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Nachrichten

Langsam gesprochene Nachrichten – 16.02.2011

Trainieren Sie Ihr Hörverstehen mit authentischen Materialien. Nutzen Sie die Nachrichten der Deutschen Welle von Mittwoch – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.

BERLIN: Neuer Chef der Bundesbank soll nach übereinstimmenden Agenturberichten Jens Weidmann werden. Der wirtschaftspolitische Berater von Bundeskanzlerin Merkel tritt damit die Nachfolge von Axel Weber an, der seinen Rückzug für Ende April angekündigt hatte. Der 42-jährige Weidmann wird der jüngste Chef in der Geschichte der Bundesbank. Die Opposition hatte gewarnt, ein Wechsel Weidmanns vom Kanzleramt zur Bundesbank gefährde die Unabhängigkeit der Notenbank. Ähnliche Befürchtungen waren auch bei der FDP laut geworden. Dagegen bezeichnete der Wirtschaftsweise Rürup den politisch erfahrenen Weidmann als "gute Besetzung".

BERLIN: Nach den Verhandlungen über ein Sanierungskonzept für die WestLB hat Finanzstaatssekretär Kampeter finanzielle Unterstützung vom Bund zugesagt. Allerdings liege die Verantwortung für Deutschlands drittgrößte Landesbank beim Land Nordrhein-Westfalen und den Sparkassen, sagte der CDU-Politiker im ARD-Fernsehen. Die WestLB könne im Kern als Zentralbank für die Sparkassen weitergeführt werden. Finde sich ein Käufer für die gesamte Bank, sei dies aber auch vernünftig. Die Sparkassen, das Land Nordrhein-Westfalen und der Bund hatten sich in der vergangenen Nacht darauf verständigt, der EU-Kommission mehrere Optionen für die Zukunft der schwer angeschlagenen WestLB vorzulegen: Komplettverkauf, Schrumpfung und Verbundbank für die Sparkassen. Damit liegt der Ball wieder im Feld der Brüsseler Wettbewerbshüter.

BERLIN: Innenminister de Maizière lehnt eine Aufnahme tunesischer Flüchtlinge in Deutschland strikt ab. Die Bundesregierung habe im vorigen Jahr rund 40.000 Asylbewerber aufgenommen, Italien dagegen nicht einmal 7000, sagte de Maizière im Zweiten Deutschen Fernsehen. Deutschland könne nicht die Probleme der ganzen Welt lösen, ergänzte der CDU-Politiker. De Maizière rief zugleich die Tunesier auf, sich nach dem Sturz ihres Präsidenten Ben Ali Mitte Januar am Aufbau demokratischer Strukturen zu beteiligen und nicht das Land zu verlassen. Mehr als 5000 Bootsflüchtlinge aus Tunesien hatten in den vergangenen Tagen die italienische Mittelmeerinsel Lampedusa erreicht.

TRIPOLIS: In der libyschen Hafenstadt Bengasi sind bei Zusammenstößen zwischen Anti-Regierungs-Demonstranten, Polizisten und Regierungs-Anhängern in der Nacht zum Mittwoch mindestens 14 Menschen verletzt worden. Nach Korrespondentenberichten wurden die Proteste durch die Festnahme eines regierungskritischen Anwalts ausgelöst, der später wieder freigelassen wurde. Die Demonstranten hätten Steine auf Polizisten geworfen, die Wasserwerfer, Tränengas und Gummigeschosse einsetzten.

PEKING: In China sind mehrere ausländische Journalisten angegriffen worden, als sie den unter Hausarrest stehenden Bürgerrechtler Chen Guangcheng in seinem Dorf in der ostchinesischen Provinz Shandong besuchen wollten. Betroffen waren Korrespondenten des US-Nachrichtensenders CNN, der "New York Times", von "Le Monde" und "Radio France Internationale". Der blinde Rechtsaktivist Chen und seine Frau Yuan waren nach Angaben von internationalen Menschenrechtsgruppen vergangene Woche von Beamten der Polizei und Staatssicherheit in ihrem Haus verprügelt worden. Zuvor hatte er in einem im Internet verbreiteten Video seinen Hausarrest angeprangert. Chen war erst im September nach Ablauf seiner vierjährigen Haftzeit entlassen worden.

TOKIO: Japan und Indien haben eine weitgehende Abschaffung von Zöllen und die Öffnung ihrer Märkte vereinbart. Der japanische Außenminister Maehara und der indische Handels- und Industrieminister Sharma unterzeichneten in Tokio ein entsprechendes Freihandelsabkommen. Es sieht vor, Zölle auf 94 Prozent der Handelsgüter zwischen beiden Ländern innerhalb von zehn Jahren abzuschaffen. Japan, das gerade von China als zweitgrößte Volkswirtschaft der Welt abgelöst wurde, will seinen Rückstand beim Freihandel aufholen.

ZUM FUSSBALL: Schalke 04 ist mit einer guten Ausgangsposition vom Achtelfinal-Hinspiel der Champions League aus Spanien zurückgekehrt. Der Bundesligist erreichte beim FC Valencia ein 1:1 unentschieden. Das Rückspiel findet am 9. März in Gelsenkirchen statt.

DAS WETTER IN DEUTSCHLAND: Meist starke, von der Mitte bis zum Südosten vorübergehend aufgelockerte Bewölkung. Nur im Norden noch leichter Schneefall oder gefrierender Regen, sonst überwiegend trocken. Höchsttemperatur minus ein bis zehn Grad. Am Vormittag meldeten: Hamburg: null Grad, stark bewölkt; Berlin: minus zwei Grad, wolkig; Dresden: minus ein Grad, stark bewölkt; Köln/Bonn: fünf Grad, wolkig; Frankfurt am Main: vier Grad, dunstig, sowie München: null Grad, Nebel.

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