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Nachrichten

Langsam gesprochene Nachrichten – 08.02.2011

Trainieren Sie Ihr Hörverstehen mit authentischen Materialien. Nutzen Sie die Nachrichten der Deutschen Welle von Dienstag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.

KAIRO: Die ägyptische Opposition will den Druck auf Präsident Mubarak aufrecht erhalten. Dazu ist für diesen Dienstag eine neue Großkundgebung in Kairo geplant, ungeachtet der geplanten Fortsetzung der Gespräche zwischen Regierung und Oppositionsgruppen. Die Gegner des Staatschefs sehen zu viele ihrer Forderungen noch unerfüllt, vor allem die nach dem Rücktritt Mubaraks. Der kündigte inzwischen an, die Gewalt gegen Demonstranten von einer unabhängigen Kommission untersuchen zu lassen. Anhänger Mubaraks hatten sich in der vergangenen Woche unter die oppositionellen Demonstranten auf dem Tahrir-Platz gemischt, was zu schweren Zusammenstößen führte. Insgesamt starben nach UN-Angaben seit Beginn der Proteste vor gut zwei Wochen mindestens 300 Menschen.

JUBA: Die Vereinten Nationen, die Europäische Union und die USA haben dem künftigen Staat Südsudan ihre Unterstützung zugesagt. Präsident Obama gratulierte den Menschen im Südsudan zum Ausgang des Referendums und bezeichnete es als weitere Etappe auf dem Weg Afrikas zu Gerechtigkeit und Demokratie. Zuvor hatte die Wahlkommission das offizielle Endergebnis des Unabhängigkeitsreferendums bekanntgegeben. Demnach stimmten 98,8 Prozent der Wähler für die Abspaltung vom Nordteil des Landes. Omar al-Baschir, derzeit noch Präsident des gesamten Sudan, erklärte in einer Fernsehansprache, der Norden akzeptiere den Ausgang der Abstimmung als Willen der südsudanesischen Bevölkerung.

NEW YORK: Angesichts der Gefechte an der Grenze zwischen Thailand und Kambodscha hat der UN-Sicherheitsrat beide Seiten zu einer friedlichen Lösung des Konflikts aufgerufen. Der Sicherheitsrat zeigte sich am Montag in New York "sehr besorgt" über die zunehmenden Spannungen zwischen den südostasiatischen Ländern. Das Gremium erwäge eine Sondersitzung, sagte die amtierende Ratsvorsitzende, die brasilianische UN-Botschafterin Ribeiro Viotti. Die beiden Länder streiten seit Jahrzehnten um den genauen Grenzverlauf an einer Tempelanlage, die von beiden Seiten beansprucht wird.

JAKARTA: Aufgebrachte Muslime haben in Indonesien zwei Kirchen in Brand gesetzt und eine weitere beschädigt. Etwa 1.500 Menschen hätten in Temanggung auf der Insel Java gegen ein aus ihrer Sicht zu mildes Urteil gegen einen Christen wegen Beleidigung des Islam demonstriert, sagte ein Polizeisprecher. Der Beschuldigte war zu fünf Jahren Gefängnis verurteilt worden, weil er Flugblätter mit beleidigenden Aussagen über den Islam verteilt hatte. Wütende Muslime forderten die Todesstrafe für den Christen oder seine Auslieferung an das Volk und zündeten die beiden Kirchen an.

MOSKAU: Der tschetschenische Rebellenführer Umarow hat sich in einer Videoaufzeichnung zu dem Anschlag auf den Moskauer Flughafen Domodedowo bekannt. In der im Internet verbreiteten Botschaft kündigte der selbst ernannte Emir des Kaukasus weitere Angriffe an. Ziel sei die Errichtung eines unabhängigen islamischen Gottesstaates in den russischen Kaukasus-Gebieten. Bei dem Selbstmordattentat waren am 24. Januar 36 Menschen getötet und rund 180 verletzt worden.

STUTTGART: Unter starkem Polizeischutz und dem Protest von mehr als tausend Demonstranten sind die Bauarbeiten für das umstrittene Bahnprojekt Stuttgart 21 fortgesetzt worden. Die Gegner des Milliardenprojekts stellten sich Spezialfahrzeugen entgegen, die zum Bauplatz am Hauptbahnhof gebracht wurden. Die Polizei machte den Weg frei und setzte nach Angaben der Demonstranten auch Schlagstöcke ein. Vor dem ehemaligen Nordflügel des Hauptbahnhofs sollen in den nächsten Tagen 16 Bäume einem Technikgebäude für den geplanten Tiefbahnhof weichen. Nach Angaben der Bahn sollen die Bäume versetzt werden.

HANNOVER: Die rund 100.000 VW-Beschäftigten der sechs westdeutschen Werke und der Finanzsparte bekommen zum 1. Mai dieses Jahres 3,2 Prozent mehr Geld. Dies teilte die Gewerkschaft IG Metall in Hannover mit. Die Gewerkschaft hatte ursprünglich sechs Prozent mehr Lohn gefordert.

DAS WETTER IN DEUTSCHLAND: Im Norden und in der Mitte dichte Wolken, vor allem im Westen aber auch heitere Abschnitte. In den Mittelgebirgen etwas Regen oder Schnee. Südlich der Donau heiter und meist trocken. Höchstwerte zwischen fünf und elf Grad Celsius. Am Morgen meldeten: Hamburg, Dresden und Berlin: 6 Grad; Frankfurt am Main und Köln/Bonn: 5 Grad sowie München: 4 Grad.

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