstehen mit authentischen Materialien. Nutzen Sie die Nachrichten der Deutschen Welle von Donnerstag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.

MANAMA: In mehreren arabischen Ländern gehen die Proteste gegen die Staatsführung weiter. Im arabischen Königreich Bahrain wurden bei einem Polizeieinsatz gegen Demonstranten nach Agenturberichten mindestens drei Menschen getötet. Mehr als 20 Oppositionelle wurden nach Angaben von Ärzten zudem verletzt. Die Polizisten gingen mit Gummigeschossen, Tränengas und Schlagstöcken gegen die Demonstranten vor. -- In Libyen haben Oppositionelle im Internet für diesen Donnerstag zu einem "Tag des Zorns" aufgerufen. Am Mittwoch war es in mehreren Städten des Landes zu Zusammenstößen zwischen Demonstranten und der Polizei und Anhängern von Staatschef Gaddafi gekommen. In unbestätigten Berichten ist von vier Toten und zahlreichen Verletzten die Rede.

WASHINGTON: Die USA haben dem Irak angeboten, US-Truppen auch über das Jahr 2011 hinaus in dem Land stationiert zu lassen. Verteidigungsminister Gates sagte bei einer Anhörung im Kongress, der Irak stehe vor "Problemen", sollten die amerikanischen Streitkräfte wie geplant zum Jahresende abziehen. Die Iraker würden nicht in der Lage sein, ihren eigenen Luftraum zu schützen. Sie würden zudem Schwierigkeiten mit der Logistik und Instandhaltung bekommen. Er sei daher offen für Anfragen aus dem Irak, um eine "zusätzliche Präsenz" im Land zu halten, über der im Abkommen von 2008 mit dem Irak vereinbarten Höhe hinaus. Vereinbart ist, dass die USA von 2012 an nur noch 20.000 zivile Kräfte im Irak belassen.

KAIRO: Iranische Kriegsschiffe haben entgegen israelischen Befürchtungen nicht den Suez-Kanal Richtung Mittelmeer passiert. Auch für Freitag stehe kein iranisches Kriegsschiff auf der Warteliste, teilte die Kanalverwaltung mit. Nach einem Bericht des Nachrichtensenders Al-Arabija hinderte Ägypten zwei iranische Kriegsschiffe daran, den Suezkanal zu durchqueren. Israel hatte der iranischen Regierung vorgeworfen, sie wolle mit der Entsendung der Schiffe ins Mittelmeer provozieren.

DARESSALAM: In Tansania sind bei einer Reihe schwerer Explosionen in einem Munitionsdepot des Militärs mindestens 20 Menschen ums Leben gekommen. Der Ministerpräsident des südostafrikanischen Landes, Pinda, erklärte, betroffen sei ein Depot in der Wirtschaftsmetropole Daressalam. Unweit des internationalen Flughafens seien mehrere Häuser zerstört worden. Tausende von Bewohnern des Viertels seien in Sicherheit gebracht worden. Nach Krankenhaus-Angaben wurden 145 Menschen verletzt.

WIESBADEN: Noch nie hat es so viele Beschäftigte in Deutschland gegeben wie im vierten Quartal 2010. Über 41 Millionen Menschen waren angestellt oder gingen einer selbstständigen Tätigkeit nach, wie das Statistische Bundesamt mitteilte. Das waren ein Prozent mehr als noch ein Jahr zuvor und der höchste Wert in einem Quartal seit der Wiedervereinigung.

BERLIN: Bundesjustizministerin Leutheusser-Schnarrenberger hat die Aufklärung der Plagiatsvorwürfe gegen Verteidigungsminister Guttenberg gefordert. Aufgeregte Kommentare sollten genauso unterbleiben wie Vorverurteilungen, sagte die FDP-Politikerin dem "Hamburger Abendblatt". In Guttenbergs Dissertation gibt es nach Recherchen eines Bremer Juraprofessors mehrere Passagen, die wörtlich mit Formulierungen anderer Autoren übereinstimmen, ohne dass er dies, wie vorgeschrieben, gekennzeichnet hat. Der Minister hat den Vorwurf der Täuschung als abstrus zurückgewiesen.

LUBMIN: Der Atommüll-Transport aus der stillgelegten Wiederaufarbeitungsanlage Karlsruhe ist mit mehrstündiger Verspätung in Lubmin in Mecklenburg-Vorpommern angekommen. Der Zug brachte fünf Castor-Behälter mit 56 Tonnen radioaktivem Abfall in das Zwischenlager Nord. Entlang der gut 900 Kilometer langen Strecke quer durch Deutschland protestierten nach Angaben der Anti-Atom-Bewegung mehrere hundert Atomkraftgegner mit Mahnwachen und Gleisblockaden gegen den Transport und gegen die Atompolitik der Bundesregierung. Die Polizei hatte den Transport der Castor-Behälter mit mehreren tausend Beamten gesichert.

DAS WETTER IN DEUTSCHLAND: Im Westen Auflockerungen und trocken. Sonst dichte Wolkenfelder und besonders in der Mitte und im Nordosten Schnee oder Schneeregen. Temperaturen zwischen minus zwei und plus zehn Grad.

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