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Nachrichten

Langsam gesprochene Nachrichten – 15.01.2011

Trainieren Sie Ihr Hörverstehen mit authentischen Materialien. Nutzen Sie die Nachrichten der Deutschen Welle von Samstag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.

TUNIS: In der tunesischen Hauptstadt herrscht nach der Flucht von Präsident Ben Ali Gewalt gespannte Ruhe. Nach Korrespondentenberichten riegelten Polizisten das Zentrum von Tunis ab. Cafes und Geschäfte blieben geschlossen. In der Nacht zum Samstag war es in der Stadt zu Ausschreitungen und Plünderungen gekommen. Marodierende Gruppen zogen durch die Straßen. Ministerpräsident Ghannouchi sprach im Staatsfernsehen von einem völligen Chaos. Ghannouchi fungiert nach Ben Alis Flucht auch als Übergangspräsident. Er kündigte für diesen Samstag Gespräche mit den politischen Parteien über das weitere Vorgehen an. - Der nach 23-jähriger autoritärer Herrschaft gestürzte Präsident Ben Ali wurde von Saudi-Arabien aufgenommen. Die frühere Kolonialmacht Frankreich hatte dem 74-Jährigen die Einreise nach Berichten aus Paris verweigert. Die Sozialproteste, die sich im Dezember an der hohen Arbeitslosigkeit in Tunesien entzündet hatten, waren in den vergangenen Tagen in einen offenen Aufstand gegen Ben Alis Regime umgeschlagen.

WASHINGTON: Nach dem Umsturz in Tunesien hat die internationale Gemeinschaft zu Ruhe und Gewaltlosigkeit aufgerufen. UN-Generalsekretär Ban forderte eine demokratische und friedliche Lösung in dem nordafrikanischen Land. US-Präsident Obama würdigte den, wie er formulierte, tapferen und entschiedenen Kampf der Bevölkerung Tunesiens für ihre Bürgerrechte. Bundeskanzlerin Merkel kündigte an, Deutschland wolle seinen Einfluss für eine friedliche Entwicklung in Tunesien geltend machen. - Die rund 6000 bis 8000 deutschen Urlauber in Tunesien werden von den Reiseveranstaltern in den kommenden Tagen zurückgeholt.

NEU DELHI: Bei einer Massenpanik während einer Pilgerreise von Hindus im Süden Indiens sind mehr als hundert Menschen ums Leben gekommen. Wie die Polizei im Unionsstaat Kerala mitteilte, wurde die Panik ausgelöst, als ein Bus in einem Waldstück in eine Gruppe von Pilgern raste. Die Menschen waren auf dem Rückweg von einem Besuch des hinduistischen Sabarimala-Schreins gewesen.

BERLIN: Der Präsident der Europäischen Zentralbank, Trichet, hat die Staaten der Euro-Zone zu einem strikten Sparkurs aufgerufen. Er erwarte von den Regierungen, dass sie enorme Anstrengungen unternähmen, um Schulden abzubauen, sagte Trichet der Online-Ausgabe der "Bild"- Zeitung. - Die Gemeinschaftswährung sei glaubwürdig und stabil, betonte der EZB-Chef. Es gebe keine Euro-Krise, sondern eine Krise der Staatsfinanzen einzelner Euro-Länder.

BUDAPEST: In Ungarn haben etwa 10.000 Menschen vor dem Parlament in Budapest gegen das umstrittene Mediengesetz demonstriert. Zu der Kundgebung am Freitagabend hatten Nutzer der Internet-Plattform Facebook aufgerufen. In einer öffentlich verlesenen Erklärung verlangten die Demonstranten eine grundlegende Änderung des Mediengesetzes. Die EU-Kommission prüft das Gesetz derzeit auf seine Vereinbarkeit mit europäischem Recht.

BERLIN: Die deutsche Wirtschaft steht nach Einschätzung der Bundesregierung vor einem weiteren Erfolgsjahr. Wie die "Süddeutsche Zeitung" unter Hinweis auf den Jahresbericht schreibt, den das Kabinett am Mittwoch verabschieden will, rechnet Bundeswirtschaftsminister Brüderle jetzt mit einem Wirtschaftswachstum von bis zu 2,4 Prozent. Neben der Exportindustrie wird auch der private Konsum als Konjunkturmotor genannt.

SAN FRANCISCO: Das Online-Lexikon Wikipedia feiert seinen zehnten Geburtstag. Am 15. Januar 2001 ging die erste Website der Online-Enzyklopädie ins Netz. Seitdem haben ehrenamtliche Autoren Millionen von Artikeln geschrieben - in der deutschen Ausgabe sind derzeit 1,2 Millionen verzeichnet, in der englischen mehr als 3,5 Millionen. Betrieben wird Wikipedia von einer Non-Profit-Organisation mit Sitz in San Francisco.

ZUM SPORT: In der 1. Fussball-Bundesliga ist Dortmund souverän in die Rückrunde gestartet. Der Tabellenführer gewann 3:1 in Leverkusen. Dortmund liegt damit nun schon 13 Punkte vor Mainz und Leverkusen.

DAS WETTER IN DEUTSCHLAND: Wechselnd bis stark bewölkt, teils Regen. Im Süden auch sonnige Abschnitte. Es bleibt mild mit Tageshöchstwerten von fünf bis 13 Grad.

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