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Nachrichten

Langsam gesprochene Nachrichten - 13.12.2010

Trainieren Sie Ihr Hörverstehen mit authentischen Materialien. Nutzen Sie die Nachrichten der Deutschen Welle von Montag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.

KABUL: Verteidigungsminister zu Guttenberg hat vor Weihnachten die deutschen Soldaten im Norden Afghanistans ein weiteres Mal besucht. Begleitet wurde er dabei von den CDU-Ministerpräsidenten McAllister aus Niedersachsen und Böhmer aus Sachsen-Anhalt sowie seiner Ehefrau. Während diese das Lazarett im Feldlager Kundus besuchte, traf der CSU-Minister mit Befehlshabern und Soldaten zusammen. Zu Guttenbergs Delegation gehört auch Fernsehmoderator Kerner, der in Afghanistan eine Talkshow aufzeichnet.

PRISTINA: Kosovos Ministerpräsident Thaci hat sich vor Anhängern zum Sieger der ersten Wahl seit der Unabhängigkeit des Albanerstaats von Serbien erklärt. Nach jüngsten Wählerbefragungen und ersten Auszählungen kam Thacis sozialdemokratische PDK auf mehr als 31 Prozent der Stimmen. Die rechtsgerichtete LDK - ehemals Koalitionspartner der PDK - erhielt demnach rund 25 Prozent. Thaci wäre somit auf Koalitionspartner angewiesen, um eine neue Regierung zu bilden. - Das Kosovo ist noch immer ein Protektorat der Vereinten Nationen. Es gehört zu den ärmsten Ländern Europas.

BERLIN: Die deutsche Industrie hat nach dem Klima-Kompromiss von Cancun zur Zurückhaltung in Europa aufgerufen. Die EU dürfe nicht einseitig vorpreschen, sagte der Hauptgeschäftsführer des Bundesverbandes, Schnappauf, in Berlin. Erst wenn sich alle Industrie- und Schwellenländer auf ehrgeizige Obergrenzen zur Verringerung klimaschädlicher Gase verpflichtet hätten, dürfe Europa seine Ziele aufstocken. Sonst stünden vor allem in Deutschland moderne Produktionsanlagen und Jobs auf dem Spiel. - Umweltminister Röttgen forderte die europäischen Länder dagegen auf, ihre Führungsrolle beim Klimaschutz zu erhalten und den Kohlendioxid-Ausstoß bis 2020 um 30 Prozent gegenüber 1990 zu verringern.

BERLIN: Misshandelte ehemalige Heimkinder in Deutschland werden nach den Empfehlungen eines so genannten Runden Tisches finanziell entschädigt. Vor der offiziellen Bekanntgabe berichteten mehrere Medien übereinstimmend, dazu sollten sich Bund, Länder und Kirchen mit jeweils einem Drittel an einem Stiftungsvermögen von 120 Millionen Euro beteiligen. Mit der Aufarbeitung der Missbrauchsfälle hatten Vertreter von Politik, Kirchen, Heimen und Betroffene unter Leitung der ehemaligen Bundestagsvizepräsidentin Vollmer im Februar 2009 begonnen. Ehemalige Heimkinder kündigten bereits eine Klage gegen die Entschädigungspläne an.

STOCKHOLM: Bei einer von Moslems organisierten Demonstration gegen den Terroranschlag in Stockholm sind rund 100 Menschen auf die Straße gegangen. Nach Medienberichten deutet ein Bekennerschreiben auf einen islamistischen Hintergrund des Anschlags vom Samstag hin. In der Innenstadt war zunächst ein Auto explodiert, kurz darauf kam ein mutmaßlicher Selbstmordattentäter bei einer weiteren Detonation in der Nähe ums Leben.

DHAKA: In Bangladesch haben sich die Proteste der Textilarbeiter ausgeweitet, nachdem es am Vortag bei Auseinandersetzungen mit der Polizei vier Tote gegeben hatte. Etwa 5.000 Arbeiter hätten im Bezirk Gazipur Straßen blockiert und sich zu einem Sitzstreik versammelt, berichtete ein Polizeisprecher. Weitere 5.000 legten in den Bekleidungsfabriken von Ashulia die Arbeit nieder. Am Sonntag waren bei Zusammenstößen mit den Sicherheitkräften in der Hafenstadt Chittagong vier Personen erschossen worden. Auch in der Hauptstadt Dhaka war es zu Ausschreitungen mit Verletzten gekommen. Die Arbeiter der rund 4.500 Textilfabriken des Landes, in denen wegen niedriger Löhne auch viele westliche Firmen produzieren lassen, fordern von den Unternehmern die Auszahlung der im November eingeführten höheren Mindestlöhne.

MINNEAPOLIS: Ein heftiger Schneesturm hat den Mittleren Westen der USA lahmgelegt. Mindestens sechs Menschen kamen ums Leben. Mehrere Flughäfen und Schnellstraßen wurden geschlossen. In Teilen Minnesotas fielen bis zu 60 Zentimeter Neuschnee. - In Chicago wurden mehr als 1.600 Flüge abgesagt.

DAS WETTER IN DEUTSCHLAND: Im Norden wolkig mit Schneeschauern. Im Süden aufgelockert. Höchstwerte zwischen minus neun und plus zwei Grad.

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