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Nachrichten

Langsam gesprochene Nachrichten – 07.02.2011

Trainieren Sie Ihr Hörverstehen mit authentischen Materialien. Nutzen Sie die Nachrichten der Deutschen Welle von Montag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.

KAIRO: In Ägypten halten die Gegner von Präsident Mubarak auch nach ersten Gesprächen von Oppositionsgruppierungen mit der Regierung an ihrer Forderung nach einem Rücktritt des Staatschefs fest. Mit neuen Demonstrationen auf dem zentralen Tahrir-Platz in Kairo, aber auch in Alexandria und anderen Städten, versuchen sie ihrer Forderung Nachdruck zu verleihen. Am Sonntag hatte der neue Vizepräsident Suleiman Gespräche mit Vertretern verschiedener Oppositionsgruppen geführt, darunter die offiziell verbotenen Muslimbrüder. Die Verhandlungen brachten jedoch laut Opposition keine nennenswerten Ergebnisse. Kritisch bewerteten die Oppositionsgruppen vor allem, dass Suleiman keinen Zeitrahmen für politische Veränderungen genannt hat.

TUNIS: Die tunesische Übergangsregierung hat die Auflösung der früheren Regierungspartei RCD von Ex-Präsident Ben Ali eingeleitet. Das Innenministerium in Tunis gab die Schließung aller RCD-Parteibüros bekannt. Versammlungen von deren Mitgliedern sind künftig verboten. - Mehr als drei Wochen nach dem Sturz des tunesischen Diktators haben deutsche Behörden erste Vermögenswerte des als korrupt geltenden Ben- Ali-Clans eingefroren. Wie die Tageszeitung "Die Welt" berichtet, handelt es sich um mehrere Bankkonten und eine Immobilie in Frankfurt am Main. Nach einem Beschluss der EU müssen sämtliche Vermögenswerte der Familie des Ex-Präsidenten in Europa gesperrt werden.

DAKAR: Beim Weltsozialforum im Senegal steht an diesem Montag Afrika im Mittelpunkt. Es soll beraten werden, wie in den afrikanischen Staaten die Zivilgesellschaft gestärkt und die Bildungschancen verbessert werden können. Bis Freitag werden zum Weltsozialforum in der senegalesischen Hauptstadt Dakar rund 60.000 Vertreter von Nichtregierungsorganisationen, Menschenrechts- und Umweltverbänden erwartet. Die Teilnehmer wollen unter dem Motto 'Eine andere Welt ist möglich' vorrangig über Probleme der Globalisierung diskutieren.

NEW YORK: Die Vereinten Nationen haben Thailand und Kambodscha angesichts der andauernden Grenzgefechte zur Zurückhaltung aufgerufen. UN-Generalsekretär Ban erklärte, beide Seiten müssten die Waffen niederlegen und eine dauerhafte Lösung finden. Vor den seit vier Tagen anhaltenden Gefechten sind inzwischen tausende Zivilisten auf der Flucht. Im Zentrum des Konflikts steht ein 900 Jahre alter Tempel, der von beiden Seiten beansprucht wird.

BERLIN: In Deutschland sind von 2002 bis 2009 knapp eine Million Menschen eingebürgert worden. Dies gehe aus der Antwort der Bundesregierung auf eine parlamentarische Anfrage des stellvertretenden Vorsitzenden der Unionsfraktion, Singhammer, hervor, berichtete die Tageszeitung 'Die Welt'. Singhammer sagte dem Blatt, diese enorm hohe Zahl zeige, dass Deutschland ein sehr offenes Land sei. - Knapp ein Drittel der Eingebürgerten ist türkischer Abstammung.

SEOUL: Die südkoreanische Finanzaufsicht ermittelt gegen die Deutsche Bank im Zusammenhang mit einem ungewöhnlichen Kurssturz an der Börse in Seoul im November 2010. Es werde geprüft, ob Abteilungen der Deutschen Bank in Hongkong und in Südkorea durch Marktmanipulationen oder unfaire Handelspraktiken zu dem Kurseinbruch beigetragen hätten, teilte ein Sprecher in Seoul mit. Die Deutsche Bank wollte sich zu dem Vorgang nicht äußern.

WASHINGTON: Der US-Internetkonzern AOL übernimmt für 315 Millionen Dollar die Online-Zeitung "The Huffington Post". Wie AOL weiter mitteilte, haben die Spitzen beider Unternehmen und die Aktionäre der Transaktion bereits zugestimmt. Die von Chefredakteurin Arianna Huffington 2005 mitgegründete Internetzeitung gehört zu den erfolgreichsten ihres Genres.

LONDON: Der Rock- und Blues-Gitarrist Gary Moore ist im Alter von 58 Jahren während eines Urlaubs in Spanien gestorben. Zur Todesursache wurde bislang nichts bekannt. Moore begann seine Karriere Anfang der 1970er Jahre mit der irischen Rockgruppe "Thin Lizzy". In den vergangenen Jahren war er als Solokünstler erfolgreich.

BERLIN: Grünen-Fraktionschef Jürgen Trittin hat Bundeskanzlerin Angela Merkel in der Politik gegenüber Ägypten einen, so wörtlich, unerträglichen Schlingerkurs vorgeworfen. In der gegenwärtigen Umbruchssituation in Ägypten müsse klar für das Volk Partei ergriffen werden, sagte Trittin der 'Hannoverschen Allgemeinen Zeitung'. Alles andere würde von den Machthabern als Ermunterung verstanden, sich davonzustehlen. In der 'Berliner Zeitung' kritisierte Trittin, dass die Bundesregierung nicht klar den Rücktritt des ägyptischen Präsidenten Husni Mubarak fordere.

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