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Nachrichten

Langsam gesprochene Nachrichten - 15.12.2010

Trainieren Sie Ihr Hörverstehen mit authentischen Materialien. Nutzen Sie die Nachrichten der Deutschen Welle von Mittwoch – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.

BERLIN: Die allgemeine Wehrpflicht soll zum 1. Juli kommenden Jahres ausgesetzt werden. Gleichzeitig soll die Bundeswehr um ein Viertel auf 185.000 Mann schrumpfen. Das beschloss das Bundeskabinett in Berlin. Im Verteidigungsfall lebt die Wehrpflicht aber automatisch wieder auf. Anstelle des Zivildienstes soll es künftig einen Bundesfreiwilligendienst geben, der in der Regel ein Jahr dauern soll. Die Regierung will rund 35.000 Männern und Frauen pro Jahr die Möglichkeit zur gemeinnützigen Arbeit bieten. Die Reform ist eine der tiefgreifendsten Veränderungen in der Geschichte der Bundeswehr.

BERLIN: Einen Tag vor dem EU-Gipfel in Brüssel gibt Bundeskanzlerin Merkel an diesem Mittwoch im Bundestag eine Regierungserklärung zur Euro-Krise ab. Dabei will sie die Abgeordneten von ihrem Kurs in der Euro-Krise überzeugen. Auf dem Gipfel in Brüssel wollen die Staats- und Regierungschefs über die Stabilisierung der europäischen Gemeinschaftswährung beraten. Den Vorschlag von Euro-Gruppenchef Juncker, gemeinsame europäische Staatsanleihen auszugeben, lehnt Deutschland ab. Luxemburgs Außenminister Asselborn warf Deutschland in der Zeitung "Die Welt" vor, in der Krise theatralisch zu agieren. Er betonte, die Bundesrepublik und Frankreich erhöben einen Machtanspruch, der eine gewisse Arroganz und Überheblichkeit ausdrücke.

AIX-EN-PROVENCE: Ein weiterer Castor-Transport mit hochradioaktivem Atommüll ist unterwegs nach Deutschland. Der im südfranzösischen Aix-en-Provence gestartete Zug wird am Nachmittag in der Bundesrepublik erwartet und soll am Donnerstag im Zwischenlager Lubmin in Mecklenburg-Vorpommern eintreffen. Die etwa 2.500 Brennstäbe stammen aus dem Kernforschungszentrum Karlsruhe und vom Atomschiff "Otto Hahn" und lagerten jahrelang in französischen Atomlaboren. Zahlreiche Polizeifahrzeuge und Sicherheitskräfte begleiten den Zug.

ATHEN: Ein Generalstreik hat in Griechenland das öffentliche Leben in vielen Bereichen lahmgelegt. Alle Flüge, Bahn- und Fährverbindungen wurden abgesagt, Krankenhäuser arbeiten nur mit einem Notdienst, die Schulen sollen geschlossen bleiben. Mit dem Ausstand protestieren die Gewerkschaften gegen die Arbeitsmarktreformen der griechischen Regierung, die das Parlament am Dienstagabend gebilligt hatte. Sie sehen unter anderem weitere Lohnkürzungen vor.

LONDON: Die Ratingagentur Moody's prüft eine weitere Senkung der Kreditwürdigkeit Spaniens. Dies teilte die Agentur in London mit. Derzeit hat das hoch verschuldete Land die Ratingnote "Aa1". Erst Ende September hatte Moody's Spanien die Bestnote "AAA" entzogen. Begründet wird die neuerliche Prüfung mit dem hohen Finanzbedarf des Euro-Landes. Zudem verweist Moody's auf die Möglichkeit zusätzlicher Belastungen des Staatshaushalts, sollte die Rekapitalisierung der heimischen Banken größer als erwartet ausfallen. An den Finanzmärkten kam der Euro nach der Ankündigung von Moody's spürbar unter Druck. Spanien gilt neben Griechenland, Irland und Portugal als eines der Sorgenkinder der Eurozone.

TEHERAN: Bei einem Selbstmordanschlag in der Stadt Schabahar im Südosten des Iran sind mindestens 36 Menschen getötet und bis zu 60 verletzt worden. Diese Zahlen nannten Vertreter des Roten Kreuzes. Das Attentat wurde nahe einer schiitischen Moschee während einer Zeremonie aus Anlass des Aschura-Festes verübt.

MOSKAU: Die Urteilsverkündung im zweiten Prozess gegen den ehemaligen russischen Ölunternehmer und Regierungskritiker Chodorkowski ist verschoben worden. Das Urteil des Moskauer Gerichts werde statt an diesem Mittwoch erst am 27. Dezember verlesen, hieß es in einer Erklärung der Justiz ohne nähere Begründung. Chodorkowski, Ex-Chef des Yukos-Konzerns, soll fast 220 Millionen Tonnen Öl abgezweigt und illegal weiterverkauft haben. In einem ersten Verfahren war er wegen Betrugs und Steuerhinterziehung bereits zu acht Jahren Haft verurteilt worden.

DAS WETTER IN DEUTSCHLAND: Überwiegend stark bewölkt, vor allem in der Osthälfte Deutschlands noch Schneefall. Tageshöchsttemperaturen zwischen minus acht Grad in Bayern und plus ein Grad im Rheinland.

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