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Nachrichten

Langsam gesprochene Nachrichten - 16.12.2010

Trainieren Sie Ihr Hörverstehen mit authentischen Materialien. Nutzen Sie die Nachrichten der Deutschen Welle von Donnerstag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.

BERLIN: Außenminister Westerwelle hat in einer Regierungserklärung vor dem Bundestag angekündigt, dass die ersten deutschen Soldaten Ende 2011 aus Afghanistan abgezogen werden sollen. Deutschland verteidige am Hindukusch auch seine eigene Sicherheit, sagte der FDP-Chef. Deshalb sei der Einsatz richtig. Richtig sei aber auch, dass er nicht endlos dauern dürfe. Die SPD warf Westerwelle vor, er würde mit verschiedenen angekündigten Zeitpunkten zum Truppenabzug aus Afghanistan Unsicherheit und Durcheinander schaffen. -- Grundlage für die Regierungserklärung war der sogenannte Fortschrittsbericht zur Entwicklung am Hindukusch, den die Bundesregierung zu Beginn der Woche vorgelegt hatte. Darin zeichnet sie ein gemischtes Bild von der Entwicklung in Afghanistan.

WASHINGTON: Der US-Senat hat mit der abschließenden Debatte über die Ratifizierung des START-Abrüstungsvertrages mit Russland begonnen. Die Senatoren stimmten mit 66 zu 32 Stimmen dafür, den Vertrag zur Beratung ins Plenum einzubringen. Um das Abkommen zu billigen, ist in der Kammer eine Zweidrittelmehrheit nötig, also 67 Stimmen. Die Demokraten von Präsident Obama stellen aber nur 58 Senatoren. Obama hatte damit gedroht, die Senatoren erst nach einer Abstimmung über das im Frühjahr ausgehandelte Abkommen in die Weihnachtsferien zu entlassen. Der Vertrag sieht vor, die Zahl der atomaren Sprengköpfe innerhalb von sieben Jahren auf 1550 zu reduzieren.

WASHINGTON: Das US-Repräsentantenhaus hat mit breiter Mehrheit für ein Ende der Diskriminierung von Homosexuellen in der US-Armee gestimmt. 250 Abgeordnete sprachen sich für die Abschaffung der Richtlinie "Don't ask, don't tell" aus. Danach dürfen Soldaten und Soldatinnen nicht über ihre Neigungen sprechen, sie dürfen aber auch nicht danach gefragt werden. Die Regelung trage nicht zur nationalen Sicherheit bei, sagte die Vorsitzende des Repräsentantenhauses, Pelosi. US-Verteidigungsminister Gates zeigte sich erfreut und forderte den Senat zu einer baldigen Abstimmung auf.

ANKARA: In der Türkei müssen sich fast 200 aktive und ehemalige Offiziere wegen des Vorwurfs der Verschwörung gegen die amtierende Regierung vor Gericht verantworten. Unter den Beschuldigten sind auch der frühere Luftwaffenchef Firtina sowie Ex-General Dogan. Ihnen wird vorgeworfen, im Jahr 2003 einen Umsturz der islamisch geprägten Regierung von Ministerpräsident Erdogan geplant zu haben. Ziel sei es gewesen, eine Machtübernahme der Militärs vorzubereiten. Die Regierung hat in den vergangenen Jahren den politischen Einfluss der Militärs erheblich beschnitten. Im Falle einer Verurteilung drohen den Angeklagten Haftstrafen zwischen 15 und 20 Jahren.

NEW YORK: Iraks Außenminister Sebari hat die Aufhebung eines Teils der Sanktionen gegen sein Land, die noch aus der Zeit der Herrschaft Saddam Husseins stammen, begrüßt. Die Entscheidung des UN-Sicherheitsrates bedeute den Anfang vom Ende des Sanktionsregimes und der Einschränkung der irakischen Souveränität, sagte Sebari vor dem höchsten UN-Gremium. So kann das Land jetzt wieder Waffen jeglicher Art erwerben und Atomkraft zivil nutzen. Ab Mitte 2011 soll der Irak zudem die volle Kontrolle über die Einnahmen aus seinen Öl- und Gasfeldern zurückerhalten. Nach dem Votum des Weltsicherheitsrates bleiben allerdings die Sanktionen im Zusammenhang mit der Invasion in das Nachbarland Kuwait bestehen.

MÜNCHEN: Eines der größten deutschen Steuerstrafverfahren ist nach Informationen der "Süddeutsche Zeitung" gegen Zahlung der Rekordsumme von 50 Millionen Euro beendet worden. Davon entfielen auf die etwa 40 Beschuldigten - Mitarbeiter der früheren Liechtensteiner Bank LGT Treuhand - 3,65 Millionen Euro, die LGT Group und ihre frühere Tochter LGT Treuhand zahlten die restlichen rund 46 Millionen Euro, schreibt die Zeitung. Dafür seien alle Verfahren eingestellt worden. Sie waren durch den ersten Kauf einer CD mit gestohlenen Daten deutscher Kunden ausgelöst worden.

DAS WETTER IN DEUTSCHLAND: Von Nordwesten her aufkommende teils ergiebige Schneefälle. In tieferen Lagen auch Schneeregen mit Glatteisbildung. Tageshöchsttemperaturen zwischen minus acht und plus drei Grad.

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