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Nachrichten

Langsam gesprochene Nachrichten - 12.12.2010

Trainieren Sie Ihr Hörverstehen mit authentischen Materialien. Nutzen Sie die Nachrichten der Deutschen Welle vom Sonntag - als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.

STOCKHOLM: Knapp zwei Wochen vor Weihnachten ist die schwedische Hauptstadt offenbar nur knapp einem Terroranschlag entgangen. Die Sicherheitspolizei teilte mit, sie ermittele wegen eines "terroristischen Verbrechens". Von akuten zusätzlichen Bedrohungen für Schweden gehe man aber nicht aus, hieß es vor der Presse in Stockholm. Am Samstag hatte sich ein Selbstmordattentäter in einer belebten Einkaufsstraße in die Luft gesprengt. Wenige Minuten zuvor war nur 200 Meter entfernt ein Auto explodiert. Zwei Passanten wurden verletzt. Bei Polizei und Presse waren Drohmails eingegangen. Als Gründe für den Anschlag waren darin Rache für Mohammed-Karikaturen und der Afghanistan-Krieg genannt worden.

RAMADI: Aus dem Westen des Irak wird wieder ein schwerer Bombenanschlag gemeldet. Bei der Explosion einer Autobombe an einem Kontrollpunkt vor einem Bürokomplex der Stadt Ramadi wurden nach Behördenangaben mindestens zwölf Menschen getötet, darunter mehrere Polizisten. --- Mehr als 40 Personen wurden verletzt.

JERUSALEM: Die israelische Armee hat nach eigenen Angaben zwei unbewaffnete Palästinenser erschossen, die versucht haben sollen, vom Gazastreifen her die Grenze zu überschreiten. Eine israelische Einheit mit zwei Kampfpanzern sei anschließend in das palästinensische Flüchtlingslager von El Bouredsch vorgedrungen, berichteten Augenzeugen.

BRÜSSEL/ PRISTINA: Die Europäische Union sieht die Parlamentswahlen in Kosovo - die ersten seit der Unabhängigkeit vor fast drei Jahren - als wichtigen Test für Demokratie und Entwicklung in dem Albaner-Staat. Alle Parteien müssten für freie und faire Wahlen sorgen, so der Appell von Doris Pack, der Leiterin der Beobachtermission des Europäischen Parlaments. -- Um die 120 Parlamentssitze in Pristina konkurrieren knapp 30 Parteien und Wahlbündnisse. Stimmberechtigt sind rund 1,6 Millionen Bürger, etwa 90 Prozent davon albanischer Abstammung. Die serbische Regierung in Belgrad rief die serbische Minderheit im Kosovo zum Boykott auf.

BERLIN: Bundesfinanzminister Schäuble hat mit Blick auf den EU-Gipfel in der kommenden Woche Kritik an der deutschen Finanz- und Wirtschaftspolitik zurückgewiesen. Es werde manchmal versucht, die Deutschen in Europa zu den Verantwortlichen der gegenwärtigen Krise zu machen, sagte der CDU-Politiker der Zeitung "Bild am Sonntag". - Die Angriffe gegen den Euro auf den internationalen Finanzmärkten werden nach Überzeugung Schäubles scheitern. Wer gegen den Euro wette, werde keinen Erfolg haben, sagte der Finanzminister.

BERLIN: Deutschland und Indien wollen sich bei ihren Bemühungen um einen ständigen Sitz im UN-Sicherheitsrat gegenseitig unterstützen. Dies erklärten Bundeskanzlerin Merkel und der indische Ministerpräsident Singh bei einem Treffen in Berlin. Beide Länder gehören dem höchsten UN-Gremium 2011 und 2012 als nicht-ständige Mitglieder an. - Merkel und Singh sprachen sich zudem für eine Intensivierung der wirtschaftlichen Zusammenarbeit aus. Ziel ist es nach den Worten der Kanzlerin, den bilateralen Handel bis 2012 um 50 Prozent auf 20 Milliarden Euro zu steigern.

CANCÚN: Die Ergebnisse der Weltklimakonferenz im mexikanischen Cancún sind international begrüßt worden. US-Präsident Obama erklärte in Washington, der Gipfel habe den Kampf gegen den Klimawandel vorangebracht. Bundeskanzlerin Merkel sprach von einem wichtigen Tag für den internationalen Klimaschutz. - Zum Abschluss der Konferenz am Samstag hatten mehr als 190 Staaten verbindlich als Ziel festgelegt, die Erderwärmung auf maximal zwei Grad Celsius zu begrenzen. Dazu müssten die Treibhausgas-Emissionen signifikant reduziert werden, hieß es. Zudem wurden ein Waldschutzprogramm und ein Hilfsfonds für arme Länder vereinbart.

ZUM FUSSBALL: Der abstiegsbedrohte Bundesligist VfB Stuttgart hat sich von Trainer Jens Keller getrennt. Nachfolger werde Bruno Labbadia, teilte der Verein mit. Stuttgart hatte am Freitag in Hannover 1:2 verloren und liegt auf dem vorletzten Platz der Tabelle.

DAS WETTER IN DEUTRSCHLAND: Stark bewölkt und neben Schauern auch länger trockene Phasen. Tagestemperaturen null bis sechs Grad Celsius.

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