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Nachrichten

Langsam gesprochene Nachrichten – 14.01.2011

Trainieren Sie Ihr Hörverstehen mit authentischen Materialien. Nutzen Sie die Nachrichten der Deutschen Welle von Freitag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.

TUNIS: Nach den wochenlangen Ausschreitungen kehrt in Tunesien wieder Ruhe ein. Im Zentrum der Hauptstadt Tunis waren keine Sicherheitskräfte mehr zu sehen, nur einige Regierungs- und Behördengebäude werden noch bewacht. Auch Geschäfte und Cafés öffneten wieder. Am Donnerstag hatte Präsident Ben Ali eine Fehleinschätzung der sozialen Probleme eingestanden, Preissenkungen für Grundnahrungsmittel und die Aufhebung der Internet-Zensur angekündigt. Außerdem signalisierte der seit 23 Jahren autokratisch regierende Staatschef, nach dem Ende seiner Amtszeit 2014 nicht erneut zu kandidieren. Bereits kurz nach der Rede Ben Alis waren zuvor gesperrte Onlineseiten wie YouTube wieder erreichbar. Der tunesische Außenminister Morjane erklärte unterdessen, er halte eine Beteiligung der Opposition an der Regierung für möglich.

RIO DE JANEIRO: In Brasilien ist die Zahl der Todesopfer durch schwere Regenfälle und Erdrutsche nach Berichten örtlicher Medien auf rund 500 gestiegen. Besonders schwer betroffen ist das bergige Gebiet nördlich von Rio de Janeiro, ein insbesondere im Sommer begehrtes Ausflugsziel. Ganze Viertel in den Städten Nova Friburgo, Teresópolis und Petrópolis wurden durch Flüsse aus Schlamm und Gesteinsbrocken weggeschwemmt. Allein aus Nova Friburgo stammen fast die Hälfte der Opfer. Die Behörden rechnen mit weiteren Toten, da viele abgelegene Gebiete erst nach und nach von den Rettungskräften erreicht wurden.

MANILA: Auf den Philippinen wollen die Regierung und die größte muslimische Rebellenorganisation des Landes im Februar ihre Friedensgespräche wiederaufnehmen. Unklar ist aber noch die Rolle des seit Jahren amtierenden malaysischen Vermittlers Razak. Nach dem Willen der philippinischen Regierung soll er sein Amt aufgeben, die Rebellen der Islamischen Befreiungsfront Moro verlangen, dass Razak seine Tätigkeit fortsetzt. Die Befreiungsfront kämpft für eine weitgehende Autonomie in Mindanao im Süden des Landes. Mehr als 80 Prozent der Philippiner sind Katholiken.

ASTANA: In Kasachstan hat sich das Parlament für eine Volksabstimmung ausgesprochen, mit der die Amtszeit von Staatspräsident Nasarbajew bis zum Jahr 2020 verlängert werden soll. Beide Parlamentskammern stimmten für eine entsprechende Verfassungsänderung. Die Abgeordneten schlossen sich damit der Initiative eines Hochschulrektors an, der Nasarbajew wegen dessen - wie es hieß - "historischer Rolle" die Wahlen 2012 und 2017 ersparen will. Der 70-jährige Nasarbajew regiert Kasachstan seit fast 20 Jahren in autoritärer Weise. Die USA haben die Referendums-Pläne bereits als "Rückschritt für die Demokratie" kritisiert.

ADDIS ABEBA: Zum Abschluss seiner Äthiopien-Reise hat Bundesentwicklungsminister Niebel die Chancen des gesamten Kontinents hervorgehoben. Afrika habe enormes Potenzial, sagte der FDP-Politiker in der äthiopischen Hauptstadt Addis Abeba. Dieses Potenzial wolle Afrika selbst umsetzen. Dabei könne und wolle Deutschland helfen.

BERLIN: Als Reaktion auf den Dioxin-Skandal will Bundesverbraucherministerin Aigner die Sicherheit von Futtermitteln erhöhen. Dazu stellte die CSU-Politikerin einen umfassenden Aktionsplan zum Verbraucherschutz in der Futtermittelkette vor. Zu Aigners Maßnahmenkatalog gehören unter anderem eine Zulassungspflicht für Futtermittelbetriebe und eine strikte Trennung der Produktionsströme. Zudem sollen das Dioxin-Frühwarnsystem ausgebaut, die Transparenz für Verbraucher erhöht und die Qualität der Lebensmittel- und Futtermittelüberwachung der Länderbehörden grundlegend verbessert werden.

WIESBADEN: Die gestiegenen Preise für Benzin, Heizöl und Nahrungsmittel haben die Lebenshaltungskosten im vergangenen Jahr anziehen lassen. Die Verbraucherpreise stiegen nach Angaben des Statistischen Bundesamtes 2010 um 1,1 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Die Teuerungsrate lag damit 2010 deutlich höher als im Krisenjahr 2009, als sie lediglich 0,4 Prozent erreichte. Im längerfristigen Vergleich seit 1999 habe sie jedoch noch weit unter den jährlichen Inflationsraten der meisten Jahre gelegen, betonten die Statistiker.

DAS WETTER IN DEUTSCHLAND: Im Norden und in der Mitte stark bewölkt und gebietsweise Regen. Im Süden auch kurze sonnige Abschnitte und meist trocken. Höchstwerte neun bis vierzehn Grad Celsius.

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