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Nachrichten

Langsam gesprochene Nachrichten – 09.02.2011

Trainieren Sie Ihr Hörverstehen mit authentischen Materialien. Nutzen Sie die Nachrichten der Deutschen Welle von Mittwoch – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.

KAIRO: Auf dem Tahrir-Platz in der ägyptischen Hauptstadt haben sich wieder tausende Menschen versammelt, um ihrer Forderung nach dem sofortigen Rücktritt von Präsident Mubarak Nachdruck zu verleihen. Auch in anderen Landesteilen dauern die Proteste an. Mubarak hatte am Dienstag über seinen Vizepräsidenten Suleiman Verfassungsreformen in Aussicht gestellt und eine Kommission zu deren Ausarbeitung eingesetzt. Der seit fast 30 Jahren herrschende ägyptische Staatschef will erst nach der nächsten Präsidentschaftswahl im September aus dem Amt scheiden.

GAZA-STADT: Bei mehreren israelischen Luftangriffen im Gazastreifen sind nach palästinensischen Angaben mindestens acht Menschen verletzt worden. Die Attacken hätten unter anderem einem Lager gegolten, in dem Kämpfer der El-Kuds-Brigaden trainiert würden. Diese sind der bewaffnete Arm der radikalen Gruppe Islamischer Dschihad. Nur Stunden vor den Luftschlägen hatten die El-Kuds-Brigaden Mörsergranaten auf den Süden Israels abgefeuert. Russland schlug unterdessen einen Besuch des UN-Sicherheitsrats im Nahen Osten vor. Damit könnten die ins Stocken geratenen Verhandlungen zwischen Israelis und Palästinensern wiederbelebt werden, erklärte der russische UN-Botschafter Tschurkin zur Begründung.

KUALA LUMPUR: Die philippinische Regierung nimmt erneut Friedensverhandlungen mit der größten muslimischen Rebellengruppe des Landes auf. Vertreter der "Moro islamischen Befreiungsfront" und der Regierung kommen nach offiziellen Angaben zu zweitägigen Gesprächen in Malaysia zusammen. Die Befreiungsfront, die schätzungsweise 11.000 bewaffnete Mitglieder hat, fordert eine Autonomieregelung für die muslimische Bevölkerung im Süden der Philippinen. Mehr als 80 Prozent der Bewohner des südostasiatischen Staates sind Katholiken.

SEOUL: Die Militärgespräche zwischen Nordkorea und Südkorea sind gescheitert. Die Verhandlungsdelegation aus Pjöngjang habe den ersten Dialog beider Länder seit dem nordkoreanischen Artillerieangriff im November abgebrochen, teilte das Verteidigungsministerium in Seoul mit. Südkorea hatte unter anderem eine Entschuldigung des Nordens für den Angriff auf die Insel Yeonpyeong gefordert, bei dem vier Menschen starben. Dies hatte Nordkorea abgelehnt. Die Gespräche in dem Grenzdorf Panmunjom in der entmilitarisierten Zone sollten auch der Vorbereitung von Militärgesprächen auf höherer Ebene dienen.

BERLIN: Nach dem Scheitern der Verhandlungen über die Reform von Hartz IV erhebt SPD-Unterhändlerin Schwesig schwere Vorwürfe gegen die schwarz-gelbe Regierungskoalition. Es sei deutlich zu spüren gewesen, dass die Koalition und Arbeitsministerin von der Leyen den klaren Auftrag von Bundeskanzlerin Merkel gehabt hätten, die Verhandlungen zum Scheitern zu führen, sagte die stellvertretende SPD-Vorsitzende in einem Fernsehinterview. Die bedürftigen Kinder bräuchten aber eine schnelle Unterstützung. FDP-Generalsekretär Lindner wies die Vorwürfe zurück. Die Koalition habe ein "großes Paket" geschnürt und sei erheblich auf die Opposition zugegangen, sagte Lindner am Mittwoch im Deutschlandfunk.

HAMBURG: Die Bürger der Europäischen Union müssen sich wegen des geplanten Ausbaus der europäischen Energienetze auf höhere Strompreise einstellen. Es gehe um ein bis zwei Cent pro Kilowattstunde, sagte der deutsche Energiekommissar Oettinger dem "Hamburger Abendblatt". Damit ließen sich die neuen Leitungen und Speicherkapazitäten finanzieren. Für einen Vier-Personen-Haushalt bedeutet das Mehrkosten von etwa 90 Euro pro Jahr.

WIESBADEN: Die deutschen Exporte sind nach der Wirtschaftskrise wieder stark angestiegen. Die Unternehmen exportierten nach Angaben des Statistischen Bundesamtes im vergangenen Jahr Waren im Wert von knapp 952 Milliarden Euro, das sind 18,5 Prozent mehr als 2009. Die Einfuhren stiegen 2010 sogar um 20 Prozent auf rund 800 Milliarden Euro. Allerdings erreichten aber weder die Exporte noch die Importe ihre Vorkrisen-Werte von 2008.

DAS WETTER IN DEUTSCHLAND: Fast überall heiter, nur entlang der Donau und in Küstennähe zäher Nebel. Höchstwerte vier bis zehn Grad Celsius.

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