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Nachrichten

Langsam gesprochene Nachrichten – 13.02.2011

Trainieren Sie Ihr Hörverstehen mit authentischen Materialien. Nutzen Sie die Nachrichten der Deutschen Welle von Sonntag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.

KAIRO: Das ägyptische Militär hat die reibungslose Übertragung der Macht an eine gewählte Regierung von Zivilisten versprochen. Die Armee werde eine friedliche Übergabe der Macht an ein freies, demokratisches System garantieren, sagte der Sprecher des Obersten Militärrates. Einen Zeitplan legte der Rat jedoch nicht vor. Teile der Opposition kündigten an, sie wollten zu weiteren wöchentlichen Demonstrationen in der Hauptstadt aufrufen. Das nach dem Rücktritt von Präsident Husni Mubarak nun in Ägypten regierende Militär solle so unter Druck gesetzt werden, Reformen auch wirklich umzusetzen. Die ägyptische Übergangsführung sicherte Israel und anderen internationalen Partnern unterdessen die Einhaltung aller bestehenden Abkommen zu. Israel begrüßte dies ausdrücklich. Regierungschef Benjamin Netanjahu sagte, der 1979 mit Ägypten geschlossene Friedensvertrag sei ein Eckpfeiler für die Stabilität im ganzen Nahen Osten.

KAIRO: Einen Tag nach dem Sturz von Ägyptens Präsident Husni Mubarak ist Informationsminister Anas al-Fiqi unter Hausarrest gestellt worden. Das meldet der Nachrichtensender Al-Arabija. Gegen al-Fiqi und andere Mitglieder der gestürzten Mubarak-Regierung waren schon zuvor Reisebeschränkungen erlassen worden. Zudem soll das Vermögen von Ex-Innenminister Habib el Adli und dessen Familie eingefroren worden sein. Die britische Regierung kündigte an, sollten Gelder von Ex-Präsident Mubarak in Großbritannien ausfindig gemacht werden, erhalte die ägyptische Bevölkerung diese Vermögenswerte zurück. Ähnlich hatte sich auch die Schweiz geäußert.

ROM: Angesichts des massiven Flüchtlingsstroms aus Tunesien hat die italienische Regierung für die Insel Lampedusa den humanitären Notstand ausgerufen. Allein am Samstag waren erneut mehr als 300 Tunesier in Booten auf der rund 150 Kilometer vor der nordafrikanischen Küste gelegenen Insel angekommen. Damit haben innerhalb von vier Tagen schon 4000 Flüchtlinge Lampedusa erreicht. Nach Berichten tunesischer Medien kam ein Mensch ums Leben, ein weiterer Flüchtling wird vermisst. Inzwischen begannen die Behörden damit, die Menschen mit Fähren und Flugzeugen in Auffanglager auf dem italienischen Festland zu bringen.

BERN: In der Schweiz wird über eine deutliche Verschärfung des Waffenrechts abgestimmt. Neben einer Neuregelung über den Erwerb von Waffen hat die Volksinitiative auch zum Ziel, dass Soldaten ihre Gewehre und Pistolen künftig nicht mehr mit nach Hause nehmen dürfen. Damit ginge eine alte Schweizer Tradition zu Ende. Regierung und die Armee stemmen sich gegen die Verschärfung der Bestimmungen. Jährlich sterben in der Schweiz rund 300 Menschen durch Schusswaffen. Bei Selbstmorden durch Erschießen steht das Land in Europa an der Spitze.

HAVANNA: Die kubanische Regierung hat zwei weitere politische Gefangene freigelassen. Dabei handelt es sich um den Journalisten und Gründer der verbotenen Liberalen Partei, Héctor Maseda und um den gelernten Maurer Angel Moya. Beide gehörten zu einer Gruppe von 75 Oppositionellen, die 2003 zu Haftstrafen von bis zu 28 Jahren verurteilt worden waren. Maseda und Moya wollen nach Auskunft von Menschenrechtlern in Kuba bleiben. Nach dem Willen der kommunistischen Führung sollen entlassene politische Häftlinge eigentlich nach Spanien ins Exil gehen. - Staatschef Raúl Castro hatte 2010 nach Vermittlungsbemühungen der katholischen Kirche und Spaniens die Freilassung von zahlreichen politischen Gefangenen zugesichert.

BERLIN: Der rheinland-pfälzische Ministerpräsident Kurt Beck (SPD) will die neue Vermittlungsrunde zur Hartz-IV-Reform zur Sache der Länderchefs machen. Um zu einer zügigen Einigung zu kommen, sollte die Verhandlungsführung auf der Ebene der Ministerpräsidenten bleiben, sagte Beck der Online-Ausgabe der "Bild am Sonntag". Die Bundestagsfraktionen und Bundesparteien würden einbezogen. Beck zeigte sich zuversichtlich, noch im Februar zu einer Einigung zu kommen. Dann könne der Bundesrat die Reform am 1. März beschließen. Die Länderkammer hatte am Freitag ein neues Vermittlungsverfahren zur Hartz-IV-Reform beschlossen. Die Verhandlungen zwischen Regierung und Opposition waren zuvor nach sieben Wochen gescheitert.

WIEN: Der österreichische Schauspieler, Sänger und Entertainer Peter Alexander ist tot. Er starb am Samstag 84-jährig in seiner Heimatstadt Wien. Alexander wirkte seit den 1950er Jahren in mehr als 50 Filmen mit.

DAS WETTER IN DEUTSCHLAND: Von Schleswig-Holstein bis nach Sachsen und im östlichen Bayern wolkenreich und noch etwas Schnee und Schneeregen. Höchstwerte minus ein bis 12 Grad. Zuletzt meldeten: Hamburg: minus 1 Grad, Schneegriesel; Berlin: 0 Grad, bedeckt; Dresden: minus 1 Grad, Schneefall; Köln/Bonn: 3 Grad, Bodennebel; Frankfurt am Main: 4 Grad, nach Regen und München: 3 Grad, nach Regen.

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