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Nachrichten

Langsam gesprochene Nachrichten – 09.01.2011

Trainieren Sie Ihr Hörverstehen mit authentischen Materialien. Nutzen Sie die Nachrichten der Deutschen Welle vom Sonntag - als Text und verständlich gesprochene Audio-Datei.

JUBA: Im Südsudan hat unter großer Beteiligung die historische Volksabstimmung über eine Unabhängigkeit vom Norden des Landes begonnen. Seit den frühen Morgenstunden warteten tausende Bürger auf die Öffnung der Wahlbüros. Für die Abstimmung über den künftigen politischen Status des Südsudan ist eine Woche angesetzt. Knapp vier Millionen Menschen haben sich für den Volksentscheid registrieren lassen. Es gilt als nahezu sicher, dass die Bewohner des armen, allerdings rohstoffreichen Südens für ihre Unabhängigkeit stimmen werden. Das Referendum ist Schlusspunkt eines Ende 2005 von der Zentralregierung in Khartum und südsudanesischen Rebellen unterzeichneten Friedensabkommens. Es soll den mehr als zwanzigjährigen Bürgerkrieg zwischen dem christlich beherrschten Süden und dem islamisch geprägten Norden beenden.

TUCSON: Die demokratische US-Kongressabgeordnete Gabrielle Giffords ist bei einer Veranstaltung in Tucson im US-Bundesstaat Arizona durch einen Kopfschuss schwer verletzt worden. Nach Angaben der Polizei eröffnete ein 22-jähriger Schütze das Feuer auf die Menge und tötete sechs Menschen, unter ihnen ein Kind und einen Richter. Zwölf Personen wurden verletzt. Der festgenommene Attentäter hat nach Angaben der Behörden eine kriminelle Vergangenheit und gilt als psychisch labil. Es werde untersucht, ob er einen Komplizen hatte, hieß es. Die 40-jährige demokratische Abgeordnete Giffords befindet sich nach Angaben ihrer Ärzte in einem ernsten, aber nicht hoffnungslosen Zustand.

BERLIN: Die Verbraucherorganisation "Foodwatch" hat der Regierung im Dioxin-Skandal Versäumnisse und eine einseitige Bedienung der Interessen der Futtermittelindustrie vorgeworfen. Deutschland verfolge eine ausgesprochene Exportstrategie für Geflügelprodukte und Schweinefleisch, sagte Geschäftsführer Bode der Deutschen Presse-Agentur. Deshalb habe die Regierung kein Interesse daran, die Futtermittelindustrie durch Selbstkontrollen stärker zu belasten. Etwa 80 Prozent der gesamten Dioxin-Belastung der Bevölkerung werde inzwischen durch die Futtermittelhersteller ausgelöst. Landwirtschafts- und Verbraucherministerin Ilse Aigner sprach sich unterdessen wegen krimineller Energie und erschreckender Skrupellosigkeit auf Seiten der Hersteller für härtere Strafen aus.

ISLAMABAD: Außenminister Westerwelle hat seinen zweitägigen Besuch in Pakistan fortgesetzt. Auf dem Programm steht unter anderem ein Treffen mit Premierminister Gilani. Am Vortag hatte der FDP-Minister das große deutsche Interesse an stabilen Verhältnissen in Pakistan unterstrichen. Die Atommacht mit ihren 170 Millionen Einwohnern, sagte Westerwelle, habe eine Schlüsselrolle für die gesamte Region. Seine pakistanischen Gesprächspartner in Islamabad hatten im Zusammenhang mit der Bekämpfung von Terroristen im Land auch ihr Interesse an militärischer Ausrüstung aus Deutschland angedeutet.

MEXIKO-STADT: Die mexikanische Polizei hat im Badeort Acapulco die Leichen von 25 Ermordeten gefunden. Wie die Behörden mitteilten, wurden 15 Leichen in einem Vorort nahe eines Einkaufszentrums abgelegt. Vierzehn von ihnen waren enthauptet. Die anderen Morde ereigneten sich in verschiedenen Teilen der Stadt am Pazifik rund 400 Kilometer südlich von Mexiko-Stadt. Bei den Leichen wurden schriftliche Warnungen eines örtlichen Drogenkartells gefunden.

KÖLN: Regen und anhaltendes Tauwetter lassen die Pegelstände vieler Flüsse in Deutschland weiter steigen. Einige Orte an der Mosel wurden bereits überschwemmt. Im Weinort Zell steht das Wasser teilweise bis zu 1,80 Meter in den Straßen. In Koblenz, wo die Mosel in den Rhein mündet, ist die Hochwasserlage ebenfalls kritisch. Weiter flussabwärts in Köln wurden Hubtore hochgefahren und mobile Schutzwände aufgebaut, um die Altstadt vor einer Überflutung zu schützen. An der Oder in Brandenburg ist es Eisbrechern inzwischen gelungen, den Weg zur Ostsee vorerst freizumachen.

DAS WETTER IN DEUTSCHLAND: Im Nordwesten und im Süden weitgehend trocken und teilweise aufgeheitert. Sonst dichte Wolkenfelder und Regen. Höchstwerte zwischen drei und zwölf Grad.

Zuletzt meldeten:

Hamburg: 3 Grad, stark bewölkt;

Berlin: 8 Grad, leichter Regen;

Dresden: 8 Grad, bedeckt;

Köln/Bonn: 4 Grad, leichter Regen;

Frankfurt am Main: 11 Grad, bedeckt und

München: 4 Grad, bedeckt.

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