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Nachrichten

Langsam gesprochene Nachrichten – 11.02.2011

Trainieren Sie Ihr Hörverstehen mit authentischen Materialien. Nutzen Sie die Nachrichten der Deutschen Welle von Freitag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.

BERLIN: Im Bundestag läuft zur Stunde die Debatte zur Hartz-IV-Reform. Dabei gaben sich die Vertreter der Regierungskoalition und der Opposition gegenseitig die Schuld dafür, dass bisher kein Kompromiss für die Gesetzesneuregelung gefunden werden konnte. Bundesarbeitsministerin Von der Leyen warb zu Beginn für den Reformentwurf. Das Angebot der Regierung sei gut, mehr ginge nicht, so die CDU-Ministerin. Die SPD-Verhandlungsführerin bei den Hartz-IV-Gesprächen, Schwesig, kritisierte vor allem die Blockadehaltung der FDP. Schwesig forderte die Regierungskoalition auf, wieder an den Verhandlungstisch zurückzukehren und vor allem über Mindestlöhne nachzuverhandeln. Daher werde der rheinland-pfälzische Ministerpräsident Beck im Bundesrat einen Antrag für ein weiteres Vermittlungsverfahren auf den Weg bringen. Der Antrag wird auch von CDU-Regierungschefs unterstützt. Die Verhandlungen von Koalition und Opposition zum Hartz-IV-Gesetz waren diese Woche gescheitert. Die Koalition legte die Ergebnisse dennoch Bundestag und Bundesrat vor. Im Bundestag gilt die Zustimmung der schwarz-gelben Koalition als Formsache. Im Bundesrat fehlt Union und FDP jedoch eine Stimme.

KAIRO: Angesichts der anhaltenden Proteste gegen den ägyptischen Präsidenten Mubarak hat das Militär zu einem Ende der Demonstrationen aufgerufen. In einer Erklärung des Oberkommandos der Armee heißt es, das land solle nun zur Normalität zurückkehren. wolle sich anschließend mit einer Erklärung an die Bevölkerung wenden, berichtet die amtliche Nachrichtenagentur MENA. Derweil rüsteten sich wieder zehntausende Demonstranten auf dem zentralen Tahrir-Platz in Kairo für einen weiteren Tag des Protests. Mit einer Massendemonstration und einem so genannten "Marsch der Millionen" wollen sie erneut versuchen, Mubarak aus dem Amt zu vertreiben. Dieser will zwar einen Teil der Macht an seinen Stellvertreter Suleiman abtreten. Einen vollständigen Rücktritt lehnt der 82-Jährige aber ab.

NEW YORK: Die Fernsehansprache des ägyptischen Präsidenten Mubarak ist international mit Enttäuschung aufgenommen worden. Bundesaußenminister Westerwelle, der sich für eine Sitzung des Weltsicherheitsrates in New York aufhält, sagte, Mubaraks Rede habe keine neuen Perspektiven aufgezeigt. Es sei zu befürchten, dass sich keine Befriedung des Landes einstellen werde. Die USA verschärften ihre Kritik am Vorgehen der Regierung in Kairo. US-Präsident Obama forderte konkrete Schritte hin zu einer Demokratisierung. EU-Außenministerin Ashton verlangte einen umgehenden Machtwechsel. Frankreichs Präsident Sarkozy warnte vor einer Machtübernahme durch religiöse Fundamentalisten.

TEHERAN: Der iranische Oppositionspolitiker Karrubi ist offenbar unter Hausarrest gestellt worden. Damit solle verhindert werden, dass er Proteste organisiert, heißt es auf mehreren oppositionellen Internetseiten. Mehrere Dissidenten seien festgenommen worden, heißt es weiter. Karrubi und sein oppositioneller Mitstreiter Hossein Mussawi hatten beantragt, am 14. Februar eine Kundgebung zur Unterstützung der Erhebungen in Tunesien und Ägypten zu veranstalten. Die beiden Politiker waren bei der Präsidentschaftswahl 2009 gegen Amtsinhaber Mahmud Ahmadinedschad angetreten und hatten nach ihrer Niederlage der Regierung Wahlfälschung vorgeworfen. An diesem Freitag wird im Iran der 32. Jahrestag der islamischen Revolution gefeiert.

HELSINKI: Um einem Abwärtstrend entgegenzuwirken, hat das finnische Telekom-Unternehmen Nokia eine Zusammenarbeit mit dem amerikanischen Software-Hersteller Microsoft vereinbart. Das Betriebssystem Windows Phone soll nach Angaben beider Konzerne künftig die Plattform für Computer-Handys von Nokia sein. Damit solle der zunehmende Bedeutungsverlust des weltgrößten Handyherstellers gestoppt werden. Die Finnen hatten zuletzt gegen die Konkurrenz von Apple, Google und anderen Anbietern Marktanteile bei den so genannten Smartphones verloren.

DAS WETTER IN DEUTSCHLAND: Dicht bewölkt und viel Regen. Nur im Süden und an der Nordsee aufgelockert mit heiteren Abschnitten. Die Temperaturen erreichen Höchstwerte zwischen drei und 15 Grad.

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