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Nachrichten

Langsam gesprochene Nachrichten – 08.01.2011

Trainieren Sie Ihr Hörverstehen mit authentischen Materialien. Nutzen Sie die Nachrichten der Deutschen Welle vom Samstag - als Text und verständlich gesprochene Audio-Datei.

KIEL: Der Skandal um mit giftigem Dioxin verseuchtes Tierfutter nimmt immer größere Dimensionen an. Einem Bericht des Magazins "Focus" zufolge wurden jetzt erstmals erhöhte Dioxinwerte auch in Tieren festgestellt. Im Fettgewebe mehrerer Legehennen seien Dioxinwerte gemessen worden, die mehr als doppelt so hoch wie erlaubt waren, berichtet der "Focus" unter Berufung auf den jüngsten Sachstandsbericht der Bundesregierung. Bei neuen Futtermittelproben des Herstellers Harles und Jentzsch aus Schleswig-Holstein war die Giftdosis gut 77mal höher als erlaubt. Zudem wurde bekannt, dass ein Labor bereits im März 2010 in Industriefetten des Unternehmens Dioxin gefunden hatte. Die Behörden erfuhren damals nichts. Bundesweit sind derzeit mehr als 4700 Geflügel- , Rinder- und Schweinemastbetriebe gesperrt, bei denen der Verdacht besteht, sie hätten dioxin-verseuchtes Tierfutter erhalten.

ISLAMABAD: Bundesaußenminister Westerwelle ist zu einem zweitägigen Besuch in Pakistan eingetroffen. Das Land spielt eine Schlüsselrolle im Afghanistan-Konflikt. Über die genaue Rolle Pakistans in Afghanistan will Westerwelle nun mit der pakistanischen Führung beraten. Als nicht-ständiges Mitglied im UN-Sicherheitsrat koordiniert Deutschland die Afghanistan-Politik des Gremiums. Ob Westerwelles Gesprächsprogramm wie geplant stattfinden kann, ist noch unklar, da das Regierungsflugzeug wegen dichten Nebels nicht in der Hauptstadt Islamabad landen konnte, sondern nach Lahore ausweichen musste.

SYDNEY: Die australische Regierungschefin Gillard hat die Überschwemmungsgebiete im Nordosten des Landes besucht und weitere Hilfen in Aussicht gestellt. In der Stadt St. George sagte Gillard, etwa vier Millionen Euro seien zur Verfügung gestellt worden. Weitere hunderte Millionen Dollar würden für den Wiederaufbau in Queensland benötigt. In dem Bundesstaat sind mehr als 200.000 Menschen von den Fluten betroffen. Der Wetterdienst erwartet neue schwere Regenfälle in der Region.

WASHINGTON: Im Streit um die Rekordverschuldung der USA haben die oppositionellen Republikaner Einlenken signalisiert. Der Vorsitzende des Haushaltsausschusses des Repräsentantenhauses, der Republikaner Ryan, sagte, seine Partei werde weitere Schulden zulassen, damit die USA nicht in Zahlungsnot gerieten. Finanzminister Geithner hatte zuvor erklärt, wenn der Kongress die derzeitige Schuldenobergrenze von 14,3 Billionen Dollar nicht anhebe, drohe der Staatsbankrott.

ALGIER: Bei neuen Protesten in Algerien gegen stark gestiegene Lebensmittelpreise und die hohe Arbeitslosigkeit ist ein Jugendlicher getötet worden. Die Zeitung "El Chabar" berichtet, der 18-Jährige sei von der Polizei in Ain Lahdjel in der Provinz M'Sila erschossen worden, als eine Menschenmenge gewaltsam in eine Poststelle eindringen wollte. Drei Menschen seien verletzt worden. Die Behörden bestätigten den Vorfall. Die Proteste in Algerien dauern seit mehr als einer Woche an. An diesem Samstag soll das Kabinett beraten, wie die Preiserhöhungen gemildert werden können. Seit Monatsbeginn sind vor allem Grundnahrungsmittel um bis zu 30 Prozent teurer geworden.

NADSCHAF: Vier Tage nach seiner Rückkehr in den Irak hat der radikale schiitische Prediger Muktada al Sadr zum Widerstand gegen die USA aufgerufen. In seiner ersten Rede nach fast vier Jahren im selbst gewählten iranischen Exil nannte er die USA, Israel und Großbritannien "gemeinsame Feinde" des Irak. Al Sadr rief in Nadschaf seine Anhänger auf, sich den "Besatzern" unter allen Umständen zu widersetzen. Seine Rede verfolgten mehrere tausend Menschen.

KÖLN: Tauwetter und Regen haben in Deutschland die Pegel etlicher Flüsse stark steigen lassen. In Teilen Bayerns und Hessens liefen bereits Keller voll, Straßen wurden gesperrt. In Koblenz, wo die Mosel in den Rhein fließt, wird mit dem schlimmsten Hochwasser seit zehn Jahren gerechnet. In Köln soll der Pegel des Rheins am Montag laut Experten auf mehr als neun Meter steigen. Auf der Oder im Osten Deutschlands sind Eisbrecher unterwegs, damit die Wassermassen schneller in die Ostsee abfließen können.

DAS WETTER IN DEUTSCHLAND: Wolkig mit einzelnen Regenschauern. Daneben aber auch Auflockerungen und etwas Sonnenschein. Höchstwerte zwischen fünf und 15 Grad.

Zuletzt meldeten:

Hamburg: 6 Grad, leichter Regen;

Berlin: 4 Grad, Nebel;

Dresden: 5 Grad, bedeckt;

Köln/Bonn: 10 Grad, leicht bewölkt;

Frankfurt am Main: 10 Grad, bewölkt;

München: 5 Grad, leichter Regen.

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