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Nachrichten

Langsam gesprochene Nachrichten - 11.12.2010

Trainieren Sie Ihr Hörverstehen mit authentischen Materialien. Nutzen Sie die Nachrichten der Deutschen Welle von Samstag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.

CANCUN: Zum Abschluss des Weltklimagipfels in Cancún haben die Teilnehmerstaaten zwei Textentwürfe verabschiedet. Darin ist im Grundsatz eine Verlängerung des 2012 auslaufenden Kyoto-Protokolls vorgesehen. Die Verabschiedung wurde mit stürmischem Beifall gefeiert. Allerdings lehnt Bolivien die in der Nachtsitzung hart ausgehandelten Kompromisse ab. Die Delegation des Landes monierte, dass die Entwürfe zu schwach seien, um die Erderwärmung ausreichend zu begrenzen. Die USA sind auch in der neuen Verhandlungsrunde dem Kyoto-Protokoll nicht beigetreten, in dem sich die Industrieländer zu einer weiteren Reduktion ihrer Treibhausgas-Emissionen verpflichten. Konkrete Ziele zur CO2-Reduktion einzelner Länder für die Zeit bis 2020 sieht der Cancún-Beschluss nicht vor. Am Klimagipfel der Vereinten Nationen nahmen 194 Staaten teil.

BERLIN: Das zu Ende gehende Jahr 2010 ist nach Berechnungen des Rückversicherungskonzerns Munich Re global gesehen das wärmste seit 1880. Der Chef-Klimaforscher des Unternehmens, Höppe, sagte dem "Tagesspiegel" in Berlin, im Mai sei in Pakistan mit 53,3 Grad Celsius die höchste je gemessene Temperatur registriert worden. Auch in Los Angeles habe es mit 45 Grad und in Moskau mit 37,8 Grad Rekorde gegeben.

WASHINGTON: Die USA rechnen vorerst nicht mehr mit direkten Friedensverhandlungen zwischen Israel und Palästinensern. Stattdessen werde die Regierung in Washington zur Pendeldiplomatie im Nahen Osten zurückkehren und eine neue Runde indirekter Gespräche einleiten, sagte US-Außenministerin Clinton in Washington. Es liege nun an den Konfliktparteien, eine Lösung für die Hauptstreitpunkte zu finden. Wie ernst es ihnen sei, zu einer Einigung zu kommen, werde sich zeigen. Dazu müssten sich beide Seiten in den Kernfragen bewegen.

WASHINGTON: US-Präsident Obama übt massiven Druck auf den Senat aus, um den ausgehandelten atomaren Abrüstungsvertrag mit Russland noch in diesem Jahr zu beschließen. Der Senat werde nicht in die Weihnachtspause gehen, ehe er dem Abkommen seine Zustimmung erteilt habe, kündigte Präsidentensprecher Gibbs an. Auch Obama werde seinen Weihnachtsurlaub notfalls verschieben. Nach der US-Verfassung können internationale Abkommen nur in Kraft treten, wenn der Senat sie mit Zweidrittelmehrheit ratifiziert. Obamas Demokraten verfügen nicht über diese Mehrheit.

KABUL: In Afghanistan setzen die Aufständischen ihre Angriffe gegen Militärs und Einwohner unvermindert fort. In der südlichen Provinz Helmand riss eine Bombe am Straßenrand 15 vorbeifahrende Zivilisten in den Tod. Nach Angaben der örtlichen Behörden ereignete sich der Angriff schon am Freitag. An diesem Samstagmorgen wurden bei einem Selbstmordanschlag auf einen afghanischen Armeestützpunkt in der Provinz Kundus fünf Soldaten und drei Frauen verletzt. Nach Polizeiangaben wurde dabei ein Polizeifahrzeug benutzt, das Aufständische zuvor gestohlen hatten.

BERLIN: Die Bundesregierung ist nach einem Zeitungsbericht unzufrieden mit der Führung Afghanistans unter Präsident Karsai. Die Fortschritte in Afghanistan im Bereich gute Regierungsführung seien weiterhin gering, heißt es nach Informationen der "Süddeutschen Zeitung" in einem Bericht, den die Bundesregierung am Montag den Bundestagsabgeordneten übergeben will. Der Report soll als Grundlage für die anstehende Entscheidung über eine Verlängerung des Einsatzes der Bundeswehr in Afghanistan dienen.

BERLIN: Bundeskanzlerin Merkel hat die Bürger aufgerufen, die Soldaten und Polizisten im Auslandseinsatz so breit wie möglich zu unterstützen. Sie leisteten einen wichtigen Dienst für Deutschland, oft unter großen Gefährdungen und oft unter Lebensgefahr, sagte Merkel in ihrer wöchentlichen Videobotschaft im Internet. Die Kanzlerin erinnerte an die acht Soldaten, die in diesem Jahr in Afghanistan gefallen sind und übermittelte den Sicherheitskräften im Ausland Weihnachtsgrüße.

LOS ANGELES: Der amerikanische Jazz-Saxophonist James Moody ist im Alter von 85 Jahren gestorben. Nach Angaben seiner Frau erlag er einem Krebsleiden. Moody gilt als Pionier des Bebop, einer der Wurzeln des modernen Jazz. Moody nahm mehr als 50 Alben auf und spielte mit Stars wie Dizzy Gillespie und B.B. King.

DAS WETTER IN DEUTSCHLAND: Viele Wolken und häufig Regen. Im östlichen Mittelgebirgsraum und an den Alpen teils noch Schneefall. Von der Nordsee her Auflockerungen. Tageshöchstwerte zwei bis acht Grad Celsius.

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