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Nachrichten

Langsam gesprochene Nachrichten – 14.02.2011

Trainieren Sie Ihr Hörverstehen mit authentischen Materialien. Nutzen Sie die Nachrichten der Deutschen Welle von Montag - als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.

TUNIS: Italien und Tunesien sind uneins über den Umgang mit Bootsflüchtlingen. Die italienische Regierung möchte eigene Polizisten in dem nordafrikanischen Land stationieren, um weitere Menschen von einer Überfahrt nach Italien abzuhalten. Der tunesische Regierungssprecher Baccouche lehnte dies aber ab. Die Kontrolle der eigenen Küste liege bei den tunesischen Behörden. Diese würden bereits Tag und Nacht arbeiten, um den Flüchtlingsstrom zu stoppen. In den vergangenen fünf Tagen sind etwa 5000 tunesische Flüchtlinge auf die italienische Mittelmeerinsel Lampedusa gelangt.

KAIRO: Drei Tage nach dem Rücktritt des ägyptischen Präsidenten Mubarak hat der Oberste Militärrat Neuwahlen und die Auflösung des Parlaments angekündigt. Binnen sechs Monaten soll die neue Volksvertretung gewählt werden. Zudem setzten die Militärs die von Regimegegnern kritisierte Verfassung außer Kraft. Spekulationen gibt es über den aktuellen Aufenthaltsort Mubaraks, der das bevölkerungsreichste Land Nordafrikas 30 Jahre lang regiert hatte. Während Ministerpräsident Schafik bekräftigte, Mubarak halte sich weiter im ägyptischen Badeort Scharm el Scheich auf, heißt es in Medienberichten, der gestürzte Präsident sei in den Vereinigten Arabischen Emiraten.

BERLIN: Die Bundesregierung hat Ägypten Hilfe beim Aufbau demokratischer Strukturen angeboten. Deutschland sei bereit, Kairo bei der Entwicklung der verfassungsrechtlichen Grundlagen und des Parteiensystem sowie bei der Vorbereitung von Wahlen zu unterstützen, wenn dies gewünscht werde, sagte der Staatsminister im Auswärtigen Amt, Hoyer der "Berliner Zeitung". Der Prozess müsse und solle aber fest in der Hand der Ägypter selbst liegen. Ägypten habe jetzt die Chance, eine Leuchtturmfunktion für die ganze Weltregion wahrzunehmen.

BERLIN: Bundesaußenminister Westerwelle hat sich besorgt über die angespannte Lage in Algerien gezeigt. Im Deutschlandfunk warnte er die Regierung in Algier davor, die Demonstrationen für Demokratie und Menschenrechte gewaltsam zu unterdrücken. Die Demonstranten nähmen nur ein Menschenrecht war und dürften nicht niedergeknüppelt werden. Unterdessen kündigte die algerische Regierung die baldige Aufhebung des seit 19 Jahren geltenden Ausnahmezustandes an. Dieser werde in den nächsten Tagen der Vergangenheit angehören, sagte Außenminister Medelci.

DÜSSELDORF: Die Bundesregierung plant, wie das "Handelsblatt" berichtet, ein Industriekabinett aus fünf Ressorts, um den Wirtschaftsstandort Deutschland zu stärken. Die Zeitung beruft sich dabei auf ein Strategiepapier des Wirtschaftsministeriums. Dem Gremium sollten neben Wirtschaftsminister Brüderle, Finanzminister Schäuble, Umweltminister Röttgen, Arbeitsministerin von der Leyen und Forschungsministerin Schavan angehören. Auslöser für die Initiative sind nach dem Bericht anhaltende Verstimmungen zwischen Politik und Industrie, die sich mit zentralen Forderungen nicht durchsetzen könne.

TOKIO: China hat Japan als zweitgrößte Volkswirtschaft der Welt abgelöst. Das bestätigte die japanische Regierung in Tokio. Danach lag das Bruttoinlandsprodukt in Japan zuletzt bei knapp 5,5 Billionen Dollar, China dagegen kam auf fast 5,9 Billionen Dollar. Die Exporte Chinas legten nochmals massiv zu. Im vergangenen Monat steigerte die Volksrepublik ihre Ausfuhren um fast 38 Prozent. Allerdings führte China auch mehr Waren ein.

LOS ANGELES: Die Countryband Lady Antebellum hat für ihren Titel "Need You Now" die Grammys für den besten Song und die beste Single erhalten. Insgesamt bekam das Trio aus Tennessee bei der Gala in Los Angeles fünf der begehrten Preise. Zum Album des Jahres wurde "The Suburbs" der kanadischen Indie-Rock-Gruppe Arcade Fire gekürt. Als beste neue Künstlerin wurde die Jazzmusikerin Esperanza Spalding geehrt. Jeweils drei Preise gingen an Lady Gaga, den Rapper Jay-Z und den Soulsänger John Legend. Als bester Popsänger wurde Bruno Mars, als beste Popgruppe Train ausgezeichnet. Ein Klassik-Grammy ging an das Deutsche Symphonie-Orchester und den Rundfunkchor Berlin für ihre gemeinsame Aufnahme der Oper "L'Amour De Loin" der finnischen Komponistin Kaija Saariaho.

DAS WETTER IN DEUTSCHLAND: Im Westen und Nordwesten häufig dichtere Wolken und von Westen her aufkommender Regen. Sonst ein Mix aus Wolken und Sonne und weitgehend trocken. Höchstwerte zwischen minus zwei und 14 Grad.

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