1. Inhalt
  2. Navigation
  3. Weitere Inhalte
  4. Metanavigation
  5. Suche
  6. Choose from 30 Languages

Nachrichten

Langsam gesprochene Nachrichten – 10.02.2011

Trainieren Sie Ihr Hörverstehen mit authentischen Materialien. Nutzen Sie die Nachrichten der Deutschen Welle von Donnerstag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.

KAIRO: Die USA haben das Reformtempo der ägyptischen Führung als zu langsam kritisiert. Die bisher eingeleiteten Schritte erfüllten noch nicht einmal die minimalsten Forderungen der ägyptischen Bürger, sagte ein Sprecher von Präsident Obama in Washington. Ägyptens Außenminister Gheit verbat sich die Kritik und erklärte, die USA setzten sein Land zu stark unter Druck. Auf dem Tahrir-Platz in Kairo verbrachten wieder tausende Menschen die Nacht, um weiter gegen Mubarak zu protestieren. Landesweit kommt es zunehmend auch zu Streiks.

FRANKFURT AM MAIN: Entwicklungsminister Dirk Niebel schließt ein Aussetzen der Hilfsgelder für Ägypten als Druckmittel gegen die Regierung von Präsident Mubarak weiter aus. Damit würde nur die Bevölkerung belastet, sagte der FDP-Politiker der "Frankfurter Rundschau". Würden konkrete Projekte gestoppt, seien eine geringere Industrieproduktion und der Verlust von Arbeitsplätzen die Folge. Das stärke nur den Nährboden für Extremisten, so Niebel.

NEU DELHI: Erstmals seit den Terrorangriffen in Mumbai vor gut zwei Jahren wollen Indien und Pakistan laut Angaben aus Regierungskreisen ihren Friedensdialog wieder aufnehmen. Der Entschluss sei bei einem Treffen der Außenminister beider Länder am vergangenen Sonntag in Bhutans Hauptstadt Thimphu gefallen, hieß es. Als Termin nannte ein Sprecher des indischen Außenministeriums voraussichtlich Juni oder Juli. Beide Länder streiten seit mehr als einem halben Jahrhundert über die Grenzregion Kaschmir. 2004 nahmen sie Friedensgespräche auf, die Indien 2008 abbrach. Zuvor hatten in der indischen Metropole Mumbai vermutlich aus Pakistan eingereiste Islamisten mehrere Anschläge verübt, bei denen über 166 Menschen ums Leben kamen.

ISLAMABAD: Bei einem Selbstmordanschlag auf eine Militärkaserne in Pakistan sind mindestens 20 Soldaten getötet und 40 verletzt worden. Nach Polizeiangaben hatte sich ein junger Selbstmordattentäter in Schuluniform den Soldaten während ihres morgendlichen Trainings genähert. Der Anschlag ereignete sich in der Stadt Mardan im Nordwesten Pakistans an der Grenze zu Afghanistan. Die Gegend gilt als Hochburg moslemischer Extremisten sowie als Hauptrückzugsort des Terrornetzwerks El Kaida. Mehr als 4000 Menschen wurden in den vergangenen drei Jahren bei Anschlägen in dem Gebiet getötet.

SEOUL: Nach den gescheiterten Militärgesprächen zwischen Nordkorea und Südkorea sieht der Norden keinen Anlass mehr für weitere Verhandlungen. Dies geht aus einer Erklärung hervor, die von der amtlichen nordkoreanischen Nachrichtenagentur KCNA verbreitet wurde. Südkoreas Vereinigungsminister Hyun In Taek sagte hingegen, die Tür zu einem Dialog bleibe weiter offen. Die nordkoreanische Verhandlungsdelegation hatte die ersten offiziellen Gespräche seit Monaten am Mittwoch abrupt abgebrochen. Das Treffen sollte der Vorbereitung von Treffen auf höherer Ebene dienen. Südkorea hatte unter anderem eine Entschuldigung des Nordens für den Angriff auf die Insel Yeonpyeong Ende vergangenen Jahres gefordert, bei dem vier Menschen starben.

STUTTGART: Der Vater des Amokläufers von Winnenden muss nicht ins Gefängnis. Das Landgericht Stuttgart verurteilte den 52- jährigen Unternehmer zu einer Freiheitsstrafe von einem Jahr und neun Monaten auf Bewährung. Der Sportschütze hatte die Pistole, mit der sein Sohn vor knapp zwei Jahren 15 Menschen und sich selbst erschoss, unverschlossen im Schlafzimmer aufbewahrt. Er sei der fahrlässigen Tötung und der fahrlässigen Körperverletzung schuldig, urteilte das Gericht. Außerdem habe er gegen das Waffengesetz verstoßen.

WIESBADEN: Der Flugverkehr in Deutschland boomt wieder. Auf den Flughäfen des Landes sind 2010 mehr Passagiere abgefertigt worden als vor der Wirtschaftskrise. Das Statistische Bundesamt zählte 166 Millionen Fluggäste, acht Millionen oder fünf Prozent mehr als im Vorjahr.

DAS WETTER IN DEUTSCHLAND: Im Norden viele Wolken und gebietsweise leichter Regen, in der Mitte und im Süden anfangs noch heitere Abschnitte, später auch dort zunehmend bewölkt und regnerisch. Höchstwerte 5 bis 14 Grad Celsius. Am Morgen meldeten bei zumeist bewölktem Himmel: Hamburg und Frankfurt am Main: 2°; Berlin und Dresden: -2°; Köln/Bonn: 4° sowie München: -3°.

Die Redaktion empfiehlt