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Nachrichten

Langsam gesprochene Nachrichten – 11.01.2011

Trainieren Sie Ihr Hörverstehen mit authentischen Materialien. Nutzen Sie die Nachrichten der Deutschen Welle von Dienstag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.

BERLIN: Der Bundestagsausschuss für Verbraucherschutz berät über Konsequenzen aus dem Dioxin-Skandal. Alle Parteien fordern strengere Vorschriften für die Futtermittelbranche. Agrarministerin Ilse Aigner will Vorschläge unterbreiten, wie weitere Dioxin-Fälle verhindert werden können. So sollen Hersteller von Tierfutter nur noch unter strengen Bedingungen zugelassen werden. Kriminelle Panschereien gelten als Auslöser des Skandals, der zeitweise zur Sperrung von fast 5000 Höfen geführt hat. Inzwischen sind noch noch gut 560 Betriebe dicht. Einem Pressebericht zufolge kommen auf die Verantwortlichen des Skandals Schadenersatzforderungen von mehr als 100 Millionen Euro zu. Neben den betroffenen Landwirten wollen demnach auch Bundesländer Regressansprüche in Millionenhöhe anmelden.

TUNIS: Nach den blutigen Protesten gegen die Jugendarbeitslosigkeit in Tunesien hat die Regierung die Schließung aller Schulen und Universitäten des Landes angeordnet. Präsident Zine El Abidine Ben Ali versprach in einer Fernsehansprache zudem rund 300.000 neue Arbeitsplätze bis zum nächsten Jahr. Der Staatschef wandte sich scharf gegen die Unruhen mit inzwischen mehr als 30 Todesopfern im ganzen Land und sprach in diesem Zusammenhang von terroristischen Banden. Das Innenministerium in Tunis bezeichnete den Einsatz von Waffengewalt als Selbstverteidigung. Die EU-Außenbeauftragte Catherine Ashton forderte die sofortige Freilassung der festgenommenen friedlichen Demonstranten. Das Auswärtige Amt in Berlin empfiehlt Reisenden erhöhte Vorsicht in dem nordafrikanischen Land.

SYDNEY: Eine erste Flutwelle hat die australische Millionenstadt Brisbane erreicht. Nach örtlichen Medienberichten gibt es erste Evakuierungen. Der Fährverkehr sowie die Zug- und Busverbindungen wurden in Teilen der Stadt eingestellt. Es wird erwartet, dass sich die Lage in Brisbane in den kommenden beiden Tagen noch verschärfen wird. Bisher kamen durch die Überschwemmungen im australischen Bundesstaat Queensland bereits mehr als zehn Menschen ums Leben. Vermisst werden nach Angaben der Behörden mehr als 70 Personen. Die Schäden der Naturkatastrophe werden bislang auf umgerechnet fast vier Milliarden Euro geschätzt.

PHOENIX: Der Attentäter von Arizona, Jared L., bleibt vorerst in Haft. Bei einer ersten Anhörung des 22-Jährigen vor einem Bundesgericht wurde eine Freilassung gegen Kaution abgelehnt. Der Mann ist wegen Mordversuchs an der Kongressabgeordneten Gabrielle Cliffords, Tötung und versuchter Tötung angeklagt. Bei dem Attentat vor einem Einkaufszentrum in Tucson hatte er am Samstag sechs Menschen erschossen und 14 verletzt. Nach Angaben der Ermittler ist L. ein psychisch labiler Einzelgänger, der die Regierung einer Verschwörung verdächtigte. Der Schütze hat die Tat anscheinend gezielt geplant. Bei einer Durchsuchung seines Hauses fanden Polizisten entsprechende Hinweise.

LONDON: Rund vier Wochen nach seiner Freilassung auf Kaution muss der Gründer des Internet-Enthüllungsportals Wikileaks, Julian Assange, wieder vor Gericht erscheinen. Dem 39-Jährigen Australier wird von den schwedischen Behörden sexueller Missbrauch zur Last gelegt. Das Londoner Gericht wird einen Termin für das Verfahren zu einer möglichen Auslieferung festlegen. Assange lebt derzeit unter Hausarrest bei einem Gönner in Großbritannien. Er befürchtet, dass er am Ende an die USA überstellt werden könnte. Sein Enthüllungsportal Wikileaks hatte in den vergangenen Monaten US-Dokumente zum Krieg in Afghanistan und im Irak sowie Depeschen der US-Diplomatie im Internet veröffentlicht und damit den Zorn der Regierung in Washington auf sich gezogen.

WIESBADEN: In Deutschland hat es im vergangenen Jahr offenbar deutlich weniger Unternehmens-Pleiten gegeben als 2009. Allein im Oktober traten mit rund 2500 Unternehmen fast 13 Prozent weniger den Weg zum Insolvenzgericht an als im Vorjahr. In den ersten zehn Monaten des vergangenen Jahres waren es nach Angaben des Statistischen Bundesamtes gut 2 Prozent weniger als im gleichen Zeitraum 2009. Bei den Verbraucherinsolvenzen ist dagegen trotz der stabilen Lage am Arbeitsmarkt keine Entspannung in Sicht. Hier meldeten die Statistiker für die ersten zehn Monate des Jahres einen Anstieg von 8,2 Prozent.

DAS WETTER IN DEUTSCHLAND: Im Westen aufkommender Regen oder Schneeregen, in Hochlagen Schnee. Sonst wolkig mit Auflockerungen und trocken. Höchstwerte null bis sieben Grad.

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