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Nachrichten

Langsam gesprochene Nachrichten – 13.01.2011

Trainieren Sie Ihr Hörverstehen mit authentischen Materialien. Nutzen Sie die Nachrichten der Deutschen Welle von Donnerstag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.

WASHINGTON: Nach dem Anschlag von Arizona hat US-Präsident Obama die Amerikaner zu mehr Toleranz und Geschlossenheit aufgerufen. Die Debatte über die Bluttat dürfe nicht Anlass für neue Anfeindungen sein, sagte der Präsident bei einer Trauerfeier für die Opfer in Tucson. Vielmehr müsse die Tragödie als Chance genutzt werden, den Umgang miteinander auf den Prüfstand zu stellen. Am Samstag hatte ein offenbar geistig verwirrter Mann die demokratische Kongressabgeordnete Giffords niedergeschossen und sechs weitere Menschen getötet. In Folge des Attentats kochte in den USA eine Debatte über die politische Radikalisierung hoch.

TUNIS: In mehreren Armenvierteln der tunesischen Hauptstadt ist es in der Nacht trotz einer Ausgangssperre wieder zu schweren Krawallen mit zahlreichen Verletzten gekommen. Nach unbestätigten Berichten gab es auch Tote. Mehrere Polizeiwachen gingen in Flammen auf. Die Demonstranten forderten unter anderem die Abdankung des autokratisch herrschenden Präsidenten Ben Ali. Auch aus anderen Teilen Tunesiens wurden neue Unruhen gemeldet. In der rund 450 Kilometer von Tunis entfernten Stadt Gafsa floh die Polizei nach Angaben von Augenzeugen vor den Demonstranten. Bereits am Mittwoch sollen in Douz im Süden vier Menschen bei Ausschreitungen ums Leben gekommen sein.

BRÜSSEL: Nach dem Sturz der Regierung im Libanon hat die Europäische Union die Parteien des Landes zu einer friedlichen Beilegung der politischen Krise aufgerufen. Die Verantwortlichen müssten eine "Verhandlungslösung" finden, forderte EU-Außenministerin Ashton in Brüssel. Die USA krisitierten das Verhalten der pro-iranischen Hisbollah, die sich am Mittwoch aus der Regierung der nationalen Einheit in Beirut zurückgezogen und damit die Krise ausgelöst hatte. Libanons Staatpräsident Suleiman beauftragte Ministerpräsident Hariri, die laufenden Staatsgeschäfte bis zur Bildung einer neuen Regierung weiterzuführen.

STRASSBURG: Der Europäische Gerichtshof für Menschenrechte hat erneut die Praxis der Sicherungsverwahrung in Deutschland in vier Fällen als rechtswidrig gerügt. Diese Maßnahme sei ein Verstoß gegen das Recht auf Freiheit und Sicherheit der Menschenrechtskonvention und das sogenannte Rückwirkungsverbot, hieß es in den Urteilen. Ein Fall betraf die nachträgliche Anordnung der Sicherheitsverwahrung. Die Gerichte hätten die Unterbringung eines Strafgefangenen zu Präventionszwecken nicht nachträglich anordnen dürfen. Die anderen Urteile betrafen die Verlängerung der Sicherheitsverwahrung über die zur Tatzeit zulässige Höchstdauer hinaus.

BERLIN: Im jüngsten Dioxin-Skandal hat die Fraktionschefin der Grünen, Künast, ein Reinheitsgebot für Futtermittel gefordert. Die Futtermittelströme müssten zum Schutz der Verbraucher und zur Absicherung der wirtschaftlichen Existenz der Landwirte aufgeklärt werden, sagte Künast der "Passauer Neuen Presse". Statt den Herstellern hinterherzulaufen müsse Verbraucherschutzministerin Aigner endlich eine verbindliche Positivliste für Futtermittel vorlegen. In dem Skandal um Dioxin-belastete Eier und Schweinefleisch mehren sich derweil die Hinweise auf kriminelle Machenschaften. Nach Agenturmeldungen fanden die Ermittler Anhaltspunkte dafür, dass bei der Produktion systematisch gepanscht wurde.

BRASILIA: In Brasilien sind bei Überschwemmungen und Erdrutschen in Folge heftiger Regenfälle mindestens 250 Menschen ums Leben gekommen. Wie die Behörden mitteilten, ist die bergige Region rund um die Stadt Rio de Janeiro besonders hart von den Unwettern betroffen. In der Ortschaft Teresopolis seien mindestens 130 Menschen ums Leben gekommen, nachdem aufgeweichte Hänge und Flussufer unter den Wassermassen wegbrachen. Auch andernorts halten Hochwasser und Unwetter die Bevölkerung in Atem: Auf den Philippinen kamen bei Überschwemmungen und Erdrutschen mindestens 42 Menschen ums Leben. In Sri Lanka mussten nach den jüngsten Fluten mindestens eine Million Menschen ihre Häuser verlassen. In Australien hat das Hochwasser die Millionenstadt Brisbane weniger stark getroffen als befürchtet.

DAS WETTER IN DEUTSCHLAND: Stark bewölkt und vor allem im Süden und der Mitte teils kräftiger Regen. Im Nordosten zunächst nur wenig Niederschlag. Höchstwerte zwei bis 13 Grad.

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