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Nachrichten

Langsam gesprochene Nachrichten – 15.02.2011

Trainieren Sie Ihr Hörverstehen mit authentischen Materialien. Nutzen Sie die Nachrichten der Deutschen Welle von Dienstag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.

BRÜSSEL: Die Finanzminister der Europäischen Union beraten an diesem Dienstag über das mögliche Einfrieren von Konten der ehemaligen ägyptischen Führungsriege. Die französische Ressortchefin Lagarde bestätigte, dass Ägypten mehrere EU-Staaten um Kontensperrungen gebeten habe. Die Konten von Ex-Präsident Mubarak erwähnte sie nicht. Großbritannien prüft nach eigenen Angaben bereits Kontensperrungen. Die Schweiz hat die Vermögenswerte von Mubarak schon gesperrt. Entsprechende Bitten richtete Kairo auch an die USA. Aus Washington hieß es dazu, Konten von Mubarak seien nicht betroffen.

ROM: Angesichts tausender tunesischer Flüchtlinge auf der Mittelmeerinsel Lampedusa hat Italien die Europäische Union um Hilfe gebeten. Innenminister Maroni forderte von der EU-Kommission den Einsatz der EU-Grenzschutzagentur Frontex sowie finanzielle Unterstützung in Höhe von 100 Millionen Euro. Ministerpräsident Berlusconi erklärte, es handle sich um einen Notfall, der die ganze EU beträfe und entsprechend angegangen werden müsse. Nach dem Sturz des tunesischen Präsidenten Ben Ali Mitte Januar sind rund 5000 Tunesier auf die kleine Insel geflohen. Seit Montag trafen keine Migranten mehr auf Lampedusa ein. SPD und Grüne riefen unterdessen dazu auf, Flüchtlinge aus Nordafrika auch in Deutschland aufzunehmen.

MANAMA: Im Golfstaat Bahrain ist es bei der Beisetzung eines Demonstranten erneut zu Auseinandersetzungen mit der Polizei gekommen. Dabei wurde nach einem Bericht des arabischen Fernsehsenders Al-Dschasira ein weiterer Demonstrant getötet. Die Polizei habe den Trauerzug gewaltsam auflösen wollen und dabei Schüsse abgegeben, hieß es aus Oppositionskreisen. Das Innenministerium in Manama bestätigte inzwischen den Tod eines 22-Jährigen am Montag. Er hatte am sogenannten "Tag des Zorns" an einer Protestkundgebung gegen die Regierung teilgenommen.

BRÜSSEL: Der künftige Euro-Krisenfonds soll ab 2013 mindestens 500 Milliarden Euro an hochverschuldete Länder des Euroraums verleihen können. Das erklärte der Vorsitzende der Euro-Gruppe, Luxemburgs Ministerpräsident Juncker. Die Summe solle alle zwei Jahre überprüft werden. Hinzu kämen noch Beiträge des Internationalen Währungsfonds und freiwillige Leistungen von Nicht-Euro-Staaten. Der ständige Fonds ersetzt ab 2013 den dann auslaufenden Euro-Rettungsschirm. Der verfügt zwar über ein vergleichbares Volumen von 440 Milliarden Euro. Tatsächlich abrufbar sind aber nur gut 250 Milliarden, da ein Teil des Geldes als Sicherheit hinterlegt werden muss.

DÜSSELDORF: Die Krisengespräche zur Rettung der WestLB gehen an diesem Dienstag in die entscheidende Runde. Wenige Stunden vor Ende der EU-Frist erklärten die deutschen Sparkassen und Landesbanken ihre Bereitschaft, sich an einem Nachfolgeinstitut der Düsseldorfer Landesbank zu beteiligen. Der Beitrag der Sparkassen mache eine Einigung auf ein WestLB-Gesamtpaket bei der großen Krisenrunde am Nachmittag in Berlin wahrscheinlicher, sagte ein Verbandssprecher. Dort geht es dann um die Beiträge des Landes Nordrhein-Westfalen und des Bundes. Noch ist unklar, wer die Milliardenkosten für den WestLB-Umbau trägt. Für eine Einigung bleiben nur wenige Stunden, denn um Mitternacht muss in Brüssel ein Sanierungsplan für die WestLB vorgelegt werden.

WIESBADEN: Die deutsche Wirtschaft hat zum Jahresende 2010 an Schwung verloren. Durch den frühen Wintereinbruch legte das Bruttoinlandsprodukt (BIP) zwischen Oktober und Dezember nur noch um 0,4 Prozent zu, wie das Statistische Bundesamt errechnete. Im dritten Quartal hatte es noch ein Wachstum von 0,7 Prozent gegeben. Für das Gesamtjahr 2010 bestätigten die Statistiker ein Wirtschaftswachstum von 3,6 Prozent. Damit hat sich Deutschland im Rekordtempo aus der Krise gearbeitet, denn 2009 war die Wirtschaftsleistung um fast fünf Prozent abgestürzt. Für dieses Jahr sagen Volkswirte zwei bis drei Prozent reales Wachstum voraus.

DAS WETTER IN DEUTSCHLAND: Im Südosten ein Mix aus Sonne und Wolken. Sonst häufig stark bewölkt und gebietsweise Regen oder Schneeregen, nach Norden hin Schnee. Höchstwerte zwischen minus drei und plus zehn Grad.

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