1. Inhalt
  2. Navigation
  3. Weitere Inhalte
  4. Metanavigation
  5. Suche
  6. Choose from 30 Languages

Nachrichten

Langsam gesprochene Nachrichten - 14.12.2010

Trainieren Sie Ihr Hörverstehen mit authentischen Materialien. Nutzen Sie die Nachrichten der Deutschen Welle von Dienstag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.

WASHINGTON: Die US-Regierung und viele weitere Länder haben die Verdienste des verstorbenen amerikanischen Spitzendiplomaten Richard Holbrooke gewürdigt. Außenministerin Clinton sagte, die USA hätten einen ihrer entschiedensten Verteidiger verloren. Bundesaußenminister Westerwelle wies vor allem auf die Verdienste Holbrookes um die Afghanistan-Politik hin. Der afghanische Präsident Karsai äußerte sich dagegen nur in einer knappen Mitteilung und nannte Holbrookes Tod betrüblich. Das Verhältnis zwischen Karsai und dem US-Sondergesandten für Afghanistan und Pakistan galt als angespannt. Holbrooke war in der Nacht zum Dienstag 69-jährig an den Folgen eines Risses der Hauptschlagader gestorben. Internationale Anerkennung hatte er sich vor allem als Architekt des Dayton-Abkommens von 1995 erworben, mit dem der Bosnien-Krieg beendet wurde.

ROM: Das italienische Parlament entscheidet an diesem Dienstag über die politische Zukunft von Ministerpräsident Berlusconi und seiner Mitte-Rechts-Regierung. Berlusconi will im Senat die Vertrauensfrage stellen. In der Abgeordnetenkammer muss er sich einem Misstrauensantrag stellen. Sollte er in einer der Kammern scheitern, müsste er zurücktreten. Präsident Napolitano könnte dann vorgezogene Wahlen ausschreiben. Vor allem in der Abgeordnetenkammer wird mit einem knappen Ergebnis gerechnet.

BERLIN: Verteidigungsminister zu Guttenberg hat sich gegen Kritik an seiner Reise nach Afghanistan verteidigt. Er tue das, was er für richtig halte, um den Soldaten die Anerkennung und Aufmerksamkeit zu verschaffen, die sie verdienten, sagte er "Spiegel Online". Guttenberg hatte am Montag zusammen mit seiner Ehefrau Stephanie die deutschen Truppen besucht. Er wurde auch von TV-Moderator Kerner begleitet, der mit zu Guttenberg eine Talksendung aufzeichnete. SPD, Grüne und Linke warfen dem Minister Selbstinszenierung vor. Auch aus der FDP kamen kritische Töne.

JERUSALEM: Der US-Nahostgesandte Mitchell hat eine neue Vermittlungsinitiative gestartet. Mitchell traf zunächst in Jerusalem mit dem israelischen Ministerpräsidenten Netanjahu zusammen. Dabei begrüßte Netanjahu die Abkehr der USA von der Forderung nach einem israelischen Siedlungsstopp in den Palästinensergebieten. Einen solchen Stopp macht die Palästinenserverwaltung von Präsident Abbas jedoch zur Voraussetzung für die Wiederaufnahme der direkten Verhandlungen mit Israel.

TEHERAN: Der iranische Präsident Ahmadinedschad hat Außenminister Mottaki entlassen und den Chef der Atombehörde, Salehi, zum kommissarischen Nachfolger bestellt. Eine Begründung für die Entlassung des seit 2005 amtierenden Ministers wurde nicht gegeben. Kritiker hatten Mottaki vorgeworfen, er habe es nicht geschafft, UN-Sanktionen wegen des Atomstreits zu verhindern. Mottaki galt in außenpolitischen Fragen als moderat.

DETROIT: General Motors will in seinen 14 Werken in den USA mehrere tausend Stellen abbauen. In dem US-Autokonzern sind nach Auskunft eines Sprechers derzeit etwa 2.000 gelernte Arbeiter mehr beschäftigt als tatsächlich benötigt werden. Die Mitarbeiter würden 60.000 Dollar Abfindung bekommen, ältere Kollegen könnten zudem mit allen Rentenansprüchen in den Vorruhestand gehen. GM war im November - knapp eineinhalb Jahre nach der Konzernpleite - erfolgreich an die New Yorker Börse zurückgekehrt.

GENF: Das Flüchtlingswerk der Vereinten Nationen wird an diesem Dienstag 60 Jahre alt. In der Zentrale des Hilfswerks in Genf verlangte UN-Hochkommissar Guterres mehr Aufmerksamkeit für die weltweit zunehmenden Flüchtlingsströme. Deren Ursachen seien heutzutage vielfältiger denn je, sagte er zum Jahrestag seiner Organisation. Während die Menschen früher meist vor politischen Konflikten oder Verfolgung flüchteten, seien sie nun oft gezwungen, vor extremer Armut oder den Auswirkungen des Klimawandels zu fliehen.

DAS WETTER IN DEUTSCHLAND: Verbreitet dichte Bewölkung, vor allem im Osten und Südosten Schneefall. Nach Nordwesten hin freundlicher. Die Höchsttemperaturen liegen zwischen minus 8 und 0 Grad.

Die Redaktion empfiehlt

Audio und Video zum Thema