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Nachrichten

Langsam gesprochene Nachrichten – 12.01.2011

Trainieren Sie Ihr Hörverstehen mit authentischen Materialien. Nutzen Sie die Nachrichten der Deutschen Welle von Mittwoch – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.

SYDNEY: Das Hochwasser im Nordosten Australiens hat das öffentliche Leben in der Millionenstadt Brisbane praktisch zum Erliegen gebracht. Die Flutwelle zwang tausende Einwohner, ihre Häuser zu verlassen. Die Bürogebäude im Zentrum blieben geschlossen. Alle Bus- und die meisten Zugverbindungen wurden eingestellt. Entlang des durch wochenlange Regenfälle angeschwollenen Brisbane-Flusses wurden Boote und Restaurants fortgeschwemmt. In weiten Teilen der Stadt ist der Strom ausgefallen. Die Regierungschefin des betroffenen Bundesstaates Queensland, Anna Bligh, warnte vor einer Jahrhundertflut in den kommenden Tagen. Die Zahl der Hochwasser-Opfer ist inzwischen auf mindestens zwölf gestiegen. Dutzende Personen werden in der Region vermisst.

BERLIN: Die deutsche Wirtschaft hat 2010 das stärkste Wachstum seit der Wiedervereinigung erreicht. Nach Angaben des Statistischen Bundesamtes stieg das Bruttoinlandsprodukt um 3,6 Prozent. Grund dafür seien steigende Exporte und Investitionen sowie der zunehmende Konsum. Gleichwohl konnte Deutschland die Verschuldungskriterien der Europäischen Union nicht einhalten. Die Staatsverschuldung betrug 3,5 Prozent des Bruttoinlandsproduktes. Erlaubt sind maximal 3 Prozent.

BERLIN: Das Bundeskabinett hat das neue Mandat für den Afghanistan-Einsatz der Bundeswehr beschlossen und erstmals ein Datum für den angestrebten Beginn des Truppenabzuges festgelegt. Danach sollen Ende des Jahres die ersten deutschen Soldaten heimkehren, sofern es die Sicherheitslage zulässt. Die letzte Entscheidung darüber liegt beim Bundestag, der am 28. Januar abstimmen wird. Vor der Kabinettssitzung hatte Außenminister Guido Westerwelle gesagt, ein fester Rückzugstermin sei notwendig, um Druck auf die Regierung in Kabul auszuüben, selbst für genügend Sicherheit in Afghanistan zu sorgen.

SEOUL: Nach acht Monaten Unterbrechung wegen heftiger politischer Spannungen haben Süd- und Nordkorea eine wichtige Kommunikationsleitung an der Grenze wiederhergestellt. Die Telefon- und Faxverbindungen dienen den Rot-Kreuzverbänden beider Staaten. Ihre Öffnung folgt jüngsten Entspannungssignalen aus dem kommunistischen Norden. Ende vergangenen Jahres hatten sich die Beziehungen durch nordkoreanischen Beschuss einer zu Südkorea gehörenden Insel im Gelben Meer deutlich verschlechtert.

PORT-AU-PRINCE: In Haiti haben Präsident René Préval und sein Regierungskabinett ein Jahr nach der Erdbebenkatstrophe der offiziell 230.000 Todesopfer gedacht. Vor einem Massengrab im Norden der Hauptstadt Port-au-Prince legten sie einen Kranz nieder. Eine Messe auf den Ruinen der Kathedrale soll später am Tag an den Zeitpunkt der verheerenden Erdstöße erinnern. Der Wiederaufbau des Karibikstaates verläuft wesentlich schleppender als zunächst erhofft. Nach Aussage des Haiti-Beauftragten der Vereinten Nationen, des ehemaligen US-Präsidenten Clinton, wurden die international gesteckten Ziele nur zu 60 Prozent erreicht. Erschwert wird die Situation zudem von einer Cholera-Epidemie und einer politischen Führungskrise nach chaotischen Präsidenten- und Parlamentswahlen.

BERLIN: Wegen des Skandals um dioxinverseuchte Lebensmittel hat China die Einfuhr von Schweinefleisch und Eiprodukten aus Deutschland ausgesetzt. Ware, die sich bereits im Land befände, würde untersucht, heißt es auf der Internetseite der Behörde für Lebensmittelsicherheit. Auch Südkorea hat Einfuhrbeschränkungen verhängt. Das krebserregende Dioxin war über einen Futtermittel-Hersteller aus Schleswig-Holstein in den Lebensmittelkreislauf gelangt. Vorsorglich waren zeitweise über Tausend Höfe in Deutschland geschlossen worden. Nach belasteten Eiern und Geflügel war zuletzt auch bei Schweinefleisch eine unzulässig hohe Dioxin-Belastung festgestellt worden.

DAS WETTER IN DEUTSCHLAND: Stark bewölkt und zeitweilig Regen. Die Temperaturen steigen auf Werte zwischen 3 Grad Celsius im Nordosten und bis zu 10 Grad am Oberrhein und in der Kölner Bucht.

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